
Lyrurus tetrix
Birkhuhn
Das Birkhuhn war einst ein weit verbreiteter Brutvogel auf Höhen zwischen circa 1500 und 2200 Metern. Heute sind die Populationen in weiten Teilen des Landes aufgrund verschiedener Faktoren wie zum Beispiel dem Tourismus stark bedroht oder ausgestorben. Das sehr markante Erscheinungsbild des Männchens macht es fast unverwechselbar. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Auerhahn, der aber größer ist. Die balzenden Hähne kann man oft schon aus einiger Entfernung hören.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.200 – 1.500 Reviere
Bestandstrend
- 6 % (stabil)
Beschreibung
Aussehen
Das Männchen ist deutlich auffälliger als das Weibchen. Das Körpergefieder des Männchens ist überwiegend schwarzbraun mit einem teilweise metallblauen Schimmer. Am Flügel ist ein weißer Streifen. Die Unterschwanzdecke ist weiß, und über den Augen befinden sich leuchtend rote Hautteile. Das Weibchen hingegen ist etwas kleiner und braun mit einer kräftigen schwarzbraunen Bänderung. Am Flügel hat es ebenfalls einen weißen Streifen.
Verhalten
Die Männchen finden sich in der Brutzeit schon in den frühen Morgenstunden in Balzarenen zusammen und verteidigen dort ihre Territorien mit imposanten Drohhaltungen und kullernden und zischenden Rufen. Die Weibchen entscheiden sich dann für die Männchen, welche die imposanteste Show aufgeführt haben. Die Hennen ziehen die Jungen alleine groß.
Lebensraum
Das Birkhuhn lebt in halboffenen, strukturreichen Landschaften der subalpinen und alpinen Stufe oder in Moorlandschaften in niedrigeren Höhenstufen, wo es aber oft fast ausgestorben ist. Strukturierte Flächen mit Sträuchern, Nadel- und Laubbäumen sind bevorzugte Habitate des Birkhuhns.
Gefährdung
Das Birkhuhn gilt in Deutschland als stark gefährdet, zum Beispiel durch Zerstörung der Hoch- und Niedermoore durch Abtorfung und Entwässerung. Es findet eine Hybridisierung mit Auerhuhn und Fasanenweibchen statt.
Nahrung
Es ernährt sich hauptsächlich von Knospen, Beeren, Wurzeln, Blättern und anderen pflanzlichen Bestandteilen. Wenn diese knapp werden, werden Larven und Insekten verspeist, die auch bei der Jungenaufzucht eine wichtige Rolle spielen.
Stimme/Laute
Beim Balzen lassen sich Kullern und Zischen vom Männchen vernehmen.
Zugverhalten
Das Birkhuhn bleibt das ganze Jahr über in seinem Habitat.
Beobachtungstipps
Oft kann man sie nicht sehen, aber dafür noch weit entfernt hören, wenn die Hähne schon in den frühen Morgenstunden ihre Balzrufe verlauten lassen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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