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  • Hutan Harapan
  • Trotz Klimakrise: Teil von indonesischem Regenwald muss Kohlestraße weichen
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Hutan Harapan

Regenwald und Lebensgrundlagen bewahren

Ein Sumatra-Tiger im Regenwald von Hutan Harapan. Aufgenommen mit einer Kamerafalle - Foto: Hutan Harapan

Ein Sumatra-Tiger im Regenwald von Hutan Harapan. Aufgenommen mit einer Kamerafalle - Foto: Hutan Harapan

Mit einer Fläche von etwa 100.000 Hektar umfasst Hutan Harapan – indonesisch für „Wald der Hoffnung“ – den letzten großen Tieflandregenwald Sumatras auf Mineralboden. Er ist eines der letzten Refugien für zahlreiche gefährdete Arten, wie Sumatra-Tiger, Sumatra-Elefanten und Rhinozerosvögel. Darüber hinaus sichert der Wald mit seinen Ökosystemfunktionen die Lebensgrundlage der indigenen Batin Sembilan und anderer lokaler Bevölkerungsgruppen.

Doch Hutan Harapan ist einem enormen Nutzungsdruck ausgesetzt und eine der letzten grünen Rettungsinseln auf Sumatra. Abholzung für Infrastrukturprojekte und die Umwandlung von Wald in Plantagen und Ackerflächen gefährden das Waldgebiet. Hinzu kommen durch die Klimakrise verlängerte Trockenzeiten und illegal gelegte Waldbrände, die in zuvor degradierten Bereichen Schäden anrichten können. Umso wichtiger ist es, den Erhalt des Waldes langfristig zu sichern.


Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und seinen Partnern Burung Indonesia, Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), BirdLife International und der KfW Entwicklungsbank setzt sich der NABU seit 2007 für den Schutz und die Restauration des wertvollen Tieflandregenwalds ein. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag für die derzeit ausgerufene UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021-2030. Das Projekt wird gefördert durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).



Die Schwerpunkte unserer Arbeit

Biodiversität schützen

Hutan Harapan liegt im globalen Biodiversitäts-Hotspot Sundaland, der sich durch eine besonders hohe, aber leider auch stark bedrohte Biodiversität auszeichnet. Mehr als 1100 Tier- und Pflanzenarten wurden hier bereits systematisch erfasst, darunter über 300 Vogelarten und mehr als 60 Säugetier-, 70 Reptilien- und 50 Amphibienarten. Ein Monitoring der Flora und Fauna zielt darauf ab, die Biodiversität der Region weiter zu erforschen und ausgewählte Arten systematisch zu überwachen, um die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen zu messen und zu verbessern.

Kooperation mit der lokalen Bevölkerung

Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Bevölkerungsgruppen, wie den indigenen Batin Sembilan, ist für den nachhaltigen Schutz des Regenwalds unabdingbar und zielt unter anderem auf die Gemeindeentwicklung und die Erschließung nachhaltiger Einkommensquellen ab. Darüber hinaus spielt auch der Zugang zu Bildung und Gesundheitseinrichtungen eine wichtige Rolle, der durch das Projekt finanziert wird.

Wichtige Kohlenstoffsenke bewahren

Im Kampf gegen die Klimakrise ist der Schutz intakter Regenwälder wie Hutan Harapan ein unerlässlicher Baustein. Regelmäßige Patrouillen, die stets in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden stattfinden, wirken illegaler Holzentnahme und Landnahme entgegen. Darüber hinaus werden degradierte Flächen geschützt, um eine natürliche Regeneration zu ermöglichen. Wenn nötig, wird dieser Prozess durch gezielte Pflanzung von einheimischen Setzlingen unterstützt.


Die Projektkomponenten im Detail


Waldschutz

Um den Tieflandregenwald zu schützen, patrouillieren Ranger regelmäßig im Projektgebiet, mit besonderem Fokus auf bekannte Hotspots für illegale Aktivitäten. Die Maßnahmen umfassen sowohl klassische Patrouillen zu Fuß oder mit Motorrädern als auch den Einsatz moderner Technologien wie Drohnen und Überwachungskameras.

Von erhöhten Beobachtungspunkten, etwa Feuertürmen, sowie durch die Auswertung von Bildmaterial aus hoch angebrachten Kameras können potenzielle Waldbrände frühzeitig erkannt und gezielt verhindert werden. Werden illegale Aktivitäten wie Wilderei festgestellt, informieren die Ranger umgehend die zuständigen staatlichen Behörden.

