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Was kann ich tun für mehr Artenvielfalt?

Tipp 1: Legen Sie Hecken an

Pflegeleichte Naturgärten mit heimischen Sträuchern fördern die Artenvielfalt

Blühende Hecke

Hecken aus heimischen Pflanzen sind ein attraktives "Wohngebiet" für viele Tierarten.

Hecken sind nicht nur eine ästhetische Bereicherung der Landschaft, sondern haben auch eine hohe Bedeutung im Haushalt der Natur: Im Schutz einer Hecke bildet sich im Garten ein günstiges Kleinklima, Hecken filtern Staub, Schmutz und schädliche Abgase, und wirken lärmdämpfend. So bieten sie in dicht besiedelten Gebieten einen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und gleichzeitig einen Lebensraum für zahlreiche Tiere.
mehr NABU-Ratgeber Hecken (PDF, 90 KkB)

Tipp 2: Kaufen Sie Bio-Fisch

Das ist nicht nur gut für Ihre Gesundheit sondern trägt zum Schutz der Meere bei

Heringe auf dem Fischmarkt

Das Siegel MSC zertifiziert umweltschonende, bestandserhaltende und beifangarme Fangmethoden.

Der Fischbestand der Meere schrumpft rapide, deshalb setzt die Industrie auf massenhafte Fischzucht. Jedoch rettet dies keineswegs die bedrohten Wildfischbestände: fast alle Zuchtfische werden mit Fischmehl gefüttert. Ein Kilo Lachs für den Verkauf verbraucht fünf Kilo Futterfisch. Die Ausnahme sind Farmen, die nach ökologischen Kriterien wirtschaften. Fisch aus Bio-Zucht hat mehr Platz, sich zu bewegen, bildet festeres Fleisch aus und ist nicht mit Antibiotika angereichert. mehr Infos zum Bio-Fisch

Tipp 3: Schutz für Hautflügler

Bauen Sie Nisthilfen für Bienen, Wespen und Hornissen

Honigbiene

Wer Platz hat, kann eine ganze Mauer mit verschiedenen Nistangeboten für mehrere Arten anlegen.

Wildbienen und Wespen bilden keine Staaten und benötigen Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern anzulegen. Wer den Insekten hilft, muss keine Stechattacken befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich. Im Gegenteil: In Ruhe kann man das Treiben beobachten, wenn Bienen Baumaterial und Nahrung zu ihrer Brutröhre eintragen. Reizvoll ist ein Beobachtungskasten, in dem man das Brutgeschäft der Insekten verfolgen kann.
mehr Nisthölzer selbst herstellen

Tipp 4: Pflücken verboten?

Tipps zum Umgang mit wild wachsenden Blumen, Pilzen und Beeren

Brombeeren

Beeren für den Eigenbedarf darf man pflücken, aber nicht in großem Stil gewerbsmäßig.

Im Prinzip ist das Pflücken von Wildblumen und die Entnahme von Zweigen, Beeren oder Pilzen erlaubt, aber nur in kleinen Mengen. Das gilt auch für Bärlauch, der in der Frühjahrsküche immer beliebter wird. Bei gefährdeten Arten heißt es jedoch generell: Finger weg! Sehr streng und damit einfacher ist es in Naturschutzgebieten und Nationalparks. Hier dürfen Flächen abseits der Wege ohnehin nicht betreten werden und es gilt überall ein generelles Pflückverbot.
mehr Ratgeber zum Pflücken

Tipp 5: Kaufen Sie ökologische Lebensmittel

Naturverträgliche Ackerbau fördert die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft

Ökologische Landwirtschaft

Ökologische Landwirtschaft und Naturschutz lassen sich gut miteinander vereinen.

Bioläden galten als Nische für Alternative und Konsumverweigerer. Heute ist eine neue Verbrauchergeneration herangewachsen: Gesundheit ist trendy und umweltbewusst leben auch. Mit dem Kauf von Bioprodukten betreiben Sie gleichzeitig Naturschutz. Auf Bioäckern wachsen viele Ackerwildkraut-Arten, die sich positiv auf zahlreiche Tierarten auswirken. Im Grünland fördert der geringere Düngereinsatz die Artenvielfalt.
mehr Broschüre zum Ökolandbau

Tipp 6: Werden Sie Ihre alten Handys los

Schonen Sie die Umwelt und schützen Sie Fischotter und Co. an der unteren Havel

Althandys

Vodafone spendet 3,50 Euro pro Gerät für die Renaturierung der Unteren Havel.

Schenken Sie dem Fischotter eine natürliche und lebensfreundliche Umgebung. Der NABU setzt sich für die Wiederherstellung des Wasserparadieses an der Unteren Havel ein. Durch den Anschluss von Altarmen und den Rückbau von Uferdeckwerk sollen nicht nur die Lebensgrundlagen für den Fischotter in der Region verbessert werden, sondern vor allem auch der Erhalt einer wunderbaren Naturlandschaft in der Unteren Havelniederung verwirklicht werden. mehr Mehr

Tipp 7: Werden Sie für die Natur aktiv!

