
Sylvia atricapilla
Mönchsgrasmücke
Das Männchen hat eine schwarze, das Weibchen eine rotbraune Kappe. Diese Färbung soll an die Kopfbedeckung der Mönche erinnern – so kommt der kleine Singvogel zu seinen Namen. Die Mönchsgrasmücke lebt meist versteckt in dichtem Gestrüpp, hier baut sie im April ein Nest aus Grashalmen und dünnen Zweigen. Die Jungvögel werden gemeinsam bebrütet und aufgezogen. Die Mönchsgrasmücke hat einen hübschen und melodischen Gesang. Ihr Ruf hört sich an, als würde man zwei Kieselsteine aneinanderschlagen.
Alarmruf
Aufgenommen von Bodo Sonnenburg/XC731789
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Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
4.500.000 - 5.950.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 130 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von Ende März bis Oktober zu beobachten
Größe
13,5-15 cm groß
Besonderheit
„Kieselsteinruf“
Reise
Kurzstreckenzieher
Funfact
Mönchsgrasmücken passen sich flexibel an mildere Winter an: In den 80er Jahren entdeckten sie England als Überwinterungsgebiet, das auch heute noch genutzt wird.
Beschreibung
Aussehen
Bis auf den Scheitel ist die Mönchsgrasmücke recht einheitlich grau, an der Kehle und am Steiß ist der Vogel etwas heller. Die Kappe des Männchens ist schwarz, die des Weibchens und der Jungvögel rotbraun gefärbt.

Verhalten
Die Mönchsgrasmücke hält sich am liebsten versteckt in Sträuchern auf, ist aber leichter zu entdecken als Klapper- oder Gartengrasmücken. Außerdem ist sie die häufigste Grasmückenart. Weitere heimische Arten sind Dorngrasmücke und Sperbergrasmücke.
Lebensraum
Mönchsgrasmücken findet man in Gebieten mit vielen Sträuchern, zum Beispiel in schattigen Wäldern mit vielen Brombeeren oder an Feldrändern. Auch in Parks, Friedhöfen und Gärten fühlen sie sich wohl.
Gefährdung
Mönchsgrasmücken sind nicht gefährdet.
Nahrung
Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten und Spinnen, die sie von Blättern absammeln. Im Sommer und Herbst fressen die Vögel auch gerne Holunderbeeren oder andere weiche Beeren.
Stimme/Laute
Der Gesang der Mönchsgrasmücke ist ein melodisches, lautes Flöten, das mit einem leisen, „schwätzenden“ Vorgesang beginnt. Der häufigste Ruf ist ein kurzes, hartes „täk“, was an das Zusammenschlagen zweier Kieselsteine erinnert.
Zugverhalten
Mönchsgrasmücken sind Kurz- oder Mittelstreckenzieher, das heißt, sie überwintern in Südeuropa oder Nordafrika.
Beobachtungstipps
Die besten Chancen hast du in größeren Parks oder an Waldrändern. Im April hört man dort das laute Flöten der Männchen und wird so auf die unscheinbaren Vögel aufmerksam.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Leisten Sie mit dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und dem Kauf von ökologischen Lebensmitten einen Beitrag für eine insektenreiche Umwelt und sichern Sie so die Nahrungsgrundlage der Grasmücken. Wenn Sie einen großen Garten haben, pflanzen Sie dichte, beerentragende Sträucher.



