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Windenergie und Naturschutz
Naturverträglicher Ausbau der Windenergie
Handlungsbedarf und Leitlinien aus Sicht des NABU
18. März 2011 -
Um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden und gleichzeitig negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu verringern, hat die NABU-Bundesvertreterversammlung im November 2007 in Hamburg das Grundsatzprogramm Energie beschlossen. Darin bekennt sich der NABU zu einem naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien auf mindestens 30 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland bis 2020. Im Mittelpunkt der öffentlichen und verbandsinternen Diskussion steht neben der Biomassenutzung vor allem die Windenergie, die derzeit und in absehbarer Zukunft mit einem Anteil von rund 50 Prozent unter den erneuerbaren Energiequellen im Stromsektor eine dominierende Rolle für die Energiewende spielt.
Windräder generieren klimafreundliche Energie - bedeuten aber oft Stress für viele Tierarten.
Die ökologischen Auswirkungen der Windenergienutzung konzentrieren sich auf Vogel- und Fledermausarten, die entweder durch Kollisionen tödlich verunglücken oder die aus ihren Lebensräumen wegen eines ausgeprägten Meideverhaltens vertrieben werden. Für einige Vogelarten kann zudem durch die Konzentration von Windparks an Engstellen von Flugrouten auch eine Barrierewirkung entstehen. Außerdem sind die Folgen für die Meeresumwelt noch weitgehend ungeklärt, wenn die umfangreichen Planungen für Windparks im Offshore-Bereich umgesetzt werden. Gemeinsam mit einer verbandsinternen Arbeitsgruppe hat der NABU verschiedene Ansatzpunkte identifiziert, wie ökologische Risiken bei der Planung und Steuerung der Windenergienutzung an Land und im Offshore-Bereich vermieden beziehungsweise verringert werden können. Das neue Hintergrundpapier erläutert dazu den derzeitigen, sicher nicht abschließenden Erkenntnisstand und möchte eine Orientierung in der kontroversen Debatte um den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland bieten.
Es ist möglich, die Windenergie auszubauen und den Naturschutz zu wahren
Die Naturverträglichkeit des Windenergieausbaus muss gewährleistet sein.
Die wesentlichen Eckpunkte zur Naturverträglichkeit des weiteren Ausbaus der Windenergie in Deutschland hat der NABU-Bundesverband in einer vierseitigen Kurzfassung zusammengestellt. Da die räumliche Steuerung und Standortplanung auf den im Bundesgebiet unterschiedlich vorhandenen Potenzialen und den naturräumlichen Voraussetzungen beziehungsweise Restriktionen für die Windenergienutzung aufbauen müssen, werden die NABU-Landesverbände die entsprechenden Anforderungen gegebenenfalls mit Blick auf die Situation in ihren Regionen weiter entwickeln und wo notwendig konkretisieren. Wenn auf die in den Regionen unterschiedlichen Voraussetzungen für die Windenergienutzung Rücksicht genommen wird, ist der NABU überzeugt, dass sich der weitere Ausbau der Windenergie in Deutschland unter Wahrung der Belange des Naturschutzes und auf ökologisch verträglichen Standorten erreichen lässt.
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Broschüre Windenergie & Naturschutz
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