So unterscheiden sich die Arten

Gartenvögel im Vergleich

Wer sich mit Vogelstimmen nicht gut auskennt, ist bei der „Stunde der Gartenvögel“ darauf angewiesen, dass sich die Piepmätze im dicht belaubten Garten ab und zu auch mal sehen lassen. Dabei kommt es zur Identifikation oft auf kleine Details an.
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Wir stellen häufige Verwechslungskandidaten vor, bei denen auch Laien mit etwas geschärftem Blick die Arten ohne weiteres auseinanderhalten können:

Drosseln

Tauben

Rabenvögel

Zilpzalp und Fitis

Rotschwänze

Haubenlerche oder Seidenschwanz

Erlenzeisig, Girlitz und Goldammer

Sperlinge und Heckenbraunelle

Weidenmeise oder Sumpfmeise

Schwalben

Meisen

Spechte

Stadttauben - Foto: Helge May

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Amsel oder Star?

Sie sehen sich auf den ersten Blick etwas ähnlich, lassen sich aber gut unterscheiden: Der Star beeindruckt durch sein seidig-metallisch glänzendes Gefieder, während das Amsel-Männchen im eleganten Voll-Schwarz daherkommt. Das Amsel-Weibchen wiederum ist eher dunkelbraun gefärbt und kein Verwechslungskandidat für den Star.

Artenporträts: Amsel | Star

Straßen-, Ringel- oder Türkentaube?

Voll integrierter Zuwanderer: Die Türkentaube ist eigentlich in Asien beheimatet, hat sich aber im letzten Jahrhundert in Mitteleuropa angesiedelt. Sie lässt sich gut von der Straßen- und Ringeltaube unterscheiden – ihr hellgraues elegantes Gefieder mit dem weißen Nackenring sind ihre typischen Charakteristika. Die Ringeltaube lässt sich morgens und abends in kleinen Gruppen gut beobachten – ihr grünlicher und großer weißer Fleck am Hals und die hellgelbe Iris sind typisch für sie. Die Straßentaube weist eine große Variation auf – ursprünglich stammt sie von der Felsentaube: der metallische Farbglanz am Hals und die rotbraunen Augen sind ihr eigen.

Artenporträts: Straßentaube | Ringeltaube | Türkentaube

Nebelkrähe oder Rabenkrähe? Rabe oder Krähe? Oder doch Dohle?

Alle vier Kandidaten gehören zur Familie der Rabenvögel. Die Nebelkrähe ist aschgrau. Kopf, Brust, Flügel und Schwanz sind schwarz gefärbt. Man trifft sie sehr häufig im Osten Deutschlands an. Bei der Rabenkrähe ist das komplette Gefieder schwarz, ebenso die Beine und der Schnabel. Die Verbreitung dieser Art beschränkt sich auf Deutschlands Westen und Süden. Der Kolkrabe ist auch komplett schwarz gefärbt. Sein Gefieder schimmert grün-blau-violett. Mit seinen Maßen hebt er sich deutlich von den Krähen ab: Er ist etwa 10 bis 15 Zentimeter größer. Die Dohle zählt auch zur Familie der Rabenvögel. Ihr Körper ist dunkelgrau-schwarz gefärbt, mit einem deutlich helleren grauen Nacken. Die Augen sind auffallend hellgrau. Der kurze Schnabel und der relativ kurze Hals verleihen ihr ein niedliches Aussehen.

Bei allen vier Arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen in Aussehen nicht und sie sind ganzjährig bei uns anzutreffen.

Artenporträts: Nebelkrähe | Rabenkrähe | Kolkrabe | Dohle

Zilpzalp oder Fitis?

Hier sind Profis und Kenner gefragt: Der Zilpzalp ist eher grünlich gefärbt und insgesamt dunkler als der Fitis, der vor allem durch seinen hellen Überaugenstreif und die hellen Beine zu unterscheiden ist. Er fällt auch mehr durch seine saubere weiße Brust auf als der Zilpzalp.

Artenporträts: Zilpzalp | Fitis

Hausrotschwanz oder Gartenrotschwanz?

