Trauerschnäpper
Trauerschnäppermännchen© Foto: Mathias Schäf

Ficedula hypoleuca

Trauerschnäpper

Der Trauerschnäpper ist in ganz Deutschland verbreitet und gern in Wäldern und baumreichen Gegenden unterwegs. Dem ruffreudigen und auffällig gezeichneten kleinen Vogel werden Sie bestimmt schon einmal begegnet sein. Mit dem ähnlichen Halsbandschnäpper geht er im Überschneidungsgebiet auch gerne Mischehen ein.

Ruf

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Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

70.000 - 135.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 1 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von Mai bis August zu beobachten

Größe

12-13 cm groß

Besonderheit

geht überwiegend fliegend auf Beutefang

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Trauerschnäpper-Männchen locken oft ein zweites Weibchen in ein Nest, das weit genug vom ersten entfernt ist, damit die beiden Partnerinnen nichts voneinander mitbekommen.

Iim Mai beginnt der Trauerschnäpper morgens bereits rund 40 bis 50 Minuten vor Sonnenaufgang zu singen und hört abends erst 20 Minuten nach Sonnenuntergang auf© Foto: Christoph Kasulke

Beschreibung

Aussehen

Das Männchen ist im Prachtkleid graubraun bis schwarz gefärbt, das Weibchen ist dunkelbraun. Die Unterseite sowie die Kehle sind strahlend weiß. Am Schnabelansatz ist ein großer weißer Fleck, wie auch an den Armschwingen. An den Handschwingen ist zudem eine kleine weiße Zeichnung, wie ein kleines Komma, das ihn vom Halsbandschnäpper unterscheidet.

Halsbandschnäpper auf einem Ast.

Ficedula albicollis

Halsbandschnäpper

Der Halsbandschnäpper sieht dem Trauerschnäpper ähnlich. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man jedoch, dass sich um seinen Hals ein weißes Band zieht.

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Verhalten

Trauerschnäpper sitzen gerne in höheren Warten und starten von dort aus ihre Jagdzüge auf Insekten, die sie sich im Flug schnappen. Am Boden sind sie selten zur Futtersuche unterwegs. Ihre Nester bauen sie in Baumhöhlen oder Nistkästen.

Lebensraum

Trauerschnäpper bewohnen Laub- und Mischwälder, Parks, Gärten und Taiga-Landschaften.

Gefährdung

Trauerschnäpper gelten durch fehlende Bruthöhlen wegen moderner intensiver Waldwirtschaft und durch Nahrungsmangel aufgrund von Pestizideinsatz als gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrung gehören überwiegend Insekten und Spinnen, gelegentlich auch Beeren.

Größere Beute schlägt er wiederholt gegen einen Ast, bis Beine und Fühler abbrechen. Die harten Reste werden später als kleine Gewölle (wie bei Eulen) ausgespien© Foto: Mathias Schäf

Stimme/Laute

Sie zwitschern fröhlich ihre auf und absteigenden Tonfolgen „tsi-writsü-writsü“ oder „wuti-wuti“. Der Warnruf ist ein kurzes metallisches „pik“ oder trocken „tett“.

Zugverhalten

Im Herbst verlassen sie ihr Brutrevier und überwintern südlich der Sahara. Der Zeitpunkt zur Rückkehr ins Brutgebiet ist genetisch festgelegt, im Mai treffen sie spätestens dort ein.

Beobachtungstipps

In weiten Teilen Deutschlands können Sie dem Trauerschnäpper lauschen. Sie werden ihn überwiegend in baum- und insektenreichen Landschaften antreffen.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Der Bestand des Trauerschnäppers leidet auch unter dem Rückgang geeigneter Nistplätze. Um dem Trauerschnäpper zu helfen, kannst du ihm Nistkästen im Garten aufhängen. Achte dabei auf ein Einflugloch mit 3,5 Zentimeter Durchmesser. Es sollte in zwei bis vier Metern Höhe hängen und vor Katzen geschützt sein. 

Anleitungen findest du hier.

 

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