Offshore-Ausbau gefährdet Nord- und Ostsee
Windenergie-auf-See-Gesetz: Licht und Schatten bei Novelle

Der Ausbau der Windenergie auf See ist notwendig und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Doch viel zu leicht geraten dabei die ökologischen Schäden für Nord- und Ostsee aus dem Blick. Auch der neue Gesetzentwurf verpasst es, eine Balance zwischen Meeresschutz und Windenergie zu finden. Im Gegenteil: Wichtige Regelungen zum Schutz der Meere sollen entfallen und es soll weniger Geld geben, um die Belastungen abzufedern. Doch es gibt auch einzelne Lichtblicke.
NABU nimmt Stellung zum Gesetzesentwurf
Der NABU hat am 17. August 2026 zum Entwurf des „Gesetzes zur Optimierung und Absicherung des Ausbaus der Windenergie auf See“ Stellung genommen. Wir kommentieren hier die wichtigsten Veränderungen.

Naturschonende Standortwahl essenziell
NABU-Forderungen
Die aktuellen Entwicklungen werden den gleichberechtigten Krisen von Klima und Biodiversität nicht gerecht. Gesunde und vielfältige Meere sind Verbündete in der Klimakrise. Daher fordert der NABU:
- Die mit dem Gesetzentwurf eröffneten Spielräume für eine naturschonendere Standortwahl gilt es zu nutzen. Ökologisch hochsensible Bereiche gilt es freizuhalten, Schutzgebiete müssen tabu sein.
- Grüne Energie gibt es nur im Einklang mit der Natur. Eingesetzte Techniken müssen so naturschonend wie möglich sein. Bei den Rammungen der Anlagenfundamente ist das heute noch nicht der Fall. Es braucht weiterhin einen Vorrang für naturschonende Techniken über qualitative Vergabekriterien.
- Das 2K-Kriterium als Genehmigungsstandard gilt es zu erhalten. Das begrenzt die zusätzliche Erhitzung der Meere und entlastet auch Genehmigungsverfahren.
- Jeglicher Zubau der Offshore-Windenergie muss durch wirksame Schutzmaßnahmen für betroffene Arten und Lebensräume begleitet werden. Die Finanzierung dieser Maßnahmen muss auch künftig zuverlässig über die Meeresnaturschutzkomponente für alle Windparks abgesichert werden.
Was das 70-GW-Ausbauziel bedeutet für...
Letzte Aktualisierung: 08/2026
Stellungnahmen zum Download
Stellungnahme des Dachverbands deutscher Avifaunisten
Gemeinsame Stellungnahme der Offshore-Branche und Naturschutzverbände
Ansprechperson




