
Dryocopus martius
Schwarzspecht
Viele Tiere sind von dem großen Specht abhängig, sie belegen die gezimmerten Baumhöhlen als „Nachmieter“. Doch der Schwarzspecht kann nur da vorkommen, wo große Waldflächen noch zusammenhängen und Bäume alt werden dürfen. Hier kann man das laute Trommeln des eleganten Vogels noch hören. In Deutschland brüten etwa 50.000 Schwarzspecht-Paare, vor allem in Mittelgebirgsregionen fühlt er sich heimisch.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
43.000 - 67.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 41 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
40-46 cm groß
Besonderheit
größter Specht Europas
Funfact
Sein wissenschaftlicher Gattungsname bedeutet so viel wie „kriegerischer Eichenhämmerer“.
Beschreibung
Aussehen
Der etwa krähengroße Specht ist durch seine Größe und seine Färbung unverwechselbar. Er besitzt ein komplett schwarzes Gefieder und einen hellen, meißelförmigen Schnabel. Die Geschlechter unterscheiden sich durch ihren Scheitel, der beim Männchen komplett rot ist, während beim Weibchen nur der hintere Teil rot gefärbt ist.
Verhalten
Er ist ein scheuer Bewohner großer Wälder, der jedoch durch seine Stimmfreudigkeit und seine Gestalt auffällt. In alte Bäume zimmert er eine Höhle mit ovalem Eingang, die er mit Holzspänen auspolstert. Hier legt das Weibchen im April oder Mai drei bis fünf Eier.
Lebensraum
Den Schwarzspecht kann man vor allem in alten Buch- oder Mischwäldern beobachten, aber auch in Nadelwäldern mit älteren Bäumen fühlt er sich zu Hause. Die Baumart ist weniger entscheidend, wichtiger sind die Größe des Waldes und das Vorhandensein von alten Bäumen (über 80 Jahre).

Gefährdung
Schwarzspechte sind nicht gefährdet.
Nahrung
Auf dem Speiseplan des Schwarzspechtes stehen baumbewohnende Insekten, vor allem Käfer und ihre Larven. Gerne liest er auch Ameisen vom Boden auf oder untersucht umgefallene Bäume nach Fressbarem.
Stimme/Laute
Am auffälligsten ist der Gesang des Schwarzspechtes, der an das Lachen des Grünspechtes erinnert. Er hat aber einen verzögerten Anfang und klingt klagender: „kvoih-kvih-kvih-kvih“. Im Flug hört man gelegentlich ein hohes „krrück“, das einige Male wiederholt wird. Das Trommeln des großen Spechtes ist kräftig und über einige Kilometer hörbar.
Zugverhalten
Schwarzspechte sind Standvögel und daher auch im Winter in unseren Wäldern zu finden.
Beobachtungstipps
Trotz seiner Größe ist der scheue Specht gar nicht so leicht zu entdecken, seine auffällige Stimme verrät ihn jedoch. Am besten sucht man ihn in einen großen Wald mit vielen älteren Bäumen auf und prägt sich vorher den Ruf gut ein. Die besten Chancen hat man im März und April, wenn die Bäume noch nicht belaubt sind und der Specht durch die Balz sehr stimmfreudig ist.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Setze dich für den Schutz größerer Wälder und die Einrichtung von Nationalparks ein. Denn da wo Totholz nicht direkt aufgeräumt wird, fühlt sich der Specht am wohlsten.






