Hausrotschwanz auf einem Dach.
Vogel des Jahres 2025
Hausrotschwanz auf einem Dach© Foto: Jan Piecha

Phoenicurus ochruros

Hausrotschwanz

Früher war der Hausrotschwanz eher im Bergland anzutreffen. Er hat sich aber die menschlichen Siedlungen zu Nutze gemacht und findet dort beste Voraussetzungen, um zu brüten. Durch Haussanierungen hat er es aber immer schwerer, Nistmöglichkeiten zu finden. Sein Wahlslogan bei der fünften öffentlichen Vogelwahl im Herbst 2024  lautete daher„Mut zur Lücke!“ – und er konnte sich schließlich gegenüber vier weiteren Kandidaten durchsetzen. Somit trägt der Hausrotschwanz ab 2025 den Titel „Vogel des Jahres“.

Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

840.000 - 1.150.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 6 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von März bis November zu beobachten

Größe

13-15 cm groß

Besonderheit

vibriert ständig mit dem Schwanz

Reise

Mittel- und Langstreckenzieher, überwintert in Nordafrika und im Nahen Osten

Funfact

Mancherorts gilt der Hausrotschwanz als Glücksbringer.

Die Weibchen und jungen Männchen sind eher graubraun gefärbt. © Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Hausrotschwänze sind recht schlanke Vögel. Die Männchen sind grauschwarz gefärbt. Die Weibchen und junge Männchen sind eher graubraun. Am Flügel erkennt man bei den Männchen ein weißes Flügelfeld. Der lange Schwanz hat eine rostrote Färbung. Der Hausrotschwanz wird häufig mit dem ähnlichen Gartenrotschwanz verwechselt.

Nicht zu verwechseln mit:

Gartenrotschwanz auf einem Baumstamm mit Nahrung im Schnabel.
Vogel des Jahres 2011

Phoenicurus phoenicurus

Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz war früher häufiger Gartenvogel. Erfreulicherweise nehmen die Bestände in Städten und am Futterhaus seit einiger Zeit wieder zu.

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Die Männchen sind grauschwarz gefärbt.© Foto: Frank Derer

Verhalten

Hausrotschwänze wirken eher scheu und etwas nervös. Sie flitzen ständig innerhalb ihres Reviers herum. Charakteristisch sind auch das Schwanzzittern und häufige Knicksen mit den Beinen. Von Hausdächern aus kann man sie beim Singen beobachten. Ihr Nest bauen Hausrotschwänze in Höhlen und Felsspalten beziehungsweise in Nischen und kleinen Öffnungen an Gebäuden.

Lebensraum

Ursprünglich war der Hausrotschwanz ein Bewohner des steinigen Berglandes. Mittlerweile hat er Gebäude in Dörfern und Städten als Lebensraum erobert und ist auch in Gärten anzutreffen. Er bevorzugt eher vegetationsarme, offene Gebiete.

Gefährdung

Hausrotschwänze sind nicht gefährdet, Haussanierungen lassen jedoch ihre Brutnischen verschwinden.

Nahrung

Insekten, deren Larven, sowie Spinnen und Beeren stehen auf dem Speiseplan des Hausrotschwanzes.

Stimme/Laute

Der unverwechselbare laute Gesang besteht aus klappernden, knirschenden, pfeifenden und fauchenden Elementen. Sie werden in wechselnder Reihenfolge wiederholt. Auch ein scharf pfeifendes „fist“ lässt der Hausrotschwanz von sich hören.

Zugverhalten

Hausrotschwänze ziehen im Herbst in den Norden Afrikas und in den Nahen Osten. Im Frühling geht es zurück in die Brutgebiete. Jungvögel erschließen sich dann oft neue Reviere. Vereinzelt bleiben Vögel auch im Winter hier. Teilweise ziehen Brutvögel anderer Regionen bei uns durch.

Beobachtungstipps

Der Hausrotschwanz ist morgens einer der ersten Vögel, der seinen Gesang anstimmt. Sie können ihn schon vor der Morgendämmerung hören. Im Herbst bekräftigt der Hausrotschwanz seinen Revieranspruch noch einmal lautstark, bevor er sich auf die Reise in den Süden macht.

Welcher Vogel singt wann?

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Vermuten Sie ein Hausrotschwanznest an Ihrem Haus, versuchen Sie besser nicht, es zu finden oder den Nachwuchs zu erspähen. Die Eltern verlassen bei Störungen oft ihre Nestlinge. Üben Sie sich in Geduld und Sie können bald die Jungtiere bei ersten Flugversuchen beobachten.

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