NABU.de Themen Meeresschutz Fisch und Fischerei
Fisch und Fischerei
„Vom Raubbau zum Wiederaufbau“
Verbändeposition zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

Im Juli legte die Europäische Kommission ihren Entwurf für die zukünftige Gemeinsame Fischereipolitik vor. Doch trotz einer Reihe positiver Ansätze, greift der Textentwurf in vielen Punkten zu kurz. In einem gemeinsamen Positionspapier skizzieren der NABU und 14 weiteren Umwelt- und Entwicklungsorganisationen ihre Vorstellung einer reformierten Fischereipolitik und fordern konkrete Nachbesserungen.
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Vogeltod in Fischernetzen muss enden!
EU-Parlament muss sich für Schutz bedrohter Seevögel einsetzen

Mehr als 200.000 Seevögel sterben jährlich in Fischnetzen. Der NABU drängt bei einem Gespräch im EU-Parlament in Brüssel auf Maßnahmen gegen diesen ungewollten „Beifang“. Insbesondere in den Schutzgebieten sollen sich Politik und Fischerei mehr für den Schutz der Vögel einsetzen.
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Überfischung – Raubbau an den Meeren
Viele Fischbestände sind an ihren biologischen Grenzen

Immer größer ist unser Bedarf an Fisch geworden, und immer größere, industrielle Fangflotten durchpflügen die Meere auf der Suche nach neuen Fanggründen und noch mehr Ausbeute. Unser Appetit auf die Delikatessen der Meere hat dazu geführt, dass über 75 Prozent der weltweit kommerziell genutzten Fischbestände überfischt oder bis an ihre biologischen Grenzen befischt sind.
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Leergefischte Meere
Die wichtigsten Fehlentwicklungen sind:

Die gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der Europäischen Union hat es seit ihrer Einführung im Jahr 1983 nicht geschafft, die Fischerei zu regulieren. Die Europäische Kommission bemängelt zu hohe Fangquoten, zerstörerische Fischereipraktiken, Beifang, Kontrolldefizite und Fehlsubventionen. Gegen diese Fehlentwicklungen gibt es nun den Zusammenschluss „Ocean 2012“, dem auch der NABU angehört.
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Kommerz schlägt Artenschutz
Handelsstopp für den Blauflossen-Thunfisch gescheitert

Der Rote Thunfisch ist vom Aussterben bedroht, da die wissenschaftlich empfohlenen Fangmengen in der Vergangenheit nicht eingehalten wurden. Trotzdem ist weder die Fischerei noch der Handel mit dem Meeresräuber verboten. Auf der Artenschutzkonferenz (CITES) im März soll das Thema diskutiert werden. Ein Handelsverbot für den atlantischen Blauflossen-Thunfisch ist bereits gescheitert.
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Keinen Hai auf den Tisch
Die Hailife-Kampagne ist in Deutschland überaus erfolgreich

Haie gibt es seit 400 Millionen Jahren. Im vergangenen Jahrzehnt hat es der Mensch geschafft, durch Überfischung viele Hai-Arten an den Rand der Ausrottung zu drängen. Offizielle Zahlen künden von 100 Millionen getöteten Haien pro Jahr, die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen. Zu den Arten mit alarmierendem Rückgang zählen nicht nur der Weiße Hai, sondern auch Riesenhai, Heringshai, Dornhai oder der größte Fisch überhaupt, der Walhai.
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Ökologisch korrekte Fischstäbchen
Fischerei-Alternativen gegen die Ausbeutung der Natur

Früher galten Sushi und Garnelen als Edelspeise für dicke Brieftaschen. Doch das ist lange her. Heute verzehrt man Sushi im Stehen aus der Take-Away-Box und Garnelen gibt es zum Dauer-Tiefstpreis bei Aldi im Kühlregal. Die Demokratisierung einstiger Luxusgüter hat den Appetit auf Fisch und Meeresfrüchte derart angeheizt, dass ihn die Weltmeere allein nicht mehr stillen können.
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Sofortiger Schutz für Seevögel
Deutschland muss seiner Führungsrolle im Meeresschutz gerecht werden

Während in Brüssel die Fischereiminister tagen, sterben im Meer hunderttausende Seevögel als Beifang in den Netzen europäischer Fischer. Mit effektiven Rettungsmaßnahmen ist erst in zwei Jahren zu rechnen. Für gefährdete Vogelarten wie Sturmtaucher wäre dies zu spät. Die Uhr zum Stopp des Artensterbens tickt.
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Bedrohte Inseln
Über Miesmuschelbänke im Wattenmeer

Die bei Ebbe auftauchenden Wattflächen der Nordseeküste wirken oft karg und leblos, denn das meiste Leben spielt sich unterhalb der sandigen oder schlickigen Oberfläche ab. Als Pionier und einzigartig unter den heimischen Muschelarten wagt nur die Miesmuschel eine dauerhafte Ansiedlung auf der Wattoberfläche. Hier verspinnen sich Millionen einzelner Muscheln zu großen Teppichen, die dem Wattboden wie Inseln aufliegen.
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