
Ficedula hypoleuca
Trauerschnäpper
Der Trauerschnäpper ist in ganz Deutschland verbreitet und gern in Wäldern und baumreichen Gegenden unterwegs. Dem ruffreudigen und auffällig gezeichneten kleinen Vogel werden Sie bestimmt schon einmal begegnet sein. Mit dem ähnlichen Halsbandschnäpper geht er im Überschneidungsgebiet auch gerne Mischehen ein.
Ruf
Aufgenommen von Bodo Sonnenburg/XC826448
Gesang
Aufgenommen von Bodo Sonnenburg/XC723966
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
70.000 - 135.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 1 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
von Mai bis August zu beobachten
Größe
12-13 cm groß
Besonderheit
geht überwiegend fliegend auf Beutefang
Reise
Langstreckenzieher, überwintert in Afrika
Funfact
Trauerschnäpper-Männchen locken oft ein zweites Weibchen in ein Nest, das weit genug vom ersten entfernt ist, damit die beiden Partnerinnen nichts voneinander mitbekommen.
Beschreibung
Aussehen
Das Männchen ist im Prachtkleid graubraun bis schwarz gefärbt, das Weibchen ist dunkelbraun. Die Unterseite sowie die Kehle sind strahlend weiß. Am Schnabelansatz ist ein großer weißer Fleck, wie auch an den Armschwingen. An den Handschwingen ist zudem eine kleine weiße Zeichnung, wie ein kleines Komma, das ihn vom Halsbandschnäpper unterscheidet.
Verhalten
Trauerschnäpper sitzen gerne in höheren Warten und starten von dort aus ihre Jagdzüge auf Insekten, die sie sich im Flug schnappen. Am Boden sind sie selten zur Futtersuche unterwegs. Ihre Nester bauen sie in Baumhöhlen oder Nistkästen.
Lebensraum
Trauerschnäpper bewohnen Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten und Taiga-Landschaften.
Gefährdung
Trauerschnäpper gelten durch fehlende Bruthöhlen wegen moderner intensiver Waldwirtschaft und durch Nahrungsmangel aufgrund von Pestizideinsatz als gefährdet.
Nahrung
Zur Nahrung gehören überwiegend Insekten und Spinnen, gelegentlich auch Beeren.

Stimme/Laute
Sie zwitschern fröhlich ihre auf und absteigenden Tonfolgen „tsi-writsü-writsü“ oder „wuti-wuti“. Der Warnruf ist ein kurzes metallisches „pik“ oder trocken „tett“.
Zugverhalten
Im Herbst verlassen sie ihr Brutrevier und überwintern südlich der Sahara. Der Zeitpunkt zur Rückkehr ins Brutgebiet ist genetisch festgelegt, im Mai treffen sie spätestens dort ein.
Beobachtungstipps
In weiten Teilen Deutschlands können Sie dem Trauerschnäpper lauschen. Sie werden ihn überwiegend in baum- und insektenreichen Landschaften antreffen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der Bestand des Trauerschnäppers leidet auch unter dem Rückgang geeigneter Nistplätze. Um dem Trauerschnäpper zu helfen, kannst du ihm Nistkästen im Garten aufhängen. Achte dabei auf ein Einflugloch mit 3,5 Zentimeter Durchmesser. Es sollte in zwei bis vier Metern Höhe hängen und vor Katzen geschützt sein.