Schützen Sie Laubfrosch, Wolf und Co., indem Sie sich selbst bei NABU-Aktionen beteiligen

Aktion Emsbefreiung

Mit dem NABU für die Natur aktiv werden, bringt nicht nur der Umwelt etwas, sondern macht auch riesengroßen Spaß.

Werden Sie mit dem NABU für die Artenvielfalt und die Natur aktiv! In der NABU-Termindatenbank können Sie nach verschiedenen Kriterien nach Terminen suchen. Zum einen gibt es eine Auswahl über die Art der Veranstaltung wie Vortrag, Exkursion, Fest, Pflegeeinsatz, Seminar, oder Sonstiges. Daneben gibt es auch eine Ortsübersicht. Natürlich können Sie ebenso thematisch nach Stichwörtern wie etwa "Libelle" suchen.
mehr NABU-Pflegeeinsätze nach Postleitzahlen

Tipp 8: Genießen Sie Saft von Streuobstwiesen

Der Streuobstbau ist bedeutend für Landschaftspflege und Naturschutz

Apfelsaftflaschen

Werden auch Sie zum Liebhaber von Streuobst-Säften.

Streuobstbau ist eine umweltverträgliche Form des Obstbaus. Die Bäume stehen häufig "verstreut" in der Landschaft. Heute stehen die besonders artenreichen Wiesen auf der roten Liste und gelten als "stark gefährdet". Vor allem mangelnde Pflege und Ausweitung der Siedlungen bedrohen sie. Unterstützen Sie NABU-Aktive, Landwirte und Keltereien, die sich für die Pflege einsetzen, indem Sie sich die Streuobst-Produkte schmecken lassen!
mehr Mehr zum Thema Streuobst

Tipp 9: Aufpassen beim Holz-Kauf!

FSC-Holz garantiert nachhaltige und naturnahe Waldnutzung

FSC-Gartenmöbel

Mit der richtigen Auswahl können Sie naturnahen Waldbau unterstützen und den Regenwald schonen.

Nach Schätzungen des WWF sind 60 bis 80 Prozent des weltweiten Holzeinschlags illegal. Es mangelt an Gesetzen und an deren Einhaltung. Wer hierzulande FSC-zertifiziertes Holz kauft, kann sicher sein: Die Gesetze des Herkunftslandes wurden eingehalten, das Holz stammt nicht aus Urwäldern und der zertifizierte Waldbetrieb verwirklicht die Weltstandards des FSC für eine naturnahe Waldwirtschaft.
mehr Mehr zum Thema FSC

Tipp 10: Gärtnern für Fledermäuse

Bieten Sie Fledermäusen mehr Nahrung im Garten und Platz zum Wohnen

Fledermauskasten mit Abendseglern

Fledermauskasten mit Abendseglern

Wer einen vielgestaltigen Garten hat, der hilft den kleinen Nachtschwärmern und wird viel Freude am abendlichen Beobachten haben. Das heißt: Artenreiche Wiese statt Einheitsrasen und heimische Sträucher statt Thujahecken. Optimal ist die Anlage eines Fledermausgartens oder eines Fledermausbeetes. Wer Wohnraum schaffen möchte, der kann mit Fledermausbrettern an Giebelwänden oder Fledermausnistkästen Gutes tun.
mehr Mehr zum Fledermausgarten
mehr Bauanleitung für Fledermausnisthilfen

Tipp 11: Sammeln Sie Korken

KORKampagne mit Erlös für den Kranichschutz

Dehesa Korkeichen

Kraniche überwintern auch in den Korkeichenwäldern Spaniens.

Sammeln Sie Korken und ermöglichen Sie mehr Recycling des wertvollen Rohstoffes! Aus den jährlich anfallenden Flschen-Korken könnten 32.000 Kubikmeter ökologisch wertvolles Dämmgranulat für den Hausbau werden. Bisher wird nur ein Zehntel des Flaschenkorks dem Stoffkreislauf zugeführt. Aus dem Erlös des Dämmgranulatverkaufs unterstützt der NABU Kranichschutzprojekte in Spanien, der Heimat der Korkeichen, und Deutschland.
mehr Informationen zur KORKampagne

Tipp 12: Unterstützen Sie den NABU

Als NABU-Mitglied oder Wolfspate fördern Sie aktiv den Artenschutz

Welpe

Der NABU setzt sich für den Erhalt ihrer Lebensräume ein und unterstützt den Aufbau eines ehrenamtlichen Netzwerkes von Wolfsbetreuern.

Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv. Als Mitglied fördern Sie direkt den Erhalt der Vielfalt unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Der NABU betreut und pflegt mehr als 5.000 Schutzgebiete in ganz Deutschland. Eines der Artenschutz-Projekte ist "Willkommen Wolf". Ziel ist es, ein Netzwerk von NABU-Wolfsbetreuern aufzubauen und geeignete Lebensräume zu erhalten.

mehr Mehr zur Wolfspatenschaft
mehr Ich möchte NABU-Mitglied werden!

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