Artenvielfalt ist die Grundlage funktionierender Ökosysteme und damit auch unseres Lebens. Sie beschreibt die Vielfalt der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in einem Lebensraum oder einer Region. Gemeinsam mit der genetischen Vielfalt innerhalb der Arten und der Vielfalt der Lebensräume bildet sie die Biodiversität, also die biologische Vielfalt. Weltweit sind bislang mehr als 1,8 Millionen Arten wissenschaftlich beschrieben, viele weitere warten vermutlich noch auf ihre Entdeckung.
In Deutschland sind rund 48.000 Tierarten, 9.500 Pflanzenarten und mehr als 14.000 Pilzarten bekannt. Sie bestäuben Pflanzen, erhalten fruchtbare Böden, reinigen Wasser und tragen dazu bei, dass Ökosysteme stabil und widerstandsfähig bleiben.

Ursachen fürs Artensterben
Doch die Artenvielfalt schwindet weltweit in alarmierendem Tempo. Zu den wichtigsten Ursachen zählen die Zerstörung und Veränderung von Lebensräumen, die intensive Landnutzung, die Klimakrise, Umweltverschmutzung sowie invasive Arten.
Die Folgen sind dramatisch: Arten werden seltener, verschwinden aus ihren Lebensräumen oder sterben aus. Wissenschaftler*innen sprechen deshalb vom sechsten Massenaussterben der Erdgeschichte, das maßgeblich durch den Menschen verursacht wird.
Was es braucht, um die Artenvielfalt zu erhalten
Noch können wir gegensteuern. Der Schutz und die Wiederherstellung von Lebensräumen, eine naturverträgliche Landnutzung und wirksamer Klimaschutz sind zentrale Voraussetzungen, um die Artenvielfalt zu bewahren.
Welche Weichen dafür jetzt gestellt werden müssen, haben wir in unserem Grundsatzprogramm Artenvielfalt zusammengefasst.





