Eichelhäher auf einem Ast.
Eichelhäher auf einem Ast© Foto: Mathias Schäf

Garrulus glandarius

Eichelhäher

Der Eichelhäher gehört zur Familie der Raben und ist unter ihnen mit Abstand der Farbenprächtigste. Ein Glückspilz ist, wer beim Waldspaziergang eine blau schillernde Flügelfeder von ihm findet. Den Ruf des Eichelhähers kann man nicht überhören. Der freche Geselle schnappt sich im Winter gerne die dicksten Brocken aus dem Futterhaus.

Ruf

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

520.000 – 700.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 14 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

32-35 cm groß, Flügelspannweite 54-58 cm

Besonderheit

auffällig in Verhalten und Gefieder

Funfact

Durch das Verstecken von Eicheln haben Eichelhäher erheblich zur Ausbreitung unserer Eichenwälder beigetragen.

Der Eichelhäher hat einen schwarzen Bartstreif© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Eichelhäher sind rötlich braun bis rosa gefärbt. Charakteristisch sind die schwarz-weiße Flügelzeichnung und das blau schillernde Flügelfeld. Bei Erregung stellt der Eichelhäher die Scheitelfedern auf. Kehle, Steiß und Bürzel sind weiß, der lange Schwanz ist schwarz. Am Kopf sieht man deutlich einen schwarzen Bartstreif.

Der Eichelhäher hat durch sein blau schillerndes Flügelfeld ein auffälliges Gefieder© Foto: Frank Derer

Verhalten

Er ist gerne in lockeren Grüppchen unterwegs. Sein Flug wirkt etwas unbeholfen und träge. Dafür klettert er geschickt im Geäst. Der Eichelhäher sammelt und versteckt Wintervorräte. Dabei kann er bis zu zehn Eicheln in seinem Kropf transportieren. Er warnt laut vor Gefahren.

Lebensraum

Man trifft sie vor allem in lichten Wäldern an, aber auch in Gärten, Dörfern und Städten sind sie häufig unterwegs. Buche, Hainbuche und Eiche sind für Eichelhäher bevorzugte Nahrungsquellen.

Gefährdung

Eichelhäher sind nicht gefährdet.

Nahrung

Eichelhäher ernähren sich unter anderem von Eicheln, Bucheckern und anderen Sämereien, Beeren, Obst und Nüssen. Tierische Nahrung nimmt er in Form von Insekten, Raupen, Kleintieren und seltener Eiern oder Jungvögeln zu sich.

Stimme/Laute

Am bekanntesten ist sein rätschender „krschäääh“-Ruf, mit dem er alle Waldbewohner vor Feinden warnt. Er ist besonders begabt im Imitieren anderer Vögel, vor allem Spechte und Habichte macht er täuschend echt nach. Im Winter gehören auch leise glucksende, klagende Töne zu seinem Repertoire.

Zugverhalten

Eichelhäher kann man ganzjährig bei uns sehen. Vögel aus nördlicheren Gebieten überwintern gerne bei uns.

Beobachtungstipps

Beim Spaziergang im Laub- und Mischwald trifft man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen Eichelhäher. Wohnen Sie in bewaldeter Umgebung, wird er spätestens im Winter am Futterhaus auftauchen. Dort kann man ihm in Ruhe zuschauen, wie er sich den Kropf mit Nüssen füllt und einen Vorrat für schlechte Zeiten anlegt.

Tipps zur Vogelfütterung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Wenn Ihr Garten waldnah liegt und dort Haselnüsse, Kirschen und Beeren wachsen, kommen Eichelhäher gerne vorbei. Denn sie fressen keineswegs nur Eicheln.

Natürliche Futterbar eröffnen

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Deutschlands größte naturkundliche Mitmachaktion

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