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Allergie-Pflanze Ambrosie in Deutschland
Allergiekraut Ambrosie im Vormarsch
Weitere Ausbreitung muss vor Blütezeit und Samenbildung verhindert werden
Die Beifuß-Ambrosie wächst inzwischen bundesweit.
5. August 2008: Die von Allergikern gefürchtete Beifuß-Ambrosie hat sich in ganz Deutschland ausgebreitet. Lange Zeit sei das hochallergene Traubenkraut nur vereinzelt vorgekommen, berichtete das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn. Nachdem die Pflanze erst nur in klimatisch begünstigten Gebieten im Südwesten und Osten der Bundesrepublik vorkam, ist sie jetzt laut einer neuen Studie bundesweit in 267 Landkreisen gefunden worden.
Die Pollen der Pflanze können starke Allergien auslösen. Dadurch entstehen dem Gesundheitswesen jährliche Kosten von bis zu 47 Millionen Euro. Damit kann die beifußblättrige Ambrosie als teuerste Pflanze Deutschlands gelten. Auch für den Naturschutz kann die Ausbreitung problematisch werden. Dies gilt besonders für Vorkommen in Sandmagerrasen, wo sie andere wichtige Pflanzen verdrängt. Indirekt kann bedeutsame Vegetation Schaden erleiden, wenn die Ambrosie durch Gegenmaßnahmen wie Herbizideinsatz oder Mahd bekämpft wird.
Beim Ausrupfen blühender Pflanzen sollten Sie auch Ihre Haut schützen.
Jetzt im August steht die Blüte und Samenbildung bevor. Es ist wichtig, die Pflanze jetzt zu entfernen, damit eine weiter Ausbreitung verhindert wird. Jeder kann etwas tun! Oft wachsen kleine Bestände in Gärten, von wo aus sie verwildern und sich in die freie Landschaft ausbreiten können. Privatpersonen können ihren Garten regelmäßig auf Ambrosia-Pflanzen kontrollieren und sie mitsamt der Wurzel ausreißen und entsorgen. Hinweis: Beim Ausrupfen blühender Pflanzen empfiehlt sich Augen- und Atemschutz. Entsorgte Pflanzen kommen nicht in den Biomüll oder auf den Kompost, sondern in den Restmüll.
Vogelfreunde aufgepasst! Ambrosie lauert auch in Vogelfutter
Die Beifuß-Ambrosie in Deutschland
Allergie auslösender Neubürger aus den USA wächst auch bei uns
20. September 2006: Eines der botanischen Top-Themen in diesem Sommer ist die Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia), auch Aufrechtes Traubenkraut genannt, in Deutschland. Es handelt sich dabei um eine ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanzenart, die in weiten Teilen Europas eingeschleppt worden ist. Die Pollen der Ambrosie zählen zu den stärksten Allergie-Auslösern. Sie können zu schweren heuschnupfenartigen Symptomen oder gar zu Asthma führen und stellen nach Meinung der Biologischen Bundesanstalt eine große potenzielle Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung dar.
In Deutschland ist die Art schon seit 1863 aus dem Rhein-Main-Gebiet bekannt und hat sich seit Jahrzehnten in den klimatisch begünstigten Gebieten im Südwesten und Osten der Bundesrepublik an Straßenrändern und als Ackerwildkraut etabliert. In jüngster Zeit ist jedoch eine starke Ausbreitung der Ambrosie in den südlichen und östlichen Nachbarländern zu beobachten - vor allem in Ungarn, Nord-Italien, SO-Frankreich, Schweiz und Österreich. Auch in Deutschland gibt es Hinweise auf eine Ausbreitung, etwa entlang von Autobahnen, aber auch durch Vogelfutter.
Für den Naturschutz stellt die Ambrosie keine besondere Gefährdung dar. Die einjährige Art wächst vor allem auf Ackerflächen und offenen Böden entlang von Straßen und im Siedlungsbereich. Dennoch sollte wegen der möglichen Schadwirkung die ungehinderte Ausbreitung der Art nach Möglichkeit verhindert werden, zum Beispiel durch Ausreißen von Pflanzen oder durch verbesserte Saatgutreinigung.
In Deutschland ist bis jetzt noch keine allergologische Erkrankung beobachtet worden, die eindeutig auf die Ambrosie zurück zu führen ist. Dennoch sollte man beim direkten Kontakt mit Ambrosia-Pflanzen vorsichtshalber die gängigen Schutzmaßnahmen beachten, also Handschuhe und gegebenenfalls Mundschutz tragen und die Pflanzen verbrennen oder im Restmüll entsorgen. Auf keinen Fall gehören ausgerissene Pflanzen auf den Kompost oder in die Biotonne.
Ansprechpartner beim NABU-BFA Botanik: Dr. Thomas Hövelmann
Weitere Informationen unter www.ambrosiainfo.de
Beitrag erstellt am 20. September 2006.

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