
Circus pygargus
Wiesenweihe
Die Wiesenweihe hat starke Ähnlichkeit mit der Kornweihe, ist jedoch schmaler und hat spitzere Flügel. Auch ihre Population hat in Mitteleuropa massiv unter dem Lebensraumschwund gelitten. Sie ist ursprünglich ein Vogel ausgedehnter Feuchtgebiete, Moore und Heidelandschaften. Heute kommt sie auch in landwirtschaftlichen Gebieten vor, besonders, wenn dort spezielle Schutzmaßnahmen getroffen werden.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Stark gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
400 - 550 Brutpaare
Bestandstrend
+ 150 % (zunehmend)
Beschreibung
Aussehen
Das Männchen besitzt eine braun- bis aschgraue Färbung. Die Flügelspitzen sind schwarz. Die Unterseite ist heller mit braunen Tupfen. Das Weibchen hat eine unscheinbarere braune Grundfärbung. Die Unterseite ist weißlich mit einer braunen Längsbänderung, die auch im Nacken und an den Halsseiten erkennbar ist.
Verhalten
Die Wiesenweihe fliegt im niedrigen Suchflug und hält so Ausschau nach Beute. Ihr Nest baut sie am Boden und beginnt ungefähr im Mai mit der Brut, die bis August andauert.
Lebensraum
Die ursprünglichen Lebensräume der Wiesenweihe sind Moore, ausgedehnte Feuchtgebiete und Feuchtwiesen. Aufgrund von Schutzmaßnahmen, die darin bestehen, Nester in Agrarflächen zu kartieren und dort dann gezielt nicht zu mähen, lebt die Wiesenweihe teilweise nun auch in der Nähe des Menschen.
Gefährdung
In Deutschland ist sie stark gefährdet. Ihre ursprünglichen Brutgebiete sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, weshalb sie immer mehr auf landwirtschaftlich geprägte Flächen ausweicht und als Bodenbrüter somit abhängig von Schutzmaßnahmen ist.
Nahrung
Auf dem Speiseplan der Wiesenweihe stehen Kleinsäuger wie Wühlmäuse, Jungvögel, Eidechsen und auch Insekten.
Stimme/Laute
Außerhalb der Brutzeit ist die Wiesenweihe nicht sehr ruffreudig. Im Balzflug lässt sich ein schnelles „käkäkäkä“ vom Männchen vernehmen.
Zugverhalten
Im Gegensatz zur Kornweihe ist die Wiesenweihe ein Langstreckenzieher. Sie zieht ab September los und verbringt den Winter südlich der Sahara. Etwa im April kehrt sie in die Brutgebiete zurück.
Beobachtungstipps
Sie hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Kornweihe. Die Wiesenweihe ist jedoch schlanker und besitzt längere und spitzere Flügel. Mit etwas Glück kann man sie im niedrigen Suchflug in offenen Landschaften beobachten.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie deinen Schutz. Unterstütze uns und werde NABU-Mitglied!



