Haubenlerche auf einem Stein.
Haubenlerche© Foto: Christoph Moning

Galerida cristata

Haubenlerche

Die Haubenlerche ist bei uns nur noch selten und lokal verbreitet. Ihre bevorzugten Lebensräume werden immer knapper. Sie mag es gerne ruhig, trocken und mit ausreichend Plätzen zum Sandbaden in der Sonne. Bei Erschließung neuer Baugebiete ist sie manchmal vorübergehend zu Gast, verschwindet aber mit Fortschreiten der Bauphase wieder. Dank ihrer Haube kann man sie gut von der Feldlerche unterscheiden. Die Haubenlerche ist sehr stimmfreudig.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

vom Aussterben bedroht

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

2.300 - 3.700 Brutpaare

Bestands­trend

- 79 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

17-19 cm groß

Besonderheit

stellt häufig die charakteristische Haube auf

Funfact

Haubenlerchen waren die „Trümmervögel“ Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie bewohnten die zerstörten Stadtteile bis zu deren Wiederaufbau.

Für ihren Lebensraum bevorzugen Haubenlerchen meist trockene Offenlandschaften.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Haubenlerche ist am Rücken braun und gräulich gezeichnet, der Bauch ist weiß. Oft ist auf der Brust eine Strichelung zu sehen. Die gut sichtbare lange, spitze Haube stellt sie oft auf. Die äußeren Steuerfedern am Schwanz sind gelbbraun. Im Flug kann man sie am kurzen Schwanz und den rostroten Unterflügeln gut erkennen.

Durch ihre Haube kann man die Haubenlerche gut von der Feldlerche unterscheiden© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Sie suchen ihr Futter überwiegend am Boden. Auch das Nest bauen sie in einer Bodenmulde. Haubenlerchen singen gerne, sowohl am Boden als auch fliegend. Die namensgebende Haube stellen sie sehr gerne auf.

Lebensraum

Haubenlerchen bewohnen gerne Felder, Industriegebiete und Hafengebiete. Sie bevorzugen Ödland und trockene Offenlandschaften.

Gefährdung

Aufgrund der Versiegelung von Böden in menschlichen Siedlungen, des Einsatzes von Pestiziden und des Insektenschwundes sind Haubenlerchen vom Aussterben bedroht.

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen Sämereien, Gräser und in geringerem Maße Insekten. Jungvögel füttern die Haubenlerchen hauptsächlich mit Insekten, Spinnen, Raupen und kleinen Schnecken.

Stimme/Laute

Der Gesang klingt ähnlich wie der der Feldlerche, hat aber einen etwas wehmütigeren Klang. Ihr „triliPÜÜ“ oder „diedidrie“ ist variabel. Im Flug ruft sie fröhlicher „dwuih“ oder „brschü“. Die Haubenlerche imitiert sehr gut und gerne andere Vögel.

Zugverhalten

Haubenlerchen bleiben im Winter hier und sind ganzjährig bei uns zu sehen.

Beobachtungstipps

Hier trifft man Haubenlerchen überwiegend in öden Graslandschaften, Industriegebieten und Häfen an. Vor allem im Osten Deutschlands und in Rheinland-Pfalz finden sie anscheinend gute Lebensbedingungen. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass Sie diesen kleinen Vogel vor die Linse bekommen.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Sie können bei der Erfassung der seltenen Haubenlerche helfen und Sichtungen zum Beispiel bei ornitho.de melden.