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Verletzter Schneeleopard im Rehazentrum des NABU - Foto: Tolkunbek Asykulov
Update 30. September 2022 – Wir trauern um Zhaabars! Unser Schneeleopard Zhaabars ist im September leider verstorben. Als junger Schneeleopard wurde er Opfer eines Mensch-Wildtier-Konfliktes und mit einem Schrotgewehr angeschossen. Unsere Anti-Wilderei-Einheit Gruppa Bars hatte sich ihm gleich angenommen und ihn sofort in ärztliche Obhut übergeben. Die Röntgenaufnahmen stellten mehr als 70 Schrotkugeln in seinem Kopf fest. Seit dem Vorfall war er blind. Aufgrund seines schlechten Zustandes konnte er auch nach den Operationen nicht wieder in die freie Wildbahn entlassen werden und wurde stattdessen von Expert*innen bestmöglich versorgt. Trotz seiner schwierigen Lebensumstände hat Zhaabars noch zwei Jahre gelebt. Ruhe in Frieden, tapferer Zhaabars!
Update 13. Februar 2020 - Heute erreichen uns traurige Neuigkeiten von Schneeleopard Zhaabars! Nach der ersten Operation hat sich Zhaabars zwar gut erholt und sein Zustand stabilisiert. Eine Augenuntersuchung führender Fachärzt*innen vor Ort hat jetzt aber ergeben, dass Zhaabars für immer blind bleiben muss. Auch eine zweite Operation würde seinen Zustand nicht mehr verändern, so die Ärzte. Einen Lichtblick gibt es trotzdem: Die Staatliche Agentur für Umweltschutz und Forstwirtschaft der kirgisischen Regierung hat entschieden, dass Zhaabars ins NABU-Rehazentrum übergeben werden soll. Auch wenn Zhaabars wohl nie wieder in freier Wildbahn leben kann, ist eines sicher: Hier werden sich die Expert*innen fürsorglich und artgerecht um den schwer verletzten Schneeleoparden kümmern.
Schneeleopard Zhaabars - Foto: NABU/ Ivan Tymofeiev
Update 22. Januar 2020 - Der Zustand des Schneeleoparden mit Schussverletzungen verbessert sich weiterhin. Mittlerweile kann Zhaabars, so haben NABU-Mitarbeiter*innen das schwer verletzte Tier getauft, sogar wieder laufen, Rindfleisch fressen und weiche Knochen nagen. Derzeit bekommt der Schneeleopard unter anderem Augentropfen zur Verbesserung seines Sehvermögens und Antibiotika. Er steht unter ständiger Beobachtung von Tierärzten, deren Prognose für Zhaabars ist positiv. Unser Ziel ist es, den Schneeleoparden in das Rehazentrum nach Ananjewo zu bringen, wo sich derzeit auch der zweite aufgegriffene Schneeleopard, Ak Moor, befindet. Während sich der Schneeleopard weiter von seinen schweren Verletzungen erholt, geht die Suche nach möglichen Täter*innen weiter, von denen weiterhin jede Spur fehlt.
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13. Januar 2020 - Die Anti-Wilderei-Einheit des NABU in Kirgisistan, die „Gruppa Bars“ (deutsch: „Gruppe Schneeleopard“), hat in der Talas-Region im Nordwesten Kirgisistans einen schwer verletzten Schneeleoparden aufgegriffen. Das etwa ein Jahr alte Tier irrte orientierungslos durch die Ortschaft Kok-Kashat. Anwohner*innen gelang es, den jungen Schneeleoparden zu fangen und in die Obhut des NABU zu übergeben.
„Der Zustand des Schneeleoparden ist kritisch“, sagt Tolkunbek Asykulov, Leiter der NABU-Filiale in Bischkek, nachdem das Tier in der Staatlichen Agraruniversität untersucht und operiert worden war. Das rechte Auge des Schneeleoparden sei komplett zerstört, die Sehkraft des linken Auges betrüge nur noch 40 Prozent. Grund dafür seien mehr als 70 Schrotkugeln im Kopf des Tieres, wie Röntgenaufnahmen ergaben.
„18 der Kugeln konnten mittlerweile entfernt werden, alle weiteren verbleiben zunächst im Körper, da die Gefahr für das Überleben des Schneeleoparden bei weiterer Entnahme als zu groß eingeschätzt wurde. Erste Meldungen nach dem mehrstündigen Eingriff sprechen von einer gewissen Verbesserung des Zustandes des Tieres. Es versucht zu gehen und nimmt Nahrung und Flüssigkeit zu sich“, erklärt Asykulov.
NABU-Mitarbeiter verschaffen sich ein Bild von der Lage - Foto: NABU
Der junge Schneeleopard ist Opfer eines Mensch-Tier-Konfliktes und wurde mit einem Schrotgewehr angeschossen. Die menschliche Bevölkerung mit ihren Viehherden breitet sich immer weiter aus. Gleichzeitig schrumpfen durch den Klimawandel der Lebensraum des Schneeleoparden und die Anzahl seiner Beutetiere. So kommt es immer häufiger zu Konflikten, denn durch Angriffe von Schneeleoparden auf ihre Viehherden erleiden lokale Hirten teilweise immense Verluste. Die Polizeibehörde in Talas hat offizielle Untersuchungen eingeleitet.
Nur einen Tag später griff die Anti-Wilderei-Einheit in der Gemeinde Jumgal der Region Naryn einen weiteren Schneeleoparden in einer Ortschaft auf. Die etwa elf Jahre alte weibliche Großkatze versuchte in einen Stall mit Haustieren einzudringen, wurde allerdings von einem Hofhund erschreckt und in einen Schuppen getrieben. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde das stark geschwächte Tier, das den Namen Ak Moor erhielt, nach Bischkek transportiert und durch Veterinärmediziner untersucht. Mittlerweile befindet sich die Schneeleopardin im NABU-Rehabilitationszentrum in Ananjewo. Aufgrund ihres hohen Alters sowie drei fehlender Eckzähne ist es unwahrscheinlich, dass sie in freier Wildbahn überleben kann.
Röntgenbild: 70 Schrotkugeln im Kopf des Tieres - Foto: NABU
In Kirgisistan leben nur noch etwa 300 der vom Aussterben bedrohten Großkatzen. Der NABU engagiert sich seit Anfang der 90er Jahre für den Schutz von Schneeleoparden und konnte durch die Präsenz und Aufklärungsarbeit der „Gruppa Bars“ einen spürbaren Rückgang der Wilderei in Kirgisistan bewirken. In Pakistan fördert der NABU das ausgezeichnete Projekt der pakistanischen NGO „Baltistan Wildlife Conservation and Development Organization“ (BWCDO) zur Verminderung von Mensch-Wildtier-Konflikten, um die dort lebenden Schneeleoparden zu schützen. In Tadschikistan unterstützt der NABU engagierte Naturschützer*innen beim Aufbau gemeindebasierter Wildschutzvereine.
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Der Wildschutzverein Burgut erhält den NABU-Schneeleopardenpreis 2019. Zum „Internationalen Tag des Schneeleoparden“ vergibt der NABU zum zweiten Mal den Preis für besondere Verdienste, um den Schutz von Schneeleoparden und ihren Beutetieren in Zentralasien. Mehr →
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