Alnatura
Die Kooperation unterstützt die Förderung ökologischer Landwirtschaft in Deutschland
Der Wilhelmienenhof in Nordrhein-Westfalen ist Teil des Projektes "Gemeinsam Boden gut machen". - Bild: Marc Doradzillo
Für viele konventionell wirtschaftende Höfe ist die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft ein finanzieller und organisatorischer Kraftakt. Hier setzt das Projekt "Gemeinsam Boden gut machen" an: Es hat zum Ziel, Landwirt*innen bei der Umstellung von der konventionellen auf die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen – und trägt so dazu bei, die Bioanbauflächen von derzeit 11,4 Prozent (2025) auf die von Deutschland angestrebten 30 Prozent zu erhöhen und die steigende Nachfrage der Verbraucher*innen nach regionalen Bio-Lebensmitteln zu befrieden.
Die drei Säulen des Projektes
Säule 1: Förderung der Umstellung auf ökologischen Landbau
Im Zentrum des Projektes steht die gezielte Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe mit herausragenden Betriebskonzepten bei der Umstellung auf den ökologischen Landbau. Durch finanzielle Förderung werden ökonomische Risiken der Umstellungsphase abgefedert und Investitionen in nachhaltige Produktionsweisen ermöglicht. Ziel ist es, ökologische Landwirtschaft strukturell zu verankern und den Flächenanteil dauerhaft zu erhöhen.
Säule 2: Erfassung von Gemeinwohlleistungen
Die zweite Säule widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung der durch die Umstellung geförderter Betriebe zusätzlich erbrachten Gemeinwohlleistungen. Im Fokus stehen insbesondere Beiträge zum Klimaschutz – etwa durch Emissionsminderungen und Humusaufbau – sowie zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität.
Immatrikulationsfeier der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde - Bild: Florian Reischauer / HNEE
Säule 3: Transdisziplinäre Bildung
Die dritte Säule verfolgt den Aufbau und die Etablierung eines innovativen, transdisziplinären Bildungs- und Ausbildungskonzeptes, das den zukünftigen Anforderungen der gesamten Wertschöpfungskette der Lebensmittelwirtschaft Rechnung trägt. Ein zentrales Ergebnis ist die Einrichtung des Studiengangs „Agrar- und Ernährungskultur nachhaltig gestalten“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), der seit dem Wintersemester 2023 stattfindet. "Gemeinsam Boden gut machen" finanziert darin die Labortechnik, sowie eine Professur und die Koordinierungsstelle zwischen Studierenden und Betrieben.
Der Bio-Hof der Familie Trumpfheller im hessischen Bad König betreibt ökologische Landwirtschaft. Foto: Alnatura
Die Kriterien für die biologische Landwirtschaft werden über die in Deutschland anerkannten Bioanbauverbände definiert und über unabhängige Kontrollinstitute regelmäßig überprüft. Die Mitgliedschaft, sowie die Kontrollergebnisse müssen die prämierten Landwirt*innen dem NABU in regelmäßigen Abständen zur Verfügung stellen. Auf Grundlage der Bewerbungen gibt ein Fachgremium aus Landwirtschaft und Ökologie eine Empfehlung an den Beirat. Der unabhängige Beirat, bestehend aus Expert*innen aus Naturschutz, Bio-Anbauverbänden und Wirtschaft sowie Alnatura-Kund*innen, entscheidet über die Preisträger*innen und Fördersummen.
Feierliche Preisverleihung auf dem Umweltfestival
Neben der finanziellen Unterstützung können sich die Preisträger*innen auch auf eine jährliche Preisverleihung freuen, die 2025 wieder im Rahmen des Umweltfestivals stattfand.
Preisträger*innen 2025 auf dem Umweltfestival in Berlin – Foto: Sebastian Hennigs
Seit Beginn des Wettbewerbs wurden durch das NABU-Projekts „Gemeinsam Boden gut machen“ über 120 Landwirt*innen ausgezeichnet, die ihren Betrieb von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben.
Weitere Infos und die Bewerbungsunterlagen zum Projekt "Gemeinsam Boden gut machen" finden Sie hier.
Zum Unternehmen
Alnatura ist ein deutsches Unternehmen des Bio-Lebensmittelhandels, das ökologische Landwirtschaft, nachhaltige Produktion und verantwortungsvolles Wirtschaften als zentrale Grundlage seines Unternehmertums versteht. Gleichzeitig spielt die soziale Dimension eine wichtige Rolle, etwa durch faire Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette, langfristige Partnerschaften mit Produzenten sowie eine werteorientierte Unternehmenskultur für Mitarbeitende. Auch kulturell versteht sich Alnatura als Teil einer nachhaltigen Konsumkultur, die bewusstes Einkaufen, Ernährung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Deutschlandweit betreibt das Unternehmen rund 154 Alnatura Super Natur Märkte in zahlreichen Städten, während seine Produkte zusätzlich über Handelspartner in 18 europäischen Ländern vertrieben werden. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erzielte Alnatura einen Umsatz von rund 1,274 Milliarden Euro und zählt damit zu den größten Bio-Handelsunternehmen Deutschlands.
Projektinfos auf der Alnatura-WebsiteSie leisten einen wertvollen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz, sauberes Grundwasser und gesunde Böden: Zehn Landwirt*innen sind für die vorbildliche Umstellung ihres landwirtschaftlichen Betriebs auf Ökolandbau mit dem NABU-Förderpreis „Gemeinsam Boden gut machen“ ausgezeichnet worden. Mehr →
Mit dem Projekt „Gemeinsam Boden gut machen“ leistet der NABU zusammen mit Landwirt*innen und unterstützenden Firmen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, zur Verbesserung unserer Böden und zum Schutz der Artenvielfalt. Mehr →
Über 11.000 Hektar wurden durch das Projekt "Gemeinsam Boden gut machen" in den letzten vier Jahren auf ökologische Landwirtschaft umgestellt - eine Fläche größer als die Insel Sylt. 11.000 Hektar, auf denen Vögel und Insekten zukünftig eine Chance haben. Mehr →
Mit insgesamt 230.000 Euro unterstützen NABU und Alnatura in diesem Jahr acht Landwirtinnen und Landwirte, die von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umstellen. Denn die EU finanziert eine naturverträgliche Landwirtschaft nicht ausreichend. Mehr →
