Rauchschwalbe steht an einer Schlammpfütze.
Vogel des Jahres 1979
Rauchschwalbe© Foto: Mathias Schäf

Hirundo rustica

Rauchschwalbe

Auf dem Lande sind Rauchschwalben alltägliche Begleiter und Anzeiger für Wetterumschwünge. „Die Schwalben fliegen tief“ ist ein Hinweis auf nahendes Regenwetter. Die Schwalben folgen dann nämlich ihrem Futter, das sich tiefdruckbedingt näher am Boden aufhält. Im Sommer kann man ihnen stundenlang bei ihren Flugmanövern zusehen.

Ruf

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

530.000 – 1.000.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 7 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Oktober zu beobachten

Größe

17-19 cm groß

Besonderheit

fliegt gerne niedrig und schnell über dem Boden und Wasseroberflächen

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Rauchschwalben fliegen bis zu 20 Meter pro Sekunde bei vier bis zehn Flügelschlägen.

Rauchschwalben fangen ihre Nahrung hauptsächlich im Fliegen. © Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Erwachsene Rauchschwalben zeichnen sich durch ihr braunrotes Gesicht aus. Jüngere Schwalben sind eher rötlich-beige. Das Gefieder ist glänzend blauschwarz, die Unterseite weiß. Das schwarze Brustband kann man gut sehen. Im Flug erkennt man sie am besten an ihrem tief gegabelten Schwanz mit den langen Spießen.

Rauchschwalben verbringen den Winter in Afrika.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Rauchschwalben bauen ihre Schlammnester an Durchgängen und Stallöffnungen. Ihre Nahrung fangen sie vor allem im Flug. Dabei flitzen sie je nach Wetter nah am Boden oder über der Teichoberfläche entlang. Man trifft sie vor allem in größeren Ansammlungen an. Bei der Insektenjagd fliegen sie im Luftraum unter den Mehlschwalben.

Lebensraum

Als Lebensraum bevorzugen sie ländliche Gegenden mit offenen Scheunen, Ställen und verwinkelten Gebäuden. Ihre Nester bauen sie bevorzugt an Höhleneingängen und ähnlichen Strukturen. Naheliegende kleine Gewässer gewähren die Versorgung mit Insekten.

Gefährdung

Trotz Herabstufung auf die Vornwarnliste gefährdeter Arten, bleiben die illegale Zerstörung von Nestern, Insektenschwund und geschlossene Tierställe große Probleme für die Rauchschwalbe.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus fliegenden Insekten, hauptsächlich Fliegen und Mücken, oder Spinnen.

Stimme/Laute

Der Gesang ist laut und schnell zwitschernd. Sie schließt ihn meist mit einem Triller oder trockenem Schnurren ab. Am häufigsten hört man von ihr im Flug eine Reihe von munteren „witt witt“-Rufen.

Zugverhalten

Die Rauchschwalbe ist ein Sommervogel. Sie kommt vor den Mehlschwalben und fliegt nach ihnen in ihr Überwinterungsgebiet in Afrika.

Beobachtungstipps

Rauchschwalben trifft man im Sommer vor allem auf alten Bauernhöfen an, wo sie windgeschützte Nistplätze vorfinden. Schwalben sind standorttreu und kehren jedes Jahr auf ihren Hof zurück.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Offenställe und der Rückgang von Insekten machen der Rauchschwalbe schwer zu schaffen. Sie mag keine Zugluft und sucht sich immer häufiger Nistplätze in Waschküchen und Garagen. Um ihr zu helfen, kannst du Kunstnester und Kotbrettchen an einem geeigneten Ort anbringen. Die Rauchschwalbe mag es halbdunkel, windgeschützt und ab einer Höhe von zwei Metern.

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