Vielfalt in schwarz, grau und braun

Rabenvögel im Vergleich

Rabenvögel gelten als besonders intelligent. Kein Wunder also, dass die meisten von ihnen längst entdeckt haben, wie gut der Tisch für sie in Städten und Dörfern gedeckt ist. Anhand von Farbdetails bei Schnäbeln und Gefieder lassen sich die Arten gut auseinanderhalten.
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Saatkrähen in einem blätterlosen Baum.
Saatkrähenkolonie© Foto: Mathias Schäf

Die Rabenkrähe

Die Rabenkrähe ist eine reinschwarze Krähe und westeuropäische Zwillingsart der Nebelkrähe. Früher wurden beide Arten als „Aaskrähe“ zusammengefasst, DNA-Analysen zeigen aber, das es sich um eigenständige Arten handelt. Die Verbreitungsgrenze geht mitten durch Deutschland, in einer Überschneidungszone treten vereinzelt auch Hybride aus beiden Arten auf.Sie sind auch in Dörfern und Städten weit verbreitet.

Rabenkrähe© Foto: Mathias Schäf

Die Nebelkrähe

Hellgraue Krähe mit schwarzen Flügeln und schwarzem Kopf. Die Nebelkrähe als Zwillingsart der Rabenkrähe. Früher wurden beide Arten als „Aaskrähe“ zusammengefasst, DNA-Analysen zeigen aber, das es sich um eigenständige Arten handelt. Sie brütet vor allem in den östlichen Bundesländern und in Schleