Grünspecht auf einem Weg.
Vogel des Jahres 2014
Grünspecht© Foto: Mathias Schäf

Picus viridis

Grünspecht

Dieser sympathische Specht fällt vor allem durch seinen Gesang auf, der an das Lachen eines Menschen erinnert und am häufigsten in lichten Laubwäldern und großen Parks zu hören ist. Zum Brüten benötigt er alte, dicke Bäume. Hier baut das Grünspecht-Pärchen gemeinsam eine Höhle als Kinderstube für den gepunkteten Nachwuchs. Aber aufgepasst! Der Grünspecht hat einen Zwillingsbruder, den seltenen Grauspecht.

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

69.000 - 125.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 182 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

30-36 cm groß

Besonderheit

lachender Gesang

Funfact

Bis zu zehn Zentimeter kann die lange Zunge des Grünspechtes aus seinem Schnabel hervorschnellen – perfekt für die Ameisenjagd!

Am Boden sucht der Grünspecht oft nach Ameisen.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Grünspechte machen ihrem Namen alle Ehre: Ihr Rücken und Schwanz sind grün, der Bürzel ist gelbgrün. Sie haben einen roten Scheitel, ein dunkles Gesicht und eine helle Unterseite. Die Männchen haben einen roten, die Weibchen einen schwarzen Bartstreif.

juveniler Grünspecht© Foto: Holger Hoffmann

Verhalten

Meistens bessern sie zusammen mit dem Partner alte Baumhöhlen aus und kleiden diese vor der Eiablage mit Holzspänen aus. Neu angefangene Baumhöhlen bauen sie häufig nicht oder erst im Folgejahr fertig.

Lebensraum

In offenen Laub- und Mischwäldern, auf Obstwiesen und in Parks fühlen sie sich am wohlsten. Auch auf Friedhöfen und in Alleen fühlt sich der zweitgrößte deutsche Specht zu Hause.

Gefährdung

Grünspechte sind nicht gefährdet.

Nahrung

Der Grünspecht ist ein absoluter Ameisenspezialist. Am Boden sucht er nach den Sechsbeinern, ihren Larven und Puppen. Aber auch andere Insekten, Regenwürmer oder Früchte dienen ihm als Nahrung.

Stimme/Laute

Der Gesang des Grünspechts ist ein lautes, schnell aneinander gereihtes „klü-klü-klü-klü“. Der Ruf klingt wie einzelne Elemente aus dem Gesang, nur etwas schriller: „kjü-kjü-kjük“. Der Grünspecht trommelt nur sehr selten.

Zugverhalten

Grünspechte sind Standvögel, verlassen ihr Brutgebiet aber zur Nahrungssuche.

Beobachtungstipps

In Deutschland ist er nahezu flächendeckend verbreitet. Am besten wird man durch seinen Ruf oder seinen Gesang auf ihn aufmerksam. Gehen Sie in einem großen Park oder an einer alten Obstbaumwiese spazieren und achten Sie auf seine Stimme.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Auf kleinbäuerlichen Höfen mit Obstwiesen und in naturnahen Gärten fühlt sich der Grünspecht wohl. Kaufen Sie regionale und ökologische Produkte solcher Höfe und gestalten Sie Ihren Garten naturnah und strukturreich.

Tipps für den vogelfreundlichen Garten