Wiederherstellung

Um degradierte Waldflächen wiederherzustellen, setzt das Projekt sowohl auf die natürliche Regeneration des Waldökosystems als auch auf das gezielte Pflanzen von Setzlingen in ausgewählten Bereichen. Dafür werden Mutterbäume der Familie Dipterocarpaceae (Flügelfruchtgewächse) systematisch kartiert, gezielt geschützt und Setzlinge für die Wiederaufforstung gesammelt.

Ein Teil dieser Setzlinge wird zunächst in Gewächshäusern unter geschützten Bedingungen herangezogen, bis sie eine ausreichende Größe erreicht haben, um in degradierten Flächen ausgepflanzt zu werden. Gleichzeitig achtet das Team darauf, genügend Setzlinge im Wald zu belassen, um die natürliche Regeneration der Arten zu sichern.

Auf diese Weise wurden zwei jeweils 30 Hektar große Flächen renaturiert – eine ehemalige Akazienplantage sowie ein Gebiet, das durch einen schweren Waldbrand stark geschädigt worden war. Ergänzend zur praktischen Umsetzung entwickelt das Projekt gemeinsam mit dem Forstministerium neue Methoden zur Wiederaufforstung.

Umweltbildung und Kommunikation

Das Projekt stärkt durch gezielte Umweltbildungsmaßnahmen das Bewusstsein für die Bedeutung des Ökosystems bei der lokalen Bevölkerung und trägt so dazu bei, illegale Aktivitäten wie Wilderei oder illegales Abholzen zu reduzieren. Ein weiteres zentrales Ziel der Umweltbildung und Kommunikation ist der Schutz der Menschen vor Ort.

Insbesondere in Siedlungsgebieten, die sich mit dem Lebensraum des Sumatra-Elefanten überschneiden, sind Schulungen notwendig, um Mensch-Wildtier-Konflikte zu vermeiden. Dazu besucht das Projektteam regelmäßig lokale Gemeinden und bietet Weiterbildungen an, die vermitteln, wie man sich bei der Begegnung mit Elefanten richtig verhält.

Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, die Bedeutung des Tieflandregenwaldes über die Grenzen Hutan Harapans hinaus sichtbar zu machen. Das Team nimmt dazu an regionalen und internationalen Fachveranstaltungen sowie an strategischen Workshops mit lokalen Regierungsstellen teil und verleiht dabei auch den Anliegen der indigenen Batin Sembilan Gehör.

Forschung

Wissenschaftliche Forschung liefert wichtige Erkenntnisse für Naturschutz, nachhaltige Entwicklung und das Projektmanagement vor Ort. Dazu gehören Untersuchungen zur Biodiversität, zu verschiedenen Aufforstungsmethoden sowie zum Anbau von Nutzpflanzen in Agroforstsystemen.

Im Rahmen des Biodiversitäts-Monitorings werden gezielt Populationen ausgewählter Schlüsselarten erfasst und untersucht. Dazu zählen der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae), der Sumatra-Elefant (Elephas maximus sumatranus), der Schildhornvogel (Rhinoplax vigil), der Runzelhornvogel (Rhabdotorrhinus corrugatus), der Rhinozerosvogel (Buceros rhinoceros), der Schwarzhandgibbon (Hylobates agilis) sowie sechs Baumarten der Familie der Flügelfruchtgewächse (Dipterocarpaceae): Hopea mengarawan, Hopea sangal, Dipterocarpus hasseltii, Shorea guiso, Shorea atrinervosa und Anisoptera costata.

Diese Arten spielen eine zentrale Rolle im komplexen Ökosystem des Tieflandregenwaldes. Ihre Präsenz gilt daher als wichtiger Indikator für den Zustand des Waldes.

Partnerschaften

Das Projekt wird in einem breiten Netzwerk von Partnerorganisationen umgesetzt. Burung Indonesia, BirdLife International, die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und der NABU tragen gemeinsam die Projektverantwortung und werden dabei finanziell durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) der Bundesregierung unterstützt.

Vor Ort übernimmt der implementierende Partner PT REKI (PT Restorasi Ekosistem) das Management des Konzessionsgebiets von Hutan Harapan. Für den Schutz des Waldes wurden zudem Memoranda of Understanding (MoU) und Village Resource Management Agreements (VRMA) mit den indigenen Gruppen der Batin Sembilan geschlossen. Dabei spielt das indigene Wissen über den Wald eine zentrale Rolle.

