Buntspecht
Vogel des Jahres 1997
Buntspecht auf moosigem Ast© Foto: NABU/Winfried Rusch

Dendrocopos major

Buntspecht

Übersetzt man seinen wissenschaftlichen Namen, so müsste der Buntspecht eigentlich „großer Baumhämmerer“ heißen. Und das nicht zu unrecht: Sein schnelles Trommeln ist meist über weite Strecken zu hören. Er ist größer als der Klein- oder der Mittelspecht, seine schwarz-weiß-roten „kleinen Brüder“. Der Buntspecht ist in deutschen Wäldern flächendeckend verbreitet, und gibt es einen Park mit ein paar älteren Bäumen, findet man ihn auch in der Großstadt.

Ruf

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Klopfen

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

950.000 – 1.250.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 103 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

23-26 cm groß

Besonderheit

unser häufigster „Trommler“

Funfact

Es soll Spechtschmieden geben, unter denen schon mehrere Tausend leere Kiefern- und Fichtenzapfen gefunden wurden.

Buntspechte leben vor allem in Laub- und Nadelwäldern© Foto: Hartmut Mletzko

Beschreibung

Aussehen

Der etwa amselgroße Specht besitzt einen dunklen meißelförmigen Schnabel, schwarz-weiße Flügel und einen hellen Bauch, der sich kontrastreich von den tiefroten Unterschwanzdecken absetzt. Das Männchen unterscheidet sich nur durch einen roten Scheitelfleck vom Weibchen. Jungvögel haben einen komplett roten Scheitel und sehen damit dem Mittelspecht etwas ähnlich.

Die Männchen haben einen roten Fleck im Nacken.© Foto: NABU/Winfried Rusch

Verhalten

Sie sind bekannt für ihre Spechtschmieden, in denen sie Zapfen in Rindenspalten einklemmen, um sie dann genüsslich aufzumeißeln.

Lebensraum

Buntspechte bewohnen Laub- und Nadelwälder, Parks, (große) Gärten und Feldgehölze. Am liebsten sind den Spechten alte Bäume mit viel Totholz. Hier finden sie ausreichend Nahrung und einen hohlen Baum als „Verstärker“ für ihr Trommeln.

Gefährdung

Buntspechte sind nicht gefährdet.

Nahrung

Ihre Leibspeise sind holzbewohnende Insekten und deren Larven, welche sie im Totholz aufspüren. Außerdem fressen sie Fichten- und Kiefernsamen, weiche Früchte und gelegentlich sogar Eier oder Jungvögel. Auch Futterhäuschen haben Buntspechte für sich entdeckt.

Stimme/Laute

Der häufigste Ruf ist ein kurzes und spitzes „kix“. Ist ein Buntspecht aufgebracht, etwa durch einen Artgenossen, kann man ein schnelles Schnarren hören. Das bekannteste Geräusch des schwarz-weißen Spechtes ist aber wohl sein kurzes, aber häufiges Trommeln.

Zugverhalten

Buntspechte sind Standvögel und daher das ganze Jahr über bei uns zu entdecken.

Beobachtungstipps

Eigentlich braucht es nicht viel, um einen Buntspecht zu beobachten: Es reichen ein paar (alte) Bäume, ein Blick Richtung Baumkrone und ein offenes Ohr für den „kix“-Ruf oder das Trommeln des Spechtes. Im Winter besucht er gerne Futterstellen und hängt nicht selten an Meisenknödeln.

Tipps zur Vogelfütterung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Setze dich für naturnahe Wälder sowie für ein naturverträgliches, bedachtes Aufforsten der durch den Borkenkäfer und die Hitze zerstörten Waldflächen ein. Im eigenen Garten kannst du dem Buntspecht mit alten Bäumen und Totholz helfen. Auch ein gut gepflegtes Futterhaus lässt Buntspecht-Herzen höher schlagen.

Waldschutztipps

Das macht der NABU

Zwei Frauen beobachten Vögel, eine mit Fernglas, eine mit Meldezettel.

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