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Vorlesen

IKEA Deutschland

NABU berät IKEA Deutschland bei praktischem Umweltschutz

Der NABU berät IKEA Deutschland seit 2011 in zentralen Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft, Mobilität sowie Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils. Zusätzlich berät der NABU bei Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt, zum Beispiel durch die ökologische Aufwertung von Außenflächen.

Regentropfen an Waldrebe - Foto: Helge May

Regentropfen an Waldrebe - Foto: Helge May

IKEA verfolgt das Ziel, bis 2030 vollständig kreislauffähig und klimaneutral zu wirtschaften. Dazu gehören die verstärkte Nutzung erneuerbarer oder recycelter Materialien, ein Produktdesign, das Reparatur, Wiederverwendung und Recycling erleichtert, die Reduktion von Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Lieferkette sowie die Förderung nachhaltiger Konsummuster bei Kund*innen.

Im Rahmen der Kooperation begleitet der NABU IKEA Deutschland bei der Weiterentwicklung und Umsetzung dieser Nachhaltigkeitsstrategien. Wir bringen unsere fachliche Expertise ein, setzen Impulse und unterstützen das Unternehmen dabei, seine Umweltziele zu erreichen.

Verlängerung von Produktlebenszyklen
Dazu zählt auch die Mitarbeit an verschiedenen Pilotvorhaben, die die Verlängerung von Produktlebenszyklen und geschlossene Stoffkreisläufe fördern sollen. Beispiele sind Projekte zur Rücknahme von Energiesparlampen und Möbeln sowie Reparatur- und Wiederverwendungsangebote, unter anderem im Rahmen des Zweite-Chance-Marktes.

Darüber hinaus berät der NABU zur Kommunikation, um Mitarbeitenden und Kund*innen den nachhaltigen Gebrauch von Produkten zu vermitteln – etwa beim Thema Wassersparen. Aspekte wie Nutzungsverhalten, Pflege, Reparatur und sachgerechte Entsorgung von Produkten leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbilanz.


Gemeinsames Engagement zur Förderung der Kreislaufwirtschaft

IKEA Deutschland und der NABU setzen sich gemeinsam für die Etablierung einer besseren Kreislaufwirtschaft ein. Dies beinhaltet zum Beispiel die Reduzierung von Lebensmittelabfällen und der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln, die Umsetzung der Herstellerverantwortung für Textilien sowie folgender Themen: 

Recht auf Reparatur
Das „Recht auf Reparatur“ ist eine ökologisch und sozial sinnvolle Maßnahme für eine erfolgreiche Klima- und Ressourcenwende. Im Jahr 2023 haben beide Partner  ein gemeinsames Forderungspapier zum „Recht auf Reparatur“  an die Politik adressiert. Der Appell an die Politik beinhaltet unter anderem die Einführung eines nationalen Reparaturindex und eine Mehrwertsteuersenkung für Reparaturdienstleistungen, Ersatzteile und Gebrauchtwaren. 

Matratzenrecycling
In Deutschland werden jährlich schätzungsweise mehr als 8 Mio. Matratzen entsorgt. Bisher gibt es keine (ausreichende) Infrastruktur, um diese recyceln zu können. Der Großteil der Altmatratzen wird verbrannt, nur weniger als fünf Prozent werden werkstofflich zu Sekundärrohstoffen recycelt. Dabei könnten, unter den richtigen Voraussetzungen, ca. 80-90 Prozent einer Matratze zu Sekundärrohstoffen recycelt werden. In einem gemeinsamen Appell an die Politik fordern IKEA Deutschland und der NABU die Einführung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), die den Aufbau einer Recyclinginfrastruktur ermöglicht, sowie verbindliche Ökodesign-Anforderungen für Matratzen auf EU-Ebene. 

90 KB - Matratzenrecycling: Politische Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft (05/2024)
53 KB - Für mehr Kreislaufwirtschaft - Reparieren fördern! (05/2023)

Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Beratung zu neuen IKEA‑Standorten sowie zur nachhaltigen Weiterentwicklung bestehender Einrichtungshäuser. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt, die Schaffung von Grünflächen oder eine umweltfreundliche Gestaltung von Parkflächen. In diesem Zusammenhang arbeiten auch verschiedene lokale NABU‑Gruppen mit einzelnen IKEA‑Einrichtungshäusern zusammen, um standortbezogene Lösungen umzusetzen. 