Ergänzend arbeitet das Projekt mit regionalen und internationalen Universitäten zusammen, um Feldforschung zu unterstützen. Die enge Kooperation zwischen Projektpartnern, lokalen Gemeinden, Forschungseinrichtungen und angrenzenden Konzessionsinhabern stärkt den Schutz des Waldes innerhalb und außerhalb der Projektgrenzen.

Förderung und nachhaltige Finanzierung

Seit Ausweisung des Konzessionsgebiets Hutan Harapan werden Maßnahmen zum Waldschutz, zum Biodiversitätsmonitoring und zur Umweltbildung von den Projektpartnern finanziert und durch verschiedene private sowie öffentliche Förderinstitutionen unterstützt – aktuell auch durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) der Bundesregierung.

Um eine langfristige und eigenständige Finanzierung des Projekts zu sichern, entwickelt und erprobt Hutan Harapan zusätzlich nachhaltige Einkommensquellen. Dazu zählen unter anderem der waldschonende Anbau von Nutzpflanzen in Agroforstsystemen sowie Geschäftsmodelle für sogenannte Non-Timber Forest Products (NTFP). Beispiele hierfür sind Honig, Bambus, Vanille, Kautschuk und Jernang – ein rotes Harz aus Rattanpflanzen der Gattung Daemonorops, auch als „Drachenblut“ bekannt.

Strukturentwicklung

Das Projekt trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen lokaler Gemeinden bei, insbesondere der indigenen Batin Sembilan. Durch Village Resource Management Agreements (VRMA) sowie durch das Sammeln und Verarbeiten von Non-Timber Forest Products (NTFP) werden Arbeitsplätze geschaffen und Einkommen gesichert.

Darüber hinaus wurden eine Grundschule und eine Klinik eingerichtet. Die Harapan-Schule (Sekolah Besamo) unterrichtet jährlich über 20 Schülerinnen und Schüler der Batin Sembilan und integriert auch Umweltbildungsangebote. Die Harapan-Klinik (Klinik Besamo) ist für viele Familien der nächstgelegene und oft einzige Anlaufpunkt bei medizinischen Notfällen und bietet kostenfreie medizinische Grundversorgung sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Die erste Projektphase und das bahnbrechende ERC-Lizenzmodell

Wie das NABU-Engagement in Hutan Harapan begann

Dorf in Harapan - Foto: Annika Natus

Dorf in Harapan - Foto: Annika Natus

In der ersten Projektphase (2009 bis 2014) wurden die strukturellen und organisatorischen Grundlagen geschaffen, die bis heute das Fundament des Hutan-Harapan-Projekts bilden. Dazu zählten der Aufbau verlässlicher Projektpartnerschaften (mehr dazu im Dropdown-Menü siehe oben) ebenso wie die Etablierung klarer Management- und Entscheidungsprozesse. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit mit der lokalen und insbesondere der indigenen Bevölkerung: Mit über 60 Prozent der Batin-Sembilan-Gemeinschaften wurden sogenannte Village Resource Management Agreements geschlossen. Diese Vereinbarungen regelten Mitwirkungsrechte, Ressourcennutzung und Schutzmaßnahmen verbindlich und stärkten die Rolle der lokalen Akteure im Projekt.

Die erste Projektphase legte damit nicht nur den institutionellen Rahmen für den Regenwaldschutz, sondern schuf auch die soziale Grundlage für ein langfristig angelegtes und breit akzeptiertes Schutzprojekt.


Warum die ERC-Lizenz international Maßstäbe setzte

Das Team von PT REKI bringt Wildtierkameras in Hutan Harapan an

Das Team von PT REKI bringt Wildtierkameras in Hutan Harapan an - Foto: NABU/PT REKI

Ein zentraler Meilenstein der ersten Projektphase war die Einführung der Ecosystem Restoration Concession (ERC) – eines damals neuartigen Lizenzmodells in Indonesien. Der Staat blieb dabei Eigentümer des Waldes. Er übertrug jedoch das Nutzungsrecht für mehrere Jahrzehnte an eine Organisation mit dem klaren Auftrag, den Wald zu schützen, zu restaurieren und nachhaltig zu bewirtschaften. Im Fall von Hutan Harapan übernahm PT REKI diese Aufgabe, unterstützt von Burung Indonesia, RSPB und BirdLife International.

