Hochdynamisch, divers und vielfältig genutzt
Die Nordsee

Hohe Nährstoffverfügbarkeit, große Planktonmassen und eine Gezeitendynamik, geringe Wassertiefen, turbulentes Wetter und eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sind bezeichnend für die Nordsee.
Geringe Wassertiefen und die hohe Dynamik werden insbesondere am Beispiel des Wattenmeers, deutlich. Auf der anderen Seite der Nordsee in England und Schottland ist die Küste durch steile Klippenlandschaften und flache sandige Abschnitte gekennzeichnet, vielfach durch starke Küstenerosion geformt.
Lebensräume unter und über der Oberfläche
Der Lebensraum Nordsee umfasst den Meeresboden, das Wasser und den Luftraum über dem Meer. Der Meeresboden wird aus einem Mosaik kleinräumiger, vielfältiger und vielfach geschützter Lebensräume gebildet. Riffe bieten zahlreichen Bodenlebewesen und Fischen einen Lebensraum und locken auch Seevögel und Schweinswale an.
Auch die Doggerbank, eine riesige Sandbank mit einer Fläche größer als Schleswig-Holstein, ist Heimat wichtiger Schlüsselarten im Nahrungsnetz wie dem Sandaal und bietet sowohl Hochseevögeln, aber auch Haien, Bartenwalen und Delfinen wichtige Nahrungsgebiete.
Klippen und Felsen im Meer bieten zahlreichen Seevögeln wie Basstölpeln, Dreizehenmöwen, Trottellummen oder Papageientauchern Brutmöglichkeiten. Ein besonders ikonischer Brutfelsen ist Bass Rock, gleichzeitig mit etwa 150.000 Individuen die weltweit größte Basstölpelkolonie der Welt. In Deutschland ist die Insel Helgoland hervorzuheben, welche tausenden Basstölpeln, Trottellummen, Dreizehenmöwen, Eissturmvögeln und Tordalken Brutplätze bietet.













