Fakten und Hintergründe auf einen Blick

Klimakrise

Die Klimakrise ist längst Realität. Von verheerenden Stürmen über Dürren bis hin zum Anstieg des Meeresspiegels: Die Folgen des menschgemachten Klimawandels treffen Menschen und Ökosysteme weltweit.
Klimastreifen: Der Anstieg der Durchschnittstemperatur seit 1881 in Deutschland.
Klimastreifen: Der Anstieg der Durchschnittstemperatur seit 1881 in Deutschland.© Foto: Ed Hawkins/University of Reading

Die Klimakrise ist weltweit spürbar. Sie beeinträchtigt die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen und bedroht das Überleben von 20 bis 30 Prozent der auf der Erde vorkommenden Arten. Einerseits sind zwingend Maßnahmen zur Anpassung an den schon existenten Klimawandel notwendig, andererseits müssen noch schlimmere Auswirkungen der Klimakrise vermieden werden. 

Deutschland stand 2025 auf Platz acht der weltweit größten CO₂-Emittenten, daher kommt uns eine besondere Verantwortung zu, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wie aber kommt diese Bedrohung zustande, wie hängt das Schmelzen der Pole mit unserem regionalen Klima zusammen und was können wir als Einzelne überhaupt tun?

Was ist die Klimakrise?

Die Klimakrise beschreibt die starke Veränderung des Erdklimas, die hauptsächlich durch menschliches Handeln seit Beginn der Industrialisierung verursacht wird. Vor allem das Verbrennen fossiler Brennstoffe setzt große Mengen Treibhausgase frei, die die Erde zusätzlich aufheizen. Dadurch steigt die globale Durchschnittstemperatur, was beispielsweise Gletscher schmelzen lässt und den Meeresspiegel erhöht. Gleichzeitig nehmen extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürren zu. 

Diese Entwicklungen haben Folgen für Umwelt, Wirtschaft und das Leben von Milliarden Menschen weltweit. Auch die Natur ist stark betroffen: Wälder trocknen aus, Korallenriffe sterben ab und viele Tier- und Pflanzenarten verlieren ihren Lebensraum. Dadurch geraten globale Ökosysteme zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Was sind die Folgen der Klimakrise?

Die Klimakrise schreitet immer schneller voran. Zahlreiche Studien belegen, dass Naturkatastrophen durch die Erderhitzung häufiger auftreten und heftiger ausfallen. Ohne entschlossenes Handeln drohen gravierende Folgen: Vertreibung von Arten, Verkleinerung von geeigneten Lebensräumen und aus dem Gleichgewicht geratene Ökosysteme. Hitzewellen und die Ausbreitung tropischer Krankheiten gefährden unsere Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Schäden an Infrastruktur, Ernteausfälle und eine unsichere Nahrungsmittelversorgung können hohe wirtschaftliche und soziale Kosten verursachen.

Unsere interaktive Grafik zeigt zwei mögliche Zukunftsszenarien: In einem Szenario wird erheblich mehr Klimaschutz umgesetzt, im anderen bleibt alles beim Alten – mit gravierenden Folgen für unser Ökosystem.

Wichtiger Hinweis: Mit einem Klick auf die Überschrift wechselst du zwischen den beiden Szenarien. Mit dem Klick auf ein Plus kannst du zusätzliche Informationen zu den verschiedenen Lebensbereichen nachlesen. Wenn du erneut auf das Plus klickst, schließt sich der Text.

Wie zeigt sich die Klimakrise in Deutschland?

Die Klimakrise beeinflusst den Alltag und die Umwelt der Menschen in Deutschland schon jetzt. Sie zeigt sich vor allem durch häufigere und stärkere extreme Wetterereignisse. Hitzewellen und lange Trockenperioden setzen Menschen, Landwirtschaft und Wäldern stark zu. Gleichzeitig kommt es öfter zu Starkregen, der Überschwemmungen und Schäden an Häusern und Infrastruktur verursacht. Flüsse führen zeitweise sehr wenig oder extrem viel Wasser, was Probleme für Schifffahrt und Ökosysteme mit sich bringt. Auch viele Wälder sind geschwächt, weil Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer zunehmen. Zudem erwärmen sich Seen und Meere, was das Leben im Wasser beeinträchtigt. Städte leiden unter starker Hitze, da sich Gebäude und Straßen aufheizen.

Gewittersturm in einer Stadt, gebogene Bäume, Starkregen, graue Stimmung.

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Was können wir gegen die Klimakrise tun?

Wie stark unsere Lebensräume und Landschaften sich verändern, hängt davon ab, wie entschlossen wir Klimaschutz und Klimaanpassung vorantreiben.

Im persönlichen Alltag helfen zum Beispiel Energiesparen, der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder Bahn sowie ein bewussterer Konsum. Auch weniger Fleisch zu essen und regionale Produkte zu kaufen, kann den Ausstoß von Treibhausgasen verringern.

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Welche Rahmenbedingungen müssen sich ändern?

In Politik und Wirtschaft sind klare Regeln wichtig, etwa der Ausbau erneuerbarer Energien und strengere Klimaschutzgesetze. Unternehmen können klimafreundlicher produzieren und nachhaltige Technologien fördern. Nur wenn individuelles Handeln und politische Entscheidungen zusammenwirken, lässt sich die Klimakrise wirksam bekämpfen.

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Letzte Aktualisierung: 07/2026

Ansprechpersonen

NABU Mitarbeitende Katharina Stucke im Portrait.
Katharina Stucke
Referentin und stellv. Teamleitung Klima und Verkehr
Porträt Christian Kopp
Christian Kopp
Referent für Klima und Verkehr
+ 49 (0)1525 9567 443
Christian.Kopp@NABU.de