Inspiration für ökologischen Umgang mit Wäldern

NABU würdigt Forstamt Hachenburg mit der Waldmedaille 2024

Konsequentes Arbeiten mit der Natur in der Waldbewirtschaftung und lebenslanges Lernen, das sind Schwerpunkte des Forstamts Hachenburg in Rheinland-Pfalz. Dafür wurden Amtsleiterin Monika Runkel und Bildungsrevierleiter Andreas Schäfer ausgezeichnet.

  • News
  • 8.11.2024
  • Berlin/Mainz
  • Lesedauer: 3 Min.
Andreas Schäfer und Monika Runkel vom Forstamt Hachenburg mit der NABU-Waldmedaille 2024.
Andreas Schäfer und Monika Runkel vom Forstamt Hachenburg haben die NABU-Waldmedaille 2024 erhalten.© Foto: Christian Söder

Am 8. November 2024 wurden Monika Runkel und Andreas Schäfer vom Forstamt Hachenburg in Rheinland-Pfalz mit der diesjährigen NABU-Waldmedaille ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielten sie für ihr vorbildliches Engagement in der ökologischen Waldbewirtschaftung und der Förderung der beruflichen Bildung. Die feierliche Verleihung fand im Naturhistorischen Museum Mainz statt, wo NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger und Klimaschutzministerin Katrin Eder die Auszeichnung persönlich überreichten.

„In Zeiten großer Klimarisiken für Gesellschaft und Forstbetriebe machen Frau Runkel und Herr Schäfer deutlich, dass es gewinnbringend ist, ökologische und ökonomische Anforderungen in der Waldpraxis in Einklang zu bringen“, würdigt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger die Preisträger*innen.

Ziel der Waldmedaillen-Auszeichnung ist es, positive Leistungen für Walderhalt, Biodiversitätsschutz und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu unterstützen und bundesweit noch sichtbarer zu machen. Die Auszeichnung des NABU-Bundesverbands würdigt also großes Engagement und motiviert dazu, Lösungsansätze zu diskutieren, nachzuahmen und weiterzuentwickeln.

ein Fließgewässer im Herbstwald
Wald

Wald-Patenschaft

Naturwälder erhalten

Bewahren Sie mit uns die unglaubliche Vielfalt in lebendigen Wäldern – mit einer Wald-Patenschaft!

Jetzt lesen

Monika Runkel leitet das Forstamt Hachenburg (Westerwald) im Norden von Rheinland-Pfalz sowie das dortige Waldbildungszentrum. Mit innovativen Konzepten zum dezentralen Wasserschutz und der ökologischen Wiederbewaldung interpretiert sie nachhaltige Waldbewirtschaftung zeitgemäß und gibt das Wissen auch an kommende Generationen von Praktiker*innen weiter.

Mit Wortbeiträgen, Exkursionen und wissenschaftlichen Kooperationen für Forstleute aber auch kommunale Entscheidungsträger*innen, Naturschutzverbände und engagierten Bürger*innen setzt sie sich für ein konsequentes Arbeiten mit der Natur in der Forstwirtschaft ein. „Nur intakte Wälder können die Ökosystemleistungen erbringen, die wir Menschen existenziell benötigen“, betont Preisträgerin Monika Runkel. „Der Wald ist unsere Lebensgrundlage und die unserer Enkel. Der Weg zur Veränderung geht über die Menschen, weshalb unsere Bildungsarbeit von so großer Bedeutung ist.“

The video player cannot render on the server side

Der zweite Preisträger Andreas Schäfer leitet das Bildungsrevier Marienstatt. Charakteristisch für sein Revier sind die naturnahe Baumartenzusammensetzung, eine Vielzahl von Habitatbäumen und zahlreiche Quellen in den Waldbeständen. Seit Jahrzehnten macht es sich Andreas Schäfer zur Aufgabe, den naturnahen Zustand dieser Quellen zu erhalten beziehungsweise naturferne Quellbereiche zu renaturieren und weiterzuentwickeln.

„Lebenslanges Lernen und vernetztes Denken aller Akteure sind dabei unabdingbare Basis des Gesamterfolges“, sagt Andreas Schäfer. „Ich freue mich, dass diesem wichtigen Anliegen durch die NABU-Waldmedaille Rechnung getragen wird.“

Mehr zum Thema

NABU-Waldmedaille 2024 | NABU