Basstölpel
Basstölpel© Foto: NABU/Winfried Rusch

Morus bassanus

Basstölpel

Basstölpel sind außergewöhnlich gute Flieger und Taucher. Auch aufgrund ihrer Größe und Färbung fallen sie auf. In Deutschland brüten sie nur auf Helgoland und das schon seit 1991. Diese hübschen Meeresvögel können dort jedes Jahr in ihren Brutkolonien beobachtet werden.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Extrem selten

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.485 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 2.643 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Juni zu beobachten, auf See ganzjährig

Größe

85-97 cm groß, Flügelspannweite 170-192 cm

Besonderheit

fängt Fische überwiegend beim Stoßtauchen

Reise

Kurz-, Mittelstreckenzieher

Funfact

Die Höchstgeschwindigkeit, die Basstölpel beim Eintauchen erreichen, beträgt bis zu 100 Stundenkilometer.

Basstölpel © Foto: NABU/Winfried Rusch

Beschreibung

Aussehen

Basstölpel sind etwa gänsegroß. Ihr Gefieder wird mit jedem Jahr heller, bis es ausgefärbt rein weiß ist. Die Flügelspitzen sind schwarz. Der Kopf weist eine gelbe Färbung auf, der kräftige lange Schnabel ist graubläulich. Auffällig sind auch die hellblauen Augen. Der Körper der Basstölpel ist stromlinienförmig. Die großen Schwimmfüße sind schwarz.

Basstölpel können eine Flügelspannweite von bis zu 192 cm erreichen© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Zur Brutsaison bevölkern Basstölpel die Steilküsten und Felseninseln zusammen mit anderen Meeresvögeln. Sie brüten in großen, lautstarken Kolonien. Basstölpel sind hervorragende Flieger, die mit schnellen gleichmäßigen Flügelschlägen und kurzen Gleitflügen über das Wasser segeln. Fische erbeuten sie, indem sie pfeilschnell aus dem Flug ins Wasser eintauchen.

Lebensraum

Basstölpel brüten hauptsächlich an Steilküsten, Klippen und auf unzugänglichen Felseninseln. Zur Nahrungssuche und außerhalb der Brutsaison sind sie überwiegend auf dem offenen Meer anzutreffen.

Gefährdung

Basstölpel sind nicht gefährdet, doch Plastikmüll und Offshore-Windenergieanlagen machen ihnen das Leben nicht leicht.

Nahrung

Die Nahrung des Basstölpels besteht aus fetthaltigen Fischen. Auch Fischereiabfälle von Fischkuttern werden aufgenommen.

Stimme/Laute

Sie verständigen sich durch verschiedene Rufe, wie ein krächzendes „rab-rab-rab“ oder „arrah-arrah“. Ein weiches „u-ah“ geben sie vor dem Flug von sich.

Zugverhalten

Basstölpel ziehen im Winter in mildere Gebiete. Außerhalb der Brutzeit findet man sie auf dem Atlantik, dem Mittelmeer bis hin nach Westafrika. Einige Exemplare bleiben jedoch auf der Nordsee.

Beobachtungstipps

Auf dem Helgoländer Lummenfelsen brüten regelmäßig unter anderem auch Basstölpel. Der Lummenfelsen – die Lange Anna – ist Schleswig-Holsteins kleinstes Naturschutzgebiet. Von oben herab hat man einen guten Blick auf die seltenen Seevögel.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Jährlich sterben viele Basstölpel und Jungvögel, weil sie sich in Fischernetzen und Plastikteilen verheddern, die als Nistmaterial benutzt wurden. Auch im Magen vieler verendeter Basstölpel wird Plastik gefunden. Unterstütze Müllsammelaktionen an Küsten und anderen Gewässern.

Das macht der NABU

Strandreinigungsaktion in Warnemünde

Meere ohne Plastik

Gemeinsam Gewässer retten

Mit dem Projekt wir dafür, dass unsere Meere nicht zur Müllkippe werden. Dafür führen wir Aktionen, wie den "Coastal Cleanup Day" im September, durch.

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Vogelporträt: Basstölpel - NABU]