NABU.de Tiere & Pflanzen Vögel Vogelgrippe Die wichtigsten Tipps zur Vogelgrippe
Wie verhalte ich mich richtig?
Die wichtigsten Infos zur Vogelgrippe
Ein Kater erkrankte in Deutschland an dem Vogelgrippevirus. Trotzdem wird von Experten die Wahrscheinlichkeit, dass sich Katzen mit dem Virus infizieren als gering eingeschätzt.
Auch außerhalb der von Vogelgrippe betroffenen Regionen stellen sich viele Fragen zum Umgang mit möglicherweise infizierten Tieren. Der NABU hat für sie die wichtigsten Antworten zusammen getragen.
Ist der Vogelkot von infizierten Tieren gefährlich?
Im Kot erkrankter Tiere finden sich tatsächlich Vogelgrippe-Erreger. Allerdings in der Regel in geringer Menge. Außerdem überlebt das Grippevirus im Kot nicht allzu lange. Bei Sonnenschein stirbt es schon nach wenigen Stunden ab, bei bedecktem Himmel dauert es zumindest 24 Stunden.
Sollte man Vogelkot besser gar nicht mehr berühren?
Wer etwa sein Auto vom Vogelschiss befreien will, sollte rein vorsorglich Handschuhe tragen, viel Wasser benutzen und einen Lappen, den man anschließend wegwirft und nicht etwa in den Küchenschrank zurücklegt. Fasst man Vogelkot an, sollte man sich die Hände waschen, das genügt. Was eventuell unter den Schuhen kleben bleibt, ist auf Grund der geringen Menge ungefährlich.
Kann mein Hund sich mit dem Vogelgrippe-Virus anstecken?
Eine Gefahr für den Hund besteht theoretisch. Bis jetzt ist kein einziger Fall bekannt, bei der Erreger auf Hunde übergesprungen wäre.
Wie sieht das mit meiner Katze aus?
Eine Katze kann sich mit der Vogelgrippe infizieren, indem sie infizierten Kot oder einen erkrankten Vogel frisst. Ende Februar verstarb ein Kater an dem Virus. Trotzdem gehen Experten davon aus, dass solche Ansteckungen die Ausnahme sein werden.
Und was ist mit dem heimischen Wellensittich?
Ein Tier, das in der Wohnung ist, kann sich nicht anstecken. Aber auch, wenn es auf dem Balkon frei fliegen darf, ist es nicht gefährdet. Selbst wenn ein infizierter Schwan vorbeiflöge und just in dem Moment Vogeldreck aufs Balkongeländer fallen ließe, würde diese Menge für eine Ansteckung kaum ausreichen.
Was soll man tun, wenn man tote Vögel findet?
Grundsätzlich sollten tote Vögel nicht angefasst werden. In Zweifelsfällen sollte man die zuständigen Behörden vor Ort informieren. Die werden dann sagen, wie weiter verfahren wird und den Kadaver gegebenenfalls abholen und untersuchen.
Welche Gefahr besteht für den Menschen durch den Verzehr von Geflügelprodukten?
Hier gilt es, die gleiche Sorgfalt walten zu lassen wie immer beim Verzehr von Geflügel. Also Tiefkühlhähnchen oder Enten getrennt von anderen Lebensmitteln auftauen und das Auftauwasser wegkippen. Anschließend sollte das Geflügelfleisch vollständig durchgegart werden, also auch am Knochen nicht mehr rosa sein. Derzeit besteht ein Jagdverbot für Wildgeflügel, so dass von Tiefkühlfasanen oder -wildenten keine Gefahr ausgeht, denn sie sind lange vor der vogelgrippe geschossen worden. Wie zum Schutz vor Salmonellen sollten auch Eier, beispielsweise von Wachteln, nur durchgegart gegessen werden: Das heißt, Eiweiß und Eigelb müssen geronnen sein. Ist das der Fall, ist ein möglicher Erreger tot, und es besteht keinerlei Gefahr.
Darf ich noch Enten, Schwäne oder Gänse in Parks füttern?
In Anbetracht der unklaren Verbreitungswege des Vogelgrippevirus H5N1 ist es derzeit ratsam, ab sofort Wasservögel wie Enten und Schwäne in Parks und Grünanlagen nicht mehr zu füttern. Die Ansammlung von Vögeln an den Futterplätzen begünstig die Übertragung des Virus von Vogel zu Vogel.
Darf ich weiterhin im Garten ein Futterhäuschen aufstellen?
Singvögel dürfen weiterhin gefüttert werden, denn diese gelten nicht als gefährdet. Grundsätzlich sollten solche Futteranlagen benutzt werden, die die Vögel durch Kot nicht verunreinigen können. Auch ohne Vogelgrippe-Viren kann der Kot ansteckende Krankheiten verbreiten.
Zur Infoseite Vogelgrippe

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