Gartenliebhaber wissen Bescheid: Der Gartenrotschwanz brüstet sich mit seiner orangeroten Brust und fällt mit seiner weißen Stirn sofort auf, während der Hausrotschwanz sein Orangerot nur am Schwanz „versteckt“ – seine Kehle und Brust sind schwarz und grau gefärbt.

Artenporträts: Gartenrotschwanz | Hausrotschwanz

Haubenlerche oder Seidenschwanz?

Aus der Ferne sehen sich beide ähnlich: Doch die Unterschiede sind gut sichtbar. Charakteristisch sind für den grau bis braun gefärbten Seidenschwanz die gelbe Endbinde an den Schwanzfedern, die weiß-gelb-rote Zeichnung auf den schwarzen Flügeln und die schwarze Kehle. Die Augenmaske gibt ihm den etwas strengen Blick.

Die Haubenlerche ist ebenfalls am Rücken braun und gräulich gefärbt, nur der Bauch ist weiß. Oft ist auf der Brust eine Strichelung zu sehen. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die gut sichtbare lange, spitze Haube, die oft aufgestellt ist.

Artenporträts: Haubenlerche | Seidenschwanz

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Erlenzeisig, Girlitz oder Goldammer?

Gelb ja gelb sind alle meine Kleider: Das haben alle drei Vögel gemein, doch bei genauem Hinschauen lassen sich klare Unterschiede erkennen: Die Goldammer ist warm gelb gefärbt und weist für die Ammerart typische Streifen im Gesicht auf, während Erlenzeisig und Girlitz ein eher gelb-grünliches Gefieder tragen.

Artenporträts: Goldammer | Girlitz | Erlenzeisig

Weidenmeise oder Sumpfmeise?

Unsere wohl schwierigsten Verwechslungskandidaten, die sich schwer auseinanderhalten lassen.

Der seitliche Nacken ist bei der Weidenmeise rein weiß gefärbt, bei der Sumpfmeise ist er schmutzig weiß. Die Sumpfmeise ist in feuchten Laubwäldern beheimatet. In Mischwälder mit Weiden, Erlen und Pappeln lässt sich die Weidenmeise antreffen. An der Stimme lassen sich die Arten besser unterscheiden: „tjepp tjepp tjepp und „tjä tjä tjä“ singt die Sumpfmeise monoton. Die Weidenmeise tönt eher wehmütig „ziÜh, ziÜh, ziÜH“ oder ruft „zizidääh dääh“.

Artenporträts: Weidenmeise | Sumpfmeise

Haussperling, Feldsperling oder Heckenbraunelle?

Der beliebte Kulturfolger, der Spatz, ist der alljährliche Sieger bei der Stunde der Gartenvögel: Mit seinem schwarzem Kehllatz und der grauen Kappe ist er unverwechselbar. Der Feldsperling zieht mehr und mehr in die Städte ein: Seine schokoladenbraune Kappe ist einzigartig und mit seinem weißen Halsband und den weißen Wangen mit schwarzen Fleck hebt er sich vom Spatz klar ab. „Heckenspatz“ heißt die Braunelle im Niederländischen. Das weist darauf hin, wie leicht man Sperlinge und die zierliche Heckenbraunelle auf den ersten Blick verwechseln kann.

Artenporträts: Haussperling | Feldsperling | Heckenbraunelle

Mehlschwalbe, Rauchschwalbe oder Mauersegler?

Der Verlierer der Stunde der Gartenvögel bleiben Mehlschwalbe und Mauersegler. Weniger Brutmöglichkeiten und Fluginsekten erschweren ihnen den Fortbestand. Die Mehschwalbe fällt besonders durch ihren weißen Bauch und die weiße Kehle auf, im Flug ist ihr Schwanz nur leicht gegabelt – ganz anders als bei der Rauchschwalbe, die lange tief gegabelte Schwanzspieße hat. Im Flug lässt sich der graue Mauersegler gut an seinen ausgebreiteten, schmal sichelförmigen Flügeln erkennen.

Artenporträts: Mehlschwalbe | Rauchschwalbe | Mauersegler

Datei-Pfad aus Imperia:

Download-Beschreibung: Alle Grafiken der Verwechslungskandidaten zum Download
Download-Link: /imperia/md/nabu/images/projekte-aktionen/stunde-der-gartenvoegel/grafiken/verwechslungskandidaten_nabu.de.​pdf