Mönchsgrasmücke auf einem Beerenstrauch.
Mönchsgrasmücke, Weibchen© Foto: Mathias Schäf

Sylvia atricapilla

Mönchsgrasmücke

Das Männchen hat eine schwarze, das Weibchen eine rotbraune Kappe. Diese Färbung soll an die Kopfbedeckung der Mönche erinnern – so kommt der kleine Singvogel zu seinen Namen. Die Mönchsgrasmücke lebt meist versteckt in dichtem Gestrüpp, hier baut sie im April ein Nest aus Grashalmen und dünnen Zweigen. Die Jungvögel werden gemeinsam bebrütet und aufgezogen. Die Mönchsgrasmücke hat einen hübschen und melodischen Gesang. Ihr Ruf hört sich an, als würde man zwei Kieselsteine aneinanderschlagen.

Alarmruf

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

4.500.000 - 5.950.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 130 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von Ende März bis Oktober zu beobachten

Größe

13,5-15 cm groß

Besonderheit

„Kieselsteinruf“

Reise

Kurzstreckenzieher

Funfact

Mönchsgrasmücken passen sich flexibel an mildere Winter an: In den 80er Jahren entdeckten sie England als Überwinterungsgebiet, das auch heute noch genutzt wird.

Mönchsgrasmücke, Männchen© Foto: : Bert Schreck

Beschreibung

Aussehen

Bis auf den Scheitel ist die Mönchsgrasmücke recht einheitlich grau, an der Kehle und am Steiß ist der Vogel etwas heller. Die Kappe des Männchens ist schwarz, die des Weibchens und der Jungvögel rotbraun gefärbt.

Die Mönchsgrasmücke gehört zu Deutschlands häufigsten Garten- und Wintervögeln.© Foto: Lutz Fohrer

Verhalten

Die Mönchsgrasmücke hält sich am liebsten versteckt in Sträuchern auf, ist aber leichter zu entdecken als Klapper- oder Gartengrasmücken. Außerdem ist sie die häufigste Grasmückenart. Weitere heimische Arten sind Dorngrasmücke und Sperbergrasmücke.

Lebensraum

Mönchsgrasmücken findet man in Gebieten mit vielen Sträuchern, zum Beispiel in schattigen Wäldern mit vielen Brombeeren oder an Feldrändern. Auch in Parks, Friedhöfen und Gärten fühlen sie sich wohl.

Gefährdung

Mönchsgrasmücken sind nicht gefährdet.

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten und Spinnen, die sie von Blättern absammeln. Im Sommer und Herbst fressen die Vögel auch gerne Holunderbeeren oder andere weiche Beeren.

Stimme/Laute

Der Gesang der Mönchsgrasmücke ist ein melodisches, lautes Flöten, das mit einem leisen, „schwätzenden“ Vorgesang beginnt. Der häufigste Ruf ist ein kurzes, hartes „täk“, was an das Zusammenschlagen zweier Kieselsteine erinnert.

Zugverhalten

Mönchsgrasmücken sind Kurz- oder Mittelstreckenzieher, das heißt, sie überwintern in Südeuropa oder Nordafrika.

Beobachtungstipps

Die besten Chancen hast du in größeren Parks oder an Waldrändern. Im April hört man dort das laute Flöten der Männchen und wird so auf die unscheinbaren Vögel aufmerksam.

Welcher Vogel singt wo?

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Leisten Sie mit dem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und dem Kauf von ökologischen Lebensmitten einen Beitrag für eine insektenreiche Umwelt und sichern Sie so die Nahrungsgrundlage der Grasmücken. Wenn Sie einen großen Garten haben, pflanzen Sie dichte, beerentragende Sträucher.

Vogelgartentipps

Weitere häufige Gartenvögel kennenlernen

Vogelporträt: Mönchsgrasmücke - NABU