Schutz für einen faszinierenden Lebensraum

Nachhaltige Waldnutzung

Luftfilter, Wasserspeicher, Lebensraum, Wirtschaftsfaktor: Wälder haben wichtige Funktionen. Der NABU engagiert sich deshalb aktiv für den Schutz und Erhalt dieser lebendigen Vielfalt.
© Foto: NABU/Christoph Kasulke

Wälder liefern nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, sondern sind zugleich Lebensraum für unzählige Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Der dauerhafte Erhalt dieser lebendigen Vielfalt ist ein wichtiges Ziel für die Gesellschaft – denn auch wir Menschen sind auf intakte Wald-Ökosysteme angewiesen. 

So sorgen Wälder für Abkühlung, für reine Luft, genug klares Wasser und schützen vor Lawinen, Fluten und gegen Erosion. Zudem sind sie als wichtige Kohlenstoffspeicher unverzichtbar für den Klimaschutz. Angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise gilt es, auch im Wald wirtschaftliche Interessen mit dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen klug in Einklang zu bringen.  

Der Raufußkauz ist vor allem in Nadel- und Mischwäldern der Bergregionen beheimatet.© Foto: Christoph Moning

Der NABU engagiert sich deshalb aktiv für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung dieses faszinierenden Lebensraums. Gegenüber der Politik, Wirtschaft und anderen Interessensverbänden vertreten wir die Positionen der Waldnatur und Klimaschutzes im Namen der Gesellschaft.

Wälder unter Druck

Vielerorts steht es leider schlecht um unseren Wald: Maschinengerechte Forste sind weit verbreitet und schädigen die Waldböden, eingebrachte Arten verändern die Ökosysteme, Abgase machen Bäume krank und der Klimawandel stresst die Wälder zusätzlich. 

An keinem anderen Lebensraum kann so gut abgelesen werden, wie intensiv wir in Deutschland in die Natur eingegriffen haben. Natürlicherweise wären etwa 90 Prozent der Landfläche mit mehr oder weniger dichten Wäldern bedeckt. Im Flachland geprägt von Buchen, Eichen, Erlen oder Birken und in den Höhenlagen gebildet aus Tannen, Fichten und Buchen.

Unseren Wäldern geht es schlecht: Vier von fünf Bäumen in Deutschland sind geschädigt.© Foto: Marcus Bosch
ein Fließgewässer im Herbstwald
Wald

Wald-Patenschaft

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Bewahren Sie mit uns die unglaubliche Vielfalt in lebendigen Wäldern – mit einer Wald-Patenschaft!

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Wo von Natur aus neben Buchen auch Eschen, Ulmen, Linden und Ahorn ihren Platz hätten, finden wir Kiefern, Fichten, Lärchen und zunehmen auch Baumarten, die abseits ihrer natürlichen Standorte für die Holzproduktion angebaut werden. Wo die Interessen der Holzproduktion dominieren, werden die Bäume gefällt, lange bevor sie alt werden.

Dabei brauchen viele Tiere Wälder mit alten Bäumen, in deren Höhlen, Ritzen und abgestorbenen Ästen sie leben können. Immerhin können Kiefern leicht 200 Jahre, Buchen 400 Jahre und Eichen sogar über 800 Jahre alt werden. Doch sie werden oft schon im Alter von 100 bis 160 Jahren gefällt.  

Grundsatzprogramm Wald

  • Publikation
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Damit Wälder eine Zukunft haben, müssen wir ihren Schutz und ihre Nutzung global denken und lokal verantwortungsbewusst umsetzen. Mit dem Grundsatzprogramm Wald möchte der NABU auch einen Beitrag leisten zur globalen Dekade für die Wiederherstellung der Ökosysteme.

Wälder der Zukunft

Angesichts der neuen und spätestens seit 2018 in Form von massiven Waldschäden weit sichtbaren Gefahren durch den Klimawandel werden für die Waldbewirtschaftung und den Waldnaturschutz gleichermaßen Gewissheiten in Frage gestellt. Basisleistungen des Waldes wie Wasserschutz und Landschaftskühlung bekommen neue Bedeutung. Angesichts der gewaltigen Herausforderungen bilden sich aber auch Chancen für neue Kooperationen. Wissenschaftlich gesichert und weitgehend unbestritten ist mittlerweile, dass im Wald die Vielfalt der Schlüsselfaktor für mehr Vitalität, Resilienz und vielfältige Entwicklungspfade ist.

Eine heute keimende Eiche braucht bis zum Jahr 2100, um selber wieder reiche Nachkommen zu produzieren. Niemand weiß, wie die Wälder bis dahin aussehen werden. Was wir aber heute schon wissen, ist, dass wir unseren Wäldern die besten Chancen geben, wenn sie artenreich sind, sie viele Stockwerke ausbilden können, sich innerhalb einer Art eine hohe genetische Vielfalt verbirgt und wir den Wäldern erlauben, ganz unterschiedliche Ausprägungen und Biotope zu bilden. Damit diese Zielsetzungen erreicht werden können, braucht es auch vielfältige, von der Gesellschaft getragene und in der Wirtschaft tragfähige Modelle des Managements unserer Wälder. Statt Entweder-Oder und gegensätzlichen Glaubenssätzen setzen wir also auf ein kluges Aussteuern des ganzen Repertoires der nachhaltigen Waldbehandlung:

Für die Holzproduktion nachhaltig bewirtschaftete Wälder, solche mit Fokus auf andere Ökosystemleistungen, besonders naturnah bewirtschaftete Wälder und einen Anteil von wilden Wäldern, die sich selbst und den natürlichen Prozessen überlassen bleiben. 

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Ansprechperson

Mitarbeitendenfoto Sven Selbert
Sven Selbert
Referent für Waldnaturschutz und nachhaltige Waldnutzung
+ 49 (0)172 2832 663
Sven.Selbert@NABU.de

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