
Garrulus glandarius
Eichelhäher
Der Eichelhäher gehört zur Familie der Raben und ist unter ihnen mit Abstand der Farbenprächtigste. Ein Glückspilz ist, wer beim Waldspaziergang eine blau schillernde Flügelfeder von ihm findet. Den Ruf des Eichelhähers kann man nicht überhören. Der freche Geselle schnappt sich im Winter gerne die dicksten Brocken aus dem Futterhaus.
Ruf
Aufgenommen von Lars Lachmann
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
520.000 – 700.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 14 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
32-35 cm groß, Flügelspannweite 54-58 cm
Besonderheit
auffällig in Verhalten und Gefieder
Funfact
Durch das Verstecken von Eicheln haben Eichelhäher erheblich zur Ausbreitung unserer Eichenwälder beigetragen.
Beschreibung
Aussehen
Eichelhäher sind rötlich braun bis rosa gefärbt. Charakteristisch sind die schwarz-weiße Flügelzeichnung und das blau schillernde Flügelfeld. Bei Erregung stellt der Eichelhäher die Scheitelfedern auf. Kehle, Steiß und Bürzel sind weiß, der lange Schwanz ist schwarz. Am Kopf sieht man deutlich einen schwarzen Bartstreif.

Verhalten
Er ist gerne in lockeren Grüppchen unterwegs. Sein Flug wirkt etwas unbeholfen und träge. Dafür klettert er geschickt im Geäst. Der Eichelhäher sammelt und versteckt Wintervorräte. Dabei kann er bis zu zehn Eicheln in seinem Kropf transportieren. Er warnt laut vor Gefahren.
Lebensraum
Man trifft sie vor allem in lichten Wäldern an, aber auch in Gärten, Dörfern und Städten sind sie häufig unterwegs. Buche, Hainbuche und Eiche sind für Eichelhäher bevorzugte Nahrungsquellen.
Gefährdung
Eichelhäher sind nicht gefährdet.
Nahrung
Eichelhäher ernähren sich unter anderem von Eicheln, Bucheckern und anderen Sämereien, Beeren, Obst und Nüssen. Tierische Nahrung nimmt er in Form von Insekten, Raupen, Kleintieren und seltener Eiern oder Jungvögeln zu sich.
Stimme/Laute
Am bekanntesten ist sein rätschender „krschäääh“-Ruf, mit dem er alle Waldbewohner vor Feinden warnt. Er ist besonders begabt im Imitieren anderer Vögel, vor allem Spechte und Habichte macht er täuschend echt nach. Im Winter gehören auch leise glucksende, klagende Töne zu seinem Repertoire.
Zugverhalten
Eichelhäher kann man ganzjährig bei uns sehen. Vögel aus nördlicheren Gebieten überwintern gerne bei uns.
Beobachtungstipps
Beim Spaziergang im Laub- und Mischwald trifft man mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einen Eichelhäher. Wohnen Sie in bewaldeter Umgebung, wird er spätestens im Winter am Futterhaus auftauchen. Dort kann man ihm in Ruhe zuschauen, wie er sich den Kropf mit Nüssen füllt und einen Vorrat für schlechte Zeiten anlegt.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Wenn Ihr Garten waldnah liegt und dort Haselnüsse, Kirschen und Beeren wachsen, kommen Eichelhäher gerne vorbei. Denn sie fressen keineswegs nur Eicheln.




