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Schreiadler-Projekt
Broschüre „Der Schreiadler“
Schutz und Leben des Greifvogels
Der Schreiadler gilt als einer der geheimnisvollsten Vögel Deutschlands. Für die letzten etwa 110 Brutpaare in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt tragen wir eine besondere Verantwortung. Was genau zu tun ist, um den kleinsten unserer heimischen Adler auch in Zukunft noch geeignete Lebensräume zu erhalten, fasst die Broschüre "Der Schreiadler" des NABU in Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt Brandenburg erstmals aktuell zusammen. Die Broschüre können Sie direkt als PDF heruntergeladen.
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Schreiadler-Schutzgebiet erweitert
Großspenderin ermöglicht den Kauf neuer Flächen
Großspenderin besucht das Trebelmoor
Ein Erfolg für den Schreiadlerschutz: 4,2 zusätzliche Hektar Flusstalmoor erwarb die NABU-Projektgruppe im Trebelmoor bei Tangrim mit Hilfe einer Großspenderin. Von der ökologischen Vielfalt des Gebietes überzeugte sich die Förderin persönlich bei einem Besuch in Anwesenheit des NABU- Landesvorsitzenden Stefan Schwill.
Adler- und Zugvogelpaten können sich die erworbenen Flächen in Nordvorpommern gerne mit eigenen Augen anschauen. Auf Anfrage bietet der NABU Nordvorpommern exklusive Führungen zu dem beschriebenen Wald- und Moorgebiet an.
Kontakt über:
NABU-Bundesverband
Klemens Karkow
Telefon: 030.28 4 9 84 - 15 74
NABU-Zentrum Leiferde wildert Schreiadler aus
Geschwächter Vogel bei Wolfenbüttel auf einem Acker gefunden
26. Juli 2004: Erstmals in der 24-jährigen Geschichte des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde (Niedersachsen) konnte ein Schreiadler gesundgepflegt und wieder in die Freiheit entlassen werden. Der seltene Greif war auf einem Acker bei Wolfenbüttel niedergegangen, wo er total entkräftet gefunden und nach Leiferde gebracht wurde. Schreiadler brüten bei uns nur noch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
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Fortschritte beim Schutz des Schreiadlers
Erste Flächen wurden gekauft
24. Mai 2004: Die im Oktober 2003 gestartete Adler-Patenschaft des NABU trägt erste Früchte. Mit ihrer Hilfe konnten jetzt durch den NABU Mecklenburg-Vorpommern 58,3 Hektar wertvollster Flächen im Lebensraum der Schreiadler erworben und dadurch langfristig gesichert werden. Die Flächen im Trebelmoor bei Tangrim werden künftig von der im Schreiadlerschutz sehr aktiven NABU Kreisgruppe Nordvorpommern betreut. Damit besteht die Möglichkeit, das Gebiet in den nächsten Jahren vor allem in Bezug auf das Wasserregime und seine Strukturen weiter zu entwickeln und zu optimieren. Schreiadler, Kraniche und viele andere bedrohte Arten werden von diesen Maßnahmen profitieren können.
Die Schutzbemühungen sind wichtiger denn je, denn der seit einigen Jahren nachlassende Bruterfolg beim Schreiadler lässt eine weiterhin negative Entwicklung der Bestände befürchten. Die Ursachen dieses Trends sind bis heute unklar. Aktuelle Bestandszahlen wird der Bericht zur Brutsaison liefern, der die Beobachtungen der ehrenamtlichen Horstbetreuer zusammenfasst. Zu den Horstbetreuern, die zum Teil seit Jahrzehnten die Brutreviere betreuen, besteht in Nordvorpommern ein sehr gutes Verhältnis. Doch zeichnet sich auch ab, dass der sichere Nachweis einer erfolgreichen Brut immer aufwendiger wird. Die Adler-Patenschaft soll daher auch dazu dienen, neue Mithelfer zu gewinnen, denen diese verantwortungsvolle Aufgabe übertragen werden kann. Im Zentrum der Arbeit vor Ort stehen darüber hinaus der Dialog mit Waldbesitzern sowie eine naturschutzgerechte Grünlandnutzung in Schreiadler-Nahrungsräumen, die über Pflegeverträge erzielt werden kann.
Nur jedes zweite Junge überlebt
Die kleinsten Adler Deutschlands schreien nach mehr Lebensraum und Nahrung
Sie sind die kleinsten unter den Adlern und sehr speziell. Klemens Karkow berichtet im Interview von den Schreiadlern, die sogar zu Fuß jagen! Sie fühlen sich in strukturreichen Wäldern wohl, am liebsten mit hohem Grundwasserstand und nahrhaften Wiesen in der Nähe. Doch wo gibt es diesen Lebensraum noch? Der Schreiadler passt sich an schwierige Bedingungen an. So überlebt oft nur ein Junges, dessen Aufzucht dann aber gesichert ist.
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