Inspiration für ökologischen Umgang mit Wäldern
NABU würdigt Forstamt Hachenburg mit der Waldmedaille 2024
Konsequentes Arbeiten mit der Natur in der Waldbewirtschaftung und lebenslanges Lernen, das sind Schwerpunkte des Forstamts Hachenburg in Rheinland-Pfalz. Dafür wurden Amtsleiterin Monika Runkel und Bildungsrevierleiter Andreas Schäfer ausgezeichnet.

Am 8. November 2024 wurden Monika Runkel und Andreas Schäfer vom Forstamt Hachenburg in Rheinland-Pfalz mit der diesjährigen NABU-Waldmedaille ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielten sie für ihr vorbildliches Engagement in der ökologischen Waldbewirtschaftung und der Förderung der beruflichen Bildung. Die feierliche Verleihung fand im Naturhistorischen Museum Mainz statt, wo NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger und Klimaschutzministerin Katrin Eder die Auszeichnung persönlich überreichten.
„In Zeiten großer Klimarisiken für Gesellschaft und Forstbetriebe machen Frau Runkel und Herr Schäfer deutlich, dass es gewinnbringend ist, ökologische und ökonomische Anforderungen in der Waldpraxis in Einklang zu bringen“, würdigt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger die Preisträger*innen.
Ziel der Waldmedaillen-Auszeichnung ist es, positive Leistungen für Walderhalt, Biodiversitätsschutz und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zu unterstützen und bundesweit noch sichtbarer zu machen. Die Auszeichnung des NABU-Bundesverbands würdigt also großes Engagement und motiviert dazu, Lösungsansätze zu diskutieren, nachzuahmen und weiterzuentwickeln.
Monika Runkel leitet das Forstamt Hachenburg (Westerwald) im Norden von Rheinland-Pfalz sowie das dortige Waldbildungszentrum. Mit innovativen Konzepten zum dezentralen Wasserschutz und der ökologischen Wiederbewaldung interpretiert sie nachhaltige Waldbewirtschaftung zeitgemäß und gibt das Wissen auch an kommende Generationen von Praktiker*innen weiter.
Mit Wortbeiträgen, Exkursionen und wissenschaftlichen Kooperationen für Forstleute aber auch kommunale Entscheidungsträger*innen, Naturschutzverbände und engagierten Bürger*innen setzt sie sich für ein konsequentes Arbeiten mit der Natur in der Forstwirtschaft ein. „Nur intakte Wälder können die Ökosystemleistungen erbringen, die wir Menschen existenziell benötigen“, betont Preisträgerin Monika Runkel. „Der Wald ist unsere Lebensgrundlage und die unserer Enkel. Der Weg zur Veränderung geht über die Menschen, weshalb unsere Bildungsarbeit von so großer Bedeutung ist.“
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Der zweite Preisträger Andreas Schäfer leitet das Bildungsrevier Marienstatt. Charakteristisch für sein Revier sind die naturnahe Baumartenzusammensetzung, eine Vielzahl von Habitatbäumen und zahlreiche Quellen in den Waldbeständen. Seit Jahrzehnten macht es sich Andreas Schäfer zur Aufgabe, den naturnahen Zustand dieser Quellen zu erhalten beziehungsweise naturferne Quellbereiche zu renaturieren und weiterzuentwickeln.
„Lebenslanges Lernen und vernetztes Denken aller Akteure sind dabei unabdingbare Basis des Gesamterfolges“, sagt Andreas Schäfer. „Ich freue mich, dass diesem wichtigen Anliegen durch die NABU-Waldmedaille Rechnung getragen wird.“