IKEA Deutschland und NABU sind Partner für naturnahes Gärtnern

Das gemeinsame Projekt für naturnahes Gärtnern wurde von 2017-2019 erfolgreich umgesetzt.

Der NABU engagiert sich bundesweit mit Mustergärten und Beratungsangeboten für mehr biologische Vielfalt im Garten. Mit Unterstützung von IKEA wurden 32 NABU-Themengärten und Bildungsaktivitäten unterstützt. Dazu zählen Natur- und Schaugärten, die angelegt oder ökologisch aufgewertet werden, Gärten an Schulen oder Kindertagesstätten sowie Aktionstage, Vorträge oder Workshops. Die Gärten und Projekte vermitteln, wie jeder durch naturnahes Gärtnern dazu beitragen kann, die Artenvielfalt vor der eigenen Haustür zu fördern und zu erhalten. Dazu tragen neben einer vielfältigen Gestaltung auch eine naturgemäße Pflege und der Verzicht auf torfhaltige Erde und Gift wesentlich bei.

Zu den Gartenprojekten des NABU-IKEa-GartenWettbewerbs

Naturnaher NABU-Garten auf der BUGA 2015 - Foto: Sebastian Hennigs

Naturgärten zum Schauen und Lernen

IKEA Deutschland unterstützt mehr als 30 Gartenprojekte

Naturnahe Gärten mit Insektennisthilfen, Blühwiesen, einem Teich oder heimischen Pflanzen, Gartenberatungen und Workshops: Deutschlandweit wurden im Rahmen eines Wettbewerbs 32 Modellgärten und Gartenprojekte von NABU-Gruppen von IKEA gefördert. Mehr →

Zum Unternehmen
IKEA Deutschland GmbH & Co. KG ist der führende Möbel-Einzelhändler in Deutschland und steht in Deutschland auf Rangliste 12 der größten Systemgastronomen. Das Unternehmen betreibt mehr als 60 Einrichtungshäuser und Planungsstudios in Deutschland und ist Teil der internationalen Ingka Group. In Deutschland sind ca. 20.000 Mitarbeitende beschäftigt. Das Unternehmen IKEA wurde 1943 in Schweden gegründet und ist seit 1974 in Deutschland vertreten.

  • Zur IKEA-Website


NABU-Tipps

Balkonbepflanzung - Foto: Marc Scharping
Naturoase in der Stadt

Nicht jeder hat einen Garten oder eine große Dachterrasse. Wir zeigen, wie man auch kleine Räume in grüne Ruheoase umwandeln kann – und gleichzeitig Vögeln und Insekten ein Zuhause bietet. Mit unserem Kooperationspartner IKEA haben wir losgelegt – und einen Balkon von drei Quadratmetern möbliert und bepflanzt. Mehr →

Reparieren schützt das Klima. – Foto: NABU / Ju-lia Bischoff
Geht Konsum auch ohne Müll?

Die Welt des Konsums ist auch eine Welt der Müllproduktion. Reparieren lohnt sich finanziell immer weniger, Technologie- und Modetrends wechseln immer schneller. Dagegen hilft: Teilen, Tauschen, Reparieren - und wenn es gar nicht mehr geht: richtig trennen fürs Recycling! Mehr →

Teilen, Tauschen & Leihen - Foto: NABU/S. Kühnapfel
Tauschen, teilen und leihen

Ob Elektrogeräte, Kleidung oder Bücher: Fast alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs können in Verschenkbörsen abgegeben oder verkauft oder in Tauschbörsen durch andere nützliche Dinge eingetauscht werden. Das schützt die Umwelt und spart bares Geld! Mehr →

Ansprechpartnerin

Karin Flohr
Leiterin Unternehmenskooperationen Karin.Flohr@NABU.de

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Pflanzen einer Staude - Foto: NABU/Sebastian Hennigs

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Gartenarbeit mit Händen - Foto: Jutta Rotter / Pixelio.de

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