
Hirundo rustica
Rauchschwalbe
Auf dem Lande sind Rauchschwalben alltägliche Begleiter und Anzeiger für Wetterumschwünge. „Die Schwalben fliegen tief“ ist ein Hinweis auf nahendes Regenwetter. Die Schwalben folgen dann nämlich ihrem Futter, das sich tiefdruckbedingt näher am Boden aufhält. Im Sommer kann man ihnen stundenlang bei ihren Flugmanövern zusehen.
Ruf
Aufgenommen von Lars Lachmann
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Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
530.000 – 1.000.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 7 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
von April bis Oktober zu beobachten
Größe
17-19 cm groß
Besonderheit
fliegt gerne niedrig und schnell über dem Boden und Wasseroberflächen
Reise
Langstreckenzieher, überwintert in Afrika
Funfact
Rauchschwalben fliegen bis zu 20 Meter pro Sekunde bei vier bis zehn Flügelschlägen.
Beschreibung
Aussehen
Erwachsene Rauchschwalben zeichnen sich durch ihr braunrotes Gesicht aus. Jüngere Schwalben sind eher rötlich-beige. Das Gefieder ist glänzend blauschwarz, die Unterseite weiß. Das schwarze Brustband kann man gut sehen. Im Flug erkennt man sie am besten an ihrem tief gegabelten Schwanz mit den langen Spießen.

Verhalten
Rauchschwalben bauen ihre Schlammnester an Durchgängen und Stallöffnungen. Ihre Nahrung fangen sie vor allem im Flug. Dabei flitzen sie je nach Wetter nah am Boden oder über der Teichoberfläche entlang. Man trifft sie vor allem in größeren Ansammlungen an. Bei der Insektenjagd fliegen sie im Luftraum unter den Mehlschwalben.
Lebensraum
Als Lebensraum bevorzugen sie ländliche Gegenden mit offenen Scheunen, Ställen und verwinkelten Gebäuden. Ihre Nester bauen sie bevorzugt an Höhleneingängen und ähnlichen Strukturen. Naheliegende kleine Gewässer gewähren die Versorgung mit Insekten.
Gefährdung
Trotz Herabstufung auf die Vornwarnliste gefährdeter Arten, bleiben die illegale Zerstörung von Nestern, Insektenschwund und geschlossene Tierställe große Probleme für die Rauchschwalbe.
Nahrung
Die Nahrung besteht aus fliegenden Insekten, hauptsächlich Fliegen und Mücken, oder Spinnen.
Stimme/Laute
Der Gesang ist laut und schnell zwitschernd. Sie schließt ihn meist mit einem Triller oder trockenem Schnurren ab. Am häufigsten hört man von ihr im Flug eine Reihe von munteren „witt witt“-Rufen.
Zugverhalten
Die Rauchschwalbe ist ein Sommervogel. Sie kommt vor den Mehlschwalben und fliegt nach ihnen in ihr Überwinterungsgebiet in Afrika.
Beobachtungstipps
Rauchschwalben trifft man im Sommer vor allem auf alten Bauernhöfen an, wo sie windgeschützte Nistplätze vorfinden. Schwalben sind standorttreu und kehren jedes Jahr auf ihren Hof zurück.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Offenställe und der Rückgang von Insekten machen der Rauchschwalbe schwer zu schaffen. Sie mag keine Zugluft und sucht sich immer häufiger Nistplätze in Waschküchen und Garagen. Um ihr zu helfen, kannst du Kunstnester und Kotbrettchen an einem geeigneten Ort anbringen. Die Rauchschwalbe mag es halbdunkel, windgeschützt und ab einer Höhe von zwei Metern.