Die Lizenz war an verbindliche Schutzauflagen geknüpft und schloss eine kommerzielle Holznutzung ausdrücklich aus. Stattdessen stand die Wiederherstellung degradierter Waldflächen im Mittelpunkt, ergänzt durch Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur langfristigen Absicherung des Projektgebiets. Begleitendes Monitoring, regelmäßige Berichte und staatliche Kontrolle sorgten dafür, dass diese Ziele eingehalten wurden. Auch wenn ERCs infolge gesetzlicher Reformen in Indonesien heute nicht mehr neu vergeben werden, bleibt ihr Modellcharakter bestehen: Hutan Harapan gilt weiterhin als Vorreiter dafür, wie Regenwaldschutz über lange Zeiträume rechtlich abgesichert und praktisch umgesetzt werden kann.


Ergebnisse und Wirkungen der ersten Projektphase

Schildschnabel (Rhinoplax vigil)

Hutan Harapan ist ein Hotspot der Biodiversität: hier im Bild der heimische Schildhornvogel (Rhinoplax vigil). Schon in der ersten Projektphase war der Erhalt der Artenvielfalt Motivation für alle Projektbeteiligten - Foto: Bjørn Olesen Wildlife Photography

Die erste Projektphase erzielte bereits messbare ökologische, soziale und institutionelle Erfolge. Zentrale Ursachen der Entwaldung – wie illegale Abholzung, Waldbrände und Land Grabbing –konnten gezielt eingedämmt werden. Zugleich wurden rund 3.076 Hektar Wald wieder aufgeforstet. Begleitende Monitoring-Programme dokumentierten eine hohe biologische Vielfalt mit etwa 1.200 erfassten Tier- und Pflanzenarten, darunter 26 stark bedrohte Arten. Zwischen 2009 und 2015 konnten zudem 29 Sumatra-Tiger im Projektgebiet nachgewiesen werden.

Auch für Klima und lokale Bevölkerung zeigte das Projekt Wirkung: Berechnungen weisen darauf hin, dass Hutan Harapan über mehrere Jahrzehnte erhebliche Mengen CO₂ speichern kann. Rund 50 Prozent der lokalen Bevölkerung, insbesondere Angehörige der indigenen Batin Sembilan, profitierte von verbesserten sozioökonomischen Perspektiven. Mit dem Aufbau eines Harapan-Trust-Funds wurde zudem ein wichtiger Schritt zur finanziellen Absicherung des Projekts erreicht. Die gewonnenen Erfahrungen flossen in nationale und internationale Strategien zur Waldwiederherstellung ein und machten Hutan Harapan zu einem anerkannten Referenzprojekt.



  • Viele seltene und gefährdete Arten leben in Hutan Harapan: So auch die schönen Rhinozerosvögel (Buceros rhinoceros) - Foto: feathercollector/ stock.adobe.com

  • Der Kapas Fluss in Hutan Harapan. - Foto: Saparudin

  • Feuerturm aus Metall mitten im Regenwald

    Um den Regenwald vor Feuern und illegaler Abholzung zu schützen, wird das Gebiet regelmäßig patrouilliert. - Foto: Ardi Wijaya

  • Ein Ranger in Hutan Harapan. - Foto: NABU/ Annika Natus

  • Die Wälder von Hutan Harapan sind Schätze der Artenvielfalt. - Foto: NABU/ Annika Natus

  • Seltener Schnappschuss: Eine stark gefährdeter Schabrackentapir lässt sich von einer unserer Kamerafallen in Hutan Harapan ablichten. - Foto: PT REKI

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Fakten zum Projekt

Projektname
„Hutan Harapan – Unterstützung für Indonesiens erste Ökosystem-Restaurations-Konzession“

Land/ Region
Indonesien, Sumatra, Povinzen Jambi und Süd-Sumatra

Laufzeit
Juni 2019 bis Juni 2026

Partnerorganisationen
KfW-Entwicklungsbank, Burung Indonesia, BirdLife International, RSPB

Gefördert/ unterstützt durch
Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Verbraucherschutz (BMUV);
NABU International Naturschutzstiftung

Vorgängerprojekt

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Kontakt

Stella von Sassen
Stella von Sassen
Projektleiterin Asien/ Osteuropa Stella.vonSassen@NABU.de
Hyeun-Ji Lee - Foto: Sevens+Maltry
Hyeun-Ji Lee
Projektreferentin Biodiversität Asien/ Osteuropa Hyeun.Lee@NABU.de

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Hutan Harapan.

zur Webseite

ProjektFaltblatt

Faltblatt Hutan Harapan PDF (2.3 MB)

ProjektLOGO

Logo Hutan Harapan

Projektpartner

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Förderung

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helfen

Regenwald - Foto: Adobe Stock /Oleg Breslavtsev

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