Ob winzig wie die Haselmaus oder groß und majestätisch wie der Elch – die Klasse der Säugetiere ist so vielfältig wie facettenreich. Manche leben zurückgezogen und lassen sich kaum blicken, andere begegnen uns regelmäßig in Gärten, Parks oder Wäldern.
Sie jagen oder werden selbst gejagt, gelten als sympathische Nützlinge und spannende Nachbarn oder polarisieren und werden als „Schädlinge“ verkannt. Wie wir eine Art wahrnehmen, hängt oft vom eigenen Blickwinkel ab. Ihr ökologischer Wert bleibt jedoch unumstritten, denn jede Art erfüllt eine Rolle im natürlichen Gleichgewicht.
So unterschiedlich sind Säugetiere
Weltweit sind rund 5.500 Säugetierarten bekannt, in Deutschland leben davon 104. Im Vergleich zu anderen Wirbeltiergruppen ist ihre Artenzahl überschaubar, doch die Lebensweisen könnten kaum unterschiedlicher sein.
Viele Arten haben sich perfekt an ganz bestimmte Lebensräume angepasst: Geschickte Kletterer wie Eichhörnchen und Siebenschläfer sind in waldreichen Gebieten zuhause, Rehe, Feldhasen und Feldhamster bewohnen die offenen Landschaften. In Städten und Dörfern profitieren Kulturfolger wie Fuchs, Steinmarder und verschiedene Mausarten von der Nähe des Menschen.
Und mit Biber, Fischotter oder Kegelrobbe haben semiaquatische Arten ihren Platz im und am Wasser gefunden. Fledermäuse haben sich als einzige heimische Säugetiere den Luftraum erobert.
Merkmale von Säugetieren
Trotz aller Unterschiede verbindet sie eine Reihe gemeinsamer Merkmale. Säugetiere bringen ihren Nachwuchs lebend zur Welt und ernähren ihn mit Milch – ein Merkmal, das namensgebend für diese Tierklasse ist. Zudem verfügen sie über eine gleichbleibende Körpertemperatur und ein Haarkleid, das vor allem der Regulierung der Körperwärme und dem Schutz vor Sonnenstrahlung dient.
Dieses Zusammenspiel aus gemeinsamer Biologie und erstaunlicher Anpassungsfähigkeit macht die Säugetiere zu einer sehr spannenden Tiergruppe unserer heimischen Natur und zu einem wichtigen Bestandteil des Naturschutzes.













