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Hochstamm-Obstbäume kaufen: Unsere Baumschulliste
Empfohlene Obstbaumschulen nach Bundesländern
Wer einen gesunden, langlebigen Obstbaum für die Wiese, die Straße oder den Hausgarten sucht, benötigt dafür passendes Pflanzgut. Es landen immer wieder zwergwüchsige, anfällige und nicht standfeste Bäume versehentlich im Einkaufswagen, weil es den Einkaufenden an Informationen über die Bäume in der Baumschule fehlt. Zusätzlich kommt es vor, dass in Baumschulen oder in der Lieferkette Sorten durcheinandergebracht werden – erst im Garten offenbart sich dann nach langem Warten, dass gar nicht die Wunsch-Sorte, sondern etwas ganz anderes da am Baum hängt. „Golden Delicious“ statt „Schafsnase“ zum Beispiel, manchmal auch eine Pflaume statt des gewünschten Apfels. Das ist ärgerlich. Daher sollte möglichst in der Produktionsbaumschule selbst oder in einer Gartenbaumschule gekauft werden.
Der NABU-Bundesfachausschuss Streuobst stellt im Folgenden Baumschulen vor, die in ihrem Sortiment Hochstamm-Obstbäume sowie verschiedene für Hochstämme geeignete Obstsorten anbieten. Die Angaben stammen allerdings von den Baumschulen selbst. Der NABU geht davon aus, dass die Kriterien für Hochstämme (also beispielsweise mindestens 180 bis 200 Zentimeter Stammhöhe) eingehalten werden.
Wir empfehlen allen Interessierten, vor dem Kauf von Hochstamm-Obstbäumen noch in der Baumschule nachzufragen beziehungsweise beim Kauf oder der Lieferung zu prüfen:
- Hat der Baum eine Sämlingsunterlage und damit eine stark wachsende Unterlage? Im Grundsatz sind nur Sämlingsunterlagen für Hochstämme geeignet.
- Liegt die Stammhöhe bis zum untersten Ast bei mindestens 180 Zentimetern (nach der Pflanzung vom Boden aus)? Das ist wichtig für die spätere Pflege der Wiese.
- Hat der Baum einen durchgängigen Mitteltrieb bis zur Spitze, sowie drei oder vier Leitäste die in verschiedene Richtungen zeigen? (4-5 Leitäste sind in einer finalen Krone erforderlich, der dritte bis fünfte Leitast entsteht aber meist erst nach 2 bis 3 Jahren vor Ort, selten sind sie in der Baumschule bereits zufriedenstellend vorhanden, weil sie bei Hochstämmen „verteilt“ (im Abstand von mindestens 20 cm zueinander) vom Stamm abgehen sollen.)
- Sieht der Baum gesund aus, hat er vielleicht sogar ein Zertifikat über die Virusfreiheit?
- Hat die Baumschule den Baum selbst gezogen oder hat sie ihn gekauft und wenn ja, woher genau (möglichst andere regionale Baumschule)?
- Hat die Baumschule den Baum selbst veredelt und woher stammen die Edelreiser für die Obstsorte? Dies ist besonders wichtig, weil es die Wahrscheinlichkeit erhöht, sortenechte Bäume zu erhalten!
Der NABU, die Baumschulen und die Baumland-Kampagne bemühen sich, diese Liste möglichst richtig und aktuell zu halten. Sie kennen noch andere Baumschulen, die selbst Obstbäume veredeln und nicht auf dieser Liste stehen? Wir bitten um Meldung an: D.Duske@NABU-Nienburg.de
Baumschulenlisten nach Bundesländern
Stand: Juli 2026
Die Länderkoordinatoren sind gerne bereit, auf allgemeine Anfragen zum Thema Streuobst oder auf spezielle Themenschwerpunkte Auskunft zu geben. Weiterhin stehen die Länderkoordinatoren nach individueller Vereinbarung für Referate zur Verfügung. Mehr →
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