Birkhuhn auf einer Wiese.
Vogel des Jahres 1980
Birkhuhn© Foto: Christoph Moning

Lyrurus tetrix

Birkhuhn

Das Birkhuhn war einst ein weit verbreiteter Brutvogel auf Höhen zwischen circa 1500 und 2200 Metern. Heute sind die Populationen in weiten Teilen des Landes aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel dem Tourismus stark bedroht oder ausgestorben. Das sehr markante Erscheinungsbild des Männchens macht es fast unverwechselbar. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Auerhahn, der aber größer ist. Die balzenden Hähne kann man oft schon aus einiger Entfernung hören.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

1.200 – 1.500 Reviere

Bestands­trend

- 6 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

40-55 cm groß

Besonderheit

frühmorgendliche Versammlungen in Balzarena

Funfact

Während der Balzzeit veranstalten die Männchen ein stundenlanges Schauspiel, um ihr Territorium in der Arena zu verteidigen.

Birkhuhn© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Das Männchen ist deutlich auffälliger als das Weibchen. Das Körpergefieder des Männchens ist überwiegend schwarzbraun mit einem teilweise metallblauen Schimmer. Am Flügel ist ein weißer Streifen. Die Unterschwanzdecke ist weiß, und über den Augen befinden sich leuchtend rote Hautteile. Das Weibchen hingegen ist etwas kleiner und braun mit einer kräftigen schwarzbraunen Bänderung. Am Flügel hat es ebenfalls einen weißen Streifen.

Verhalten

Die Männchen finden sich in der Brutzeit schon in den frühen Morgenstunden in Balzarenen zusammen und verteidigen dort ihre Territorien mit imposanten Drohhaltungen und kullernden und zischenden Rufen. Die Weibchen entscheiden sich dann für die Männchen, welche die imposanteste Show aufgeführt haben. Die Hennen ziehen die Jungen alleine groß.

Lebensraum

Das Birkhuhn lebt in halboffenen, strukturreichen Landschaften der subalpinen und alpinen Stufe oder in Moorlandschaften in niedrigeren Höhenstufen, wo es aber oft fast ausgestorben ist. Strukturierte Flächen mit Sträuchern, Nadel- und Laubbäumen sind bevorzugte Habitate des Birkhuhns.

Gefährdung

Das Birkhuhn gilt in Deutschland als stark gefährdet, zum Beispiel durch Zerstörung der Hoch- und Niedermoore durch Abtorfung und Entwässerung. Es findet eine Hybridisierung mit Auerhuhn und Fasanenweibchen statt.

Nahrung

Es ernährt sich hauptsächlich von Knospen, Beeren, Wurzeln, Blättern und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Wenn diese knapp werden, werden Larven und Insekten verspeist, die auch bei der Jungenaufzucht eine wichtige Rolle spielen.

Stimme/Laute

Beim Balzen lassen sich Kullern und Zischen vom Männchen vernehmen.

Zugverhalten

Das Birkhuhn bleibt das ganze Jahr über in seinem Habitat.

Beobachtungstipps

Oft kann man sie nicht sehen, aber dafür noch weit entfernt hören, wenn die Hähne schon in den frühen Morgenstunden ihre Balzrufe verlauten lassen.

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