Deutschland verfügt über eine große Vielfalt an Lebensräumen – von Küsten und Meeren im Norden über ausgedehnte Wälder, Flussauen und Moore bis hin zu Mittelgebirgen und alpinen Regionen im Süden.
Diese Ökosysteme erfüllen wichtige ökologische Funktionen: Intakte Moore speichern enorme Mengen an Kohlenstoff, unverbaute Auen dämpfen Hochwasserereignisse, und Wildnisgebiete bieten Rückzugsräume für Arten, die in der intensiv genutzten Kulturlandschaft kaum noch vorkommen.
Lebensräume in Deutschland
Naturnahe Gärten als Lebensraum
Die meisten Menschen in Deutschland, etwa 60 Millionen, leben in Städten beziehungsweise Großstadtregionen. Sie sind auf eine intakte Stadtnatur angewiesen, die für saubere Luft sorgt, der Erholung dient und vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum bietet.
In dem Zusammenhang spielen Gärten als Lebensraum eine wichtige Rolle für unsere heimischen Tiere und Pflanzen. Je naturnäher der Garten gestaltet ist, umso besser. Auf unseren Seiten geben wir deshalb Tipps zum naturnahen Gärtnern.
Schutzgebiete sind zentral
Gleichzeitig stehen viele dieser Lebensräume unter erheblichem Druck. Die Intensivierung und Vereinheitlichung der Landnutzung – etwa durch industrielle Landwirtschaft, Flächenversiegelung oder den Ausbau von Infrastruktur – führt zu einem rasanten Verlust biologischer Vielfalt.
Schutzgebiete sind daher ein zentrales Instrument des Naturschutzes: Sie sichern wertvolle Biotope, erhalten Ökosystemleistungen und tragen dazu bei, internationale Verpflichtungen im Arten- und Lebensraumschutz zu erfüllen.
Die EU hat 2020 in der Biodiversitätsstrategie 2030 festgelegt, dass ein übergreifendes Netzwerk an Schutzgebieten entstehen soll. Deutschland will seinen Teil leisten und 30 Prozent seiner Landesfläche an die EU melden, die diesem Schutzgebietsnetzwerk angerechnet werden sollen.
















