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Jetzt NABU-Mitglied werden!Umweltverbände fordern Stopp von LNG-Anlagen vor Rügen und Lubmin
Gemeinsames Vorgehen gegen geplante Terminals
Unweit von der Seebrücke Sellin (Rügen) soll ein riesiges LNG-Terminal entstehen. - Foto: NABU/Volker Gehrmann
28. Februar 2023 – Vor Rügen soll das größte Terminal für Flüssiggas (LNG) in Europa entstehen, doch dagegen regt sich Widerstand: Der NABU hat mit den Umweltverbänden BUND Mecklenburg-Vorpommern, WWF und Deutsche Umwelthilfe (DUH) eine enge Zusammenarbeit gegen die geplanten LNG-Anlagen vor Lubmin und Rügen vereinbart.
Gemeinsam fordert das Bündnis, dass alle Planungen für das neue Giga-Terminal vor der Küste Rügens gestoppt werden. Außerdem stehen die Umweltverbände geschlossen gegen den Betrieb des LNG-Terminalschiffs im Hafen von Lubmin. „Hier werden Anlagen geplant, die massive Überkapazitäten für den Import von fossilen Energieträgern schaffen und dabei massiv sensible Ökosysteme schädigen“, kritisiert Daniel Rieger, Fachbereichsleiter Klima- und Umweltpolitik beim NABU-Bundesverband, und fordert: „Wir müssen diesen klimapolitischen Irrweg stoppen!“
Das LNG-Terminalschiff Neptune hat bereits Ende Dezember 2022 im Hafen von Lubmin den Betrieb aufgenommen. - Foto: NABU/Volker Gehrmann
Bereits Ende Dezember 2022 nahm das LNG-Terminalschiff Neptune dort den Betrieb auf. Doch erst Mitte Januar erteilte das zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern die Genehmigung dafür. Die Deutsche Umwelthilfe hatte deswegen im Februar Widerspruch beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern eingereicht. NABU, BUND und WWF unterstützen diesen.
Vor zwei Wochen erklärte das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern außerdem, dass bereits im Herbst 2023 ein weiteres, festes LNG-Terminal nur wenige Kilometer vor Rügen den Betrieb aufnehmen soll. Dazu soll eine Offshore-Pipeline durch den Greifswalder Bodden gebaut werden, um das Gas in das Fernleitungsnetz einspeisen zu können. Das Terminal selbst soll wenige Kilometer vor dem Seebad Sellin errichtet werden und schlussendlich eine jährliche Kapazität von 38 Milliarden Kubikmeter besitzen. Es wäre damit das größte Flüssiggas-Terminal in Europa. Hinzu käme der massive zusätzliche Schiffsverkehr – mitten durchs Meeresschutzgebiet. Gegenwärtig läuft das Genehmigungsverfahren für die Offshore-Pipeline. Umweltverbände können bis zum 16. März Einwendungen einreichen.
In dieser Woche hat der NABU zudem einen Eil-Appell mit dem Motto „Kein Klimakiller-Terminal vor Rügen!“ ins Leben gerufen. Fordern Sie noch heute Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf, die Pläne zu stoppen!
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„Der Bau der LNG-Terminals in der Ostsee zementiert die Nutzung fossiler Energieträger. Deutschland begibt sich damit in neue, langjährige Abhängigkeiten, wodurch die notwendige Energiewende blockiert wird“, betont Dr. Rica Münchberger, Geschäftsführerin des NABU Mecklenburg-Vorpommern. „Die Wahl des Standortes vor Rügen innerhalb sensibler Schutzgebiete offenbart wieder einmal die Ignoranz der Politik gegenüber der ökologischen Belastungsgrenze der Ostsee“.
Demo gegen das geplante LNG-Terminal in Baabe auf Rügen (Februar 2023) - Foto: NABU/Marlies Preller
Bereits am vergangenen Sonntag demonstrierten etwa 2.500 Menschen gegen die Pläne der Bundesregierung, berichtete der NDR. Auch der NABU war vor Ort.
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