Stechmücke - Foto: Helge May
Achtung: Stechmücken im Anflug
Erst Regen, dann Wärme sind ideale Bedingungen für die Plagegeister
Nun beginnt es wieder: das Surren und Stechen. Grundsätzlich gilt: Sommerliche Wärme nach regenreichen Wochen bietet ideale Brutbedingungen für Mücken.
Auch in kleinsten Pfützen und Tümpeln legen sie dann ihre Eier ab, aus denen in kurzer Zeit die Larven schlüpfen. Kurze und vergleichsweise milde Winter kommen den Mücken ebenfalls entgegen.
Die ungeliebten Blutsauger, die dann Menschen und Tiere umkreisen, sind ausschließlich Mückenweibchen. Sie benötigen das Protein aus ihrer Blutmahlzeit, um nach der Befruchtung Eier zu bilden und abzulegen. Ohne Protein aus Blut können sich Mücken nicht fortpflanzen.
Elektrische Insektenfallen sind keine Lösung – so schützen wir uns richtig
Auch wenn diese oft nervenden Tierchen uns Menschen das Leben zu manch nächtlicher Stunde nicht leicht machen, spielt diese Insektengruppe für das Ökosystem eine sehr wichtige Rolle. Mücken und deren Larven sind wichtige Beute für andere Tiere, zum Beispiel für Spinnen, Fische, Amphibien, Libellen oder Vögel. Würden Mücken aus dem Ökosystem verschwinden, so hätte dies für eine Vielzahl von anderen Tieren gravierende Folgen.
Vor möglichen Stichattacken kann man sich schützen, indem man im Freien lange Kleidung trägt und zu Hause Fliegengitter an Fenstern anbringt. Auf jeden Fall sollten keine elektrischen Insektenfallen am Balkon oder an der Terrasse verwendet werden. Denn diese Fallen locken durch ihr UV-Licht auch eine Vielzahl von anderen Insektenarten an und töten diese durch das stromführende Drahtgeflecht der Lampen. Das betrifft sogar Arten, die bei uns auf der Roten Liste stehen.
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