Jahrhundertelang förderte die Landwirtschaft die Artenvielfalt. Durch die Offenhaltung der Landschaft und die extensive Bewirtschaftung von Äckern und Weiden sowie auf den Wegen und Randstreifen entstanden viele unterschiedliche Lebensräume, in denen sich Arten wie Feldlerche, Feldhase, Feldhamster, Ackerrittersporn oder Kornblume wohlfühlten.

Heute sieht es in unseren Landschaften jedoch leider ganz anders aus. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurden in den letzten Jahrzehnten viele der Lebensräume zerstört, die die Landwirtschaft einstmals schuf und „pflegte“. Aus vielfältigen und artenreichen Äckern und Wiesen sind monotone und artenarme Flächen geworden. Die Ackerschläge wurden immer größer mit immer dichteren Getreidebeständen. So dicht, dass zum Beispiel die Feldlerche nicht mehr landen und brüten kann.
„Artenkrise: Herausforderungen in der Landwirtschaft“
NABU-Kurs
Lerne, welche Veränderungen in der deutschen Landwirtschaft die Artenkrise hauptverantwortlich herbeigeführt haben und erhalte einen Einblick in die Zahlen und Fakten der Artenkrise und deren Ursachen. Außerdem erfährst du, was verändert werden muss, damit die Artenvielfalt eine Chance hat und die Agrarlandschaft wieder eine wertvolle Lebensräume bieten kann.
Wie der Artenverlust gestoppt werden kann
Auch durch den Verlust von Hecken, Brachen, Ackerrainen und Kleingewässern gehen Lebensräume verloren. Pflanzenschutzmittel vernichten Pflanzen oder schädigen Insekten und entziehen anderen Arten dadurch ihre Lebensgrundlage. Auch die hohen Düngegaben tragen zum Verlust der Artenvielfalt bei. Durch die hohen Nährstoffgaben setzen sich konkurrenzstarke Arten wie Gräser und Brennnesseln durch, verdrängen andere Pflanzen und mit ihnen die auf sie angewiesenen Insekten.
Unsere Landwirtschaft muss dringend umsteuern: Nur durch eine naturverträgliche Landbewirtschaftung kann der dramatische Artenverlust aufgehalten werden. Wir wollen, dass eine umweltschonende Landwirtschaft zukünftig entsprechend honoriert wird. Denn so kann es nicht weiter gehen.
