Vögel mit eingebautem Stoßdämpfer

Spechte im Vergleich

Begegnet uns im Garten ein Specht, ist es wahrscheinlich ein Buntspecht, denn er ist mit Abstand der häufigste seiner Familie. Mit Mittel- und Kleinspecht kommen aber noch zwei recht ähnliche Arten vor. Auch Grün- und Grauspecht sehen sich zunächst zum Verwechseln ähnlich.
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Dreizehenspechtjunges schaut aus seiner Bruthöhle.
Dreizehenspechtjunges© Foto: Christoph Moning

Der Mittelspecht

Ähnlich dem Buntspecht, aber ein Stück kleiner. Kopf bei beiden Geschlechtern mit großem rotem Scheitel. Bauch und Unterschwanzdecken mit leichter Rotfärbung. Gebunden an alte Laubwälder, bevorzugt Eichen. Vorkommen auch in Parks und Friedhöfen. Besucht im Winter Futterstellen.

Mittelspecht© Foto: NABU/Winfried Rusch

Der Kleinspecht

Unser kleinster Specht, nur spatzengroß. Schwarze Oberseite mit weißen Querbändern, roter Scheitel, Unterseite ohne jedes Rot. Besiedelt feuchte Laub- und Mischwälder, auch Parks und Gärten mit alten Obstbäumen. Frisst an Futterstellen Sonnenblumenkerne.

Der kleinste aller Spechte: Kleinspecht© Foto: Christoph Moning

Der Weißrückenspecht

Etwas größer als der Buntspecht. Färbung ähnlich dem Kleinspecht, aber mit hellrotem Untersteiß. Verbreitung ist weitgehend auf die Alpenregion beschränkt und Garten- und Futterstellensichtungen sind äußerst unwahrscheinlich.

Weißrückenspecht© Foto: Christoph Moning

Der Dreizehenspecht

Größe ähnlich Buntspecht. Nadelwaldspezialist mit weitgehend schwarz-weißem Gefieder, Männchen mit gelbem Scheitel. Verbreitung ist weitgehend beschränkt auf Alpen und Bayerischen Wald.

Dreizehenspecht-Männchen beim Füttern© Foto: Christoph Moning

Der Schwarzspecht

Unser größter Specht, ungefähr Krähenformat. Unverwechselbar durch komplett schwarzes Gefieder mit rotem Scheitel (Männchen) beziehungsweise Rot am Hinterkopf (Weibchen). Nistet in alten, möglichst glattrindigen Bäumen. In Siedlungen selten zu beobachten.

Schwarzspecht© Foto: NABU/CEWE/Theo Israel

Der Grünspecht

Grundfärbung ein schmutziges gelbgrün. Langer roter Scheitel, Auge schwarz umrandet, Männchen (im Bild) mit schwarz umrandetem rotem Wangenfleck, Fleck bei Weibchen schwarz. „Bodenspecht“, der vor allem Ameisen frisst. Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Parks und sehr gerne Obstwiesen.

Grünspecht© Foto: NABU Rinteln/Kathy Büscher

Der Grauspecht

Grundfärbung wie der Grünspecht. Jedoch kein roter Scheitel, sondern nur ein roter Stirnfleck, der beim Weibchen fehlt. Der Kopf ist grau. Ebenfalls Ameisenfresser. Lebensraum: Laub- und Mischwälder, Parks und Obstwiesen. Kommt im Winter an Futterstellen.

Grauspecht© Foto: K.K.

Der Wendehals

Ein weiterer Ameisenliebhaber aus der Spechtfamilie, äußerlich aber unverwechselbar und nur wenig an die anderen Familienmitglieder erinnernd. Zieht als einziger heimischer Specht im Winter in den Süden. Im Brutgebiet ein typischer Bewohner von Streuobstwiesen, aber auch von lichten Wäldern und Parks.

Wendehals© Foto: Mathias Schäf