Einzigartiges Binnenmeer zwischen salzig & süß

Die Ostsee

Die Ostsee ist eine faszinierende Welt zwischen süß und salzig, die vielen Arten eine Heimat bietet. Erfahre, wie vielfältig, aber auch wie zerbrechlich dieses besondere Meer vor unserer Haustür ist.
  • Artikel
  • Lesedauer: 1 Min.
Küste vor Fehmarn in der Abendsonne.
Küste Fehmarns© Foto: Frank Derer

Als größtes Brackwassermeer der Welt stellt die Ostsee einen einzigartigen Lebensraum dar. Weitgehend umschlossen kann nur über die Meerengen vom Kattegat ein Austausch von Wassermassen mit der Nordsee stattfinden. Während in anderen Meeren durch globale Umwälzungsprozesse Sauerstoff in die Tiefe transportiert wird, sind die tiefen Ostsee-Meeresbecken durch Sauerstoffarmut geprägt.

Seegraswiesen

Das dichte Grün einer Seegraswiese, die tatsächlich einem Wald unter Wasser gleicht, ist Lunge und Kinderstube der Ostsee zugleich. Seegraswiesen filtern Trüb- und Schadstoffe aus dem Wasser und produzieren lebenswichtigen Sauerstoff. Mit ihrem Geflecht aus feinen Wurzeln belüften und stabilisieren die Seegräser den Meeresboden.

Unzählige Arten leben im dichten Gewirr der heimischen Seegräser: Gras- und Schlangennadeln jagen hier, Meeresschnecken weiden auf den Blättern und scheue Seestichlinge und Felsengarnelen verstecken sich in dem dreidimensionalen Gewirr. Viele Arten legen hier ihre Eier ab, weshalb die Seegraswiesen auch als Kinderstube der Ostsee bezeichnet werden.

Mann steht mit VR-Brille an einer Bushaltestelle, hinter ihm sichtbar Unterwasserwelt mit Schweinswal

Wunderschöne, artenreiche Unterwasserwelt

OstseeLIFE

Entdecke im Grün des kleinsten Binnenmeeres der Erde faszinierende Seegraswiesen und Steinriffe. Sag Dorsch, Seenadel, Robbe & Co. hallo!

Jetzt abtauchen!

Bedrohungen der Ostsee

Die Ostsee zählt wie die Nordsee zu den am stärksten genutzten Meeren der Welt. Der geringe Wasseraustausch sorgt dafür, dass Belastungen durch Eutrophierung besonders stark wirken. Der hohe Nährstoffeintrag, insbesondere aus der Landwirtschaft sorgt für starke Algenblüten, deren Zersetzungsprozesse den Sauerstoffgehalt der Tiefenbecken stark dezimieren und Sauerstoffminimumzonen entstehen lassen.

Die intensive Befischung hat zum Einbruch einiger Fischvorkommen, beispielsweise des Dorsches, geführt. Klimatische Veränderungen und Sauerstoffmangel minimieren die Chancen auf eine baldige Erholung, zumal der Fischereidruck selbst die Evolution der Dorsche dahin gelenkt hat, dass die Fische kleiner werden – und deutlich weniger Eier produzieren.

Weitere Belastungen entstehen durch die Schifffahrt, die gerade in den Meerengen im Südwesten intensiv ist und wenig Ausweichmöglichkeiten von stark sensitiven Meeresgebieten ermöglicht. Auch Offshore-Windparks in den von Fledermäusen und Zugvögeln intensiv genutzten Zugarealen in der südwestlichen Ostsee können ein starkes Kollisionsrisiko erzeugen. Hinzu kommen Munitionsbelastungen und Verschmutzungen durch Plastik und weitere Gefahrstoffe, Infrastrukturprojektvorhaben wie der Fehmarn-Belttunnel oder Pipelines, für die wertvolle Habitate zerstört wurden. All diese Belastungen führen dazu, dass auch HELCOM den Zustand der Ostsee in seinem letzten Zustandsbericht als schlecht einstufte.

Schmierfettklumpen am Strand

Unheil von mehreren Seiten

Belastungen und Nutzungen unserer Meere

Ob Ölkatastrophe, Schiffsunglück, Pipelines oder Munition im Meer – unsere Meere und seine Bewohner werden von vielen Gefahren bedroht. Schluss damit!

Mehr anzeigen

Wie kannst du der Ostsee helfen?

ein Schwarm Alpenstrandläufer am Meer
Meer

Meeres-Patenschaft

Unsere Meere schützen!

Sorge mit uns dafür, dass Nord- und Ostsee und ihre Bewohner eine Zukunft haben. Schütze die Vielfalt der Meere!

Jetzt Pat*in werden!
Fische im Fangnetz werden an Bord geholt.

Guter Fisch-Liste hilft beim Kauf

Erkenne „guten Fisch“

Überfischung, zerstörte Lebensräume, Beifang: erfahre, welcher Fisch die wenigsten unerwünschten Begleiterscheinungen mit sich bringt.

Zur Guter-Fisch-Liste

Mehr über die Ostsee und den Meeresschutz erfahren

Faszination Ostsee | NABU