Schwimmender Tordalk
Schwimmender Tordalk© Foto: Mathias Schäf

Alca torda

Tordalk

Der Tordalk ist ein reiner Meeresvogel. Er hat Ähnlichkeit mit der Trottellumme, besitzt jedoch einen deutlich breiteren Schnabel. Sein Brutvorkommen in Deutschland ist auf die Hochseeinsel Helgoland beschränkt, wo wenige Paare seit dem Ende der 80er Jahre am Rande der großen Lummenkolonien in Felshöhlen oder in Nischen brüten. Er ist sehr kontrastreich schwarz-weiß gefärbt und hat einen vergleichsweise breiten Kopf.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Extrem selten

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

148 Individuen

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 1459 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

meist nur während der Brut zu beobachten

Größe

38-43 cm groß

Besonderheit

klobiger Schnabel mit weißer Zeichnung

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Sein englischer Name „Razorbill“ bedeutet übersetzt „Rasiermesser-Schnabel“ und zeugt von den scharfen Schnabelkanten.

© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Der Tordalk ist ein etwa stockentengroßer kontrastreich gefärbter Meeresvogel. Das Gefieder an der Oberseite ist schwarz, die Unterseite ist weiß. Sein Schnabel ist hoch, an den Seiten abgeflacht und mit weißen Linien geziert. Vom Schnabel zieht sich ein schmaler weißer Längsstreifen fast bis zu den Augen. Ein weißer Hinterrand ist an der Flügeloberseite zu erkennen.

Nicht zu verwechseln mit:

Trottellumme im Wasser

Uria aalge

Trottellumme

Trottellummen erinnern durch ihre Haltung und das schwarz-weiße Gefieder an kleine Pinguine. Zur Brutzeit sieht man sie auf der Hochseeinsel Helgoland.

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Verhalten

Tordalke brüten in der Regel nicht so dicht aneinader wie Trottellummen. Beim Ausbrüten des einzigen Eis und beim Füttern der Jungen wechseln sich die Geschlechter ab. Die ausgezeichneten Schwimmer können in Ausnahmen über 100 Meter tief tauchen.

Lebensraum

Als Meeresvogel verbringt er einen Großteil seines Lebens auf dem Meer. Nur zum Brüten sucht der Tordalk Felsvorsprünge und Höhlen oder Nischen auf.

Gefährdung

In Deutschland brütet er nur auf Helgoland, wo es eine niedrige Anzahl an Brutpaaren gibt. Auch der Tordalk leidet unter der Meeresverschmutzung.

Nahrung

Er ernährt sich in erster Linie von kleinen Meeresfischen, aber auch von Krebs- und Weichtieren.

Stimme/Laute

Er ist eher stumm und gibt am Brutplatz ein tiefes, knarrendes „urrr“ von sich.

Zugverhalten

Der Tordalk ist überwiegend ein Standvogel oder Kurzstreckenzieher. Den Winter verbringt er überwiegend im Nordseeraum.

Beobachtungstipps

In der Trottellummenkolonie ist der Tordalk manchmal schwierig ausfindig zu machen. Sein markanter Schnabel und das kontrastreichere Gefieder verraten ihn. Gute Chancen hat man, wie so oft, auf der „Vogelinsel“ Helgoland. Der NABU Hamburg bietet regelmäßig Exkursionen auf die Insel an:

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Vogelporträt: Tordalk - NABU