Halsbandschnäpper auf einem Ast.
Halsbandschnäpper© Foto: Frank Derer

Ficedula albicollis

Halsbandschnäpper

Der Halsbandschnäpper sieht dem Trauerschnäpper auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man jedoch, dass sich um seinen Hals das namensgebende weiße Band zieht. Er kommt zudem nur im mittleren Süden und Südosten Europas vor. Interessanterweise brütet der Halsbandschnäpper aber auch in Südschweden auf Gotland und Ödland.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

3.000 - 6.000 Brutpaare

Bestands­trend

0 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von Mai bis August zu beobachten

Größe

12-13 cm groß

Besonderheit

Er schnappt sich seine Fliegen gerne im Flug.

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

/

Halsbandschnäpperweibchen© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Das Männchen ist anhand des breiten weißen Halsbandes und des weißen Bürzelflecks gut zu erkennen. Die strahlend weiße Unterseite steht im Kontrast zur schwarzen Oberseite. Das Weibchen ist unauffällig graubraun. Der weiße Handschwingenfleck ist größer als beim sehr ähnlichen Trauerschnäpper.

Um den Hals des Halsbandschnäppers zieht sich ein weißes Band.© Foto: Frank Derer

Verhalten

Gerne sitzt der kleine Vogel hoch oben in Laubbäumen und startet von dort aus seinen Beuteflug auf Insekten. Seltener ist er am Boden zur Futtersuche unterwegs. Er nistet in Baumhöhlen und nimmt gerne auch Nistkästen an.

Lebensraum

Halsbandschnäpper bewohnen Laubwälder, Parks, Gärten und Streuobstwiesen. Im Alpenvorland trifft man sie nicht an.

Gefährdung

Halsbandschnäpper sind nicht gefährdet, sehen sich aber mit fehlenden Bruthöhlen durch moderne intensive Waldwirtschaft und Nahrungsmangel durch Pestizideinsatz konfrontiert.

Nahrung

Insekten, Larven, Spinnen und weitere kleine Wirbellose zählen zur Beute des Halsbandschnäppers. Weiterhin werden auch hin und wieder Beeren gefressen.

Stimme/Laute

Mit einer Folge gezogener, einfacher Pfeiflaute macht er auf sich aufmerksam: "iihp". Sein Gesang ist ebenfalls ein kürzeres und einfaches „zit zit sju si“, er springt dabei in der Tonhöhe.

Zugverhalten

Im Herbst brechen die Halsbandschnäpper auf in ihre Winterquartiere ins zentrale und südliche Afrika. Im Frühling kehren sie zurück.

Beobachtungstipps

In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland können Sie die Natur hautnah erleben. Erleben Sie bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und treffen Sie Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

Mehr erfahren

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Nistkästen sind dem Halsbandschnäpper eine große Hilfe bei der Brutplatzsuche. Das Einflugloch sollte für ihn einen Durchmesser von 3,6 Zentimetern haben. In zwei bis vier Metern Höhe und auf der wetterabgewandten Seite angebracht, findet sich bestimmt bald ein Bewohner.

Vogelporträt: Halsbandschnäpper - NABU