Maßnahmen zur Klimaanpassung endlich angehen
Waldbrände in Europa: Jetzt die richtigen Lehren ziehen
Die verheerenden Waldbrände in Südeuropa zeigen, wie verletzlich Europa durch die Klimakrise geworden ist. Daher braucht es mehr Tempo bei der Klimaanpassung und der Wasservorsorge - die Bundesregierung muss endlich aktiv werden!

Deutschland muss sich besser auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten und seine Vorsorge deutlich stärken. Die Bundesregierung sollte dafür zeitnah einen nationalen Hitzegipfel einberufen. Dabei beraten Bund, Länder, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft darüber, wie sich Deutschland besser auf zunehmende Hitzewellen und Trockenperioden vorbereiten kann.
Die aktuellen verheerenden Waldbrände in Südeuropa sind ein eindringliches Warnsignal für ganz Europa. Hitze, Dürre und Wasserknappheit sind keine Zukunftsszenarien mehr, sondern bereits Realität. Deutschland muss daraus die richtigen Lehren ziehen, denn beim Schutz vor den Auswirkungen der Klimakrise besteht hierzulande noch akuter Nachholbedarf.
Umdenken im Umgang mit Wasser
,,Klimaanpassung ist kein Zukunftsthema mehr, sie ist unmittelbare Krisenvorsorge", sagt Pauline Schur, Teamleiterin Klima und Verkehr beim NABU. Es brauche daher ein Umdenken im Umgang mit Wasser, unseren Wäldern und Landschaften sowie den Schutz von Menschen vor zu großer Hitze.
Regenwasser beispielsweise muss stärker in der Landschaft gehalten werden statt es schnell abzuleiten. Moore, Auen und naturnahe Landschaften - wie auch intakte Wälder- sind wichtige Wasserspeicher und helfen dabei, die Folgen von Hitze und Dürre abzumildern. Sie müssen, wenn sie sich in einem schlechten Zustand befinden, wiederhergestellt werden.
Dabei kommt dem EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur eine Schlüsselrolle zu: Dadurch
sollen bedrohte Ökosysteme wie Moore, Wälder und Auen wieder in einen guten Zustand gebracht werden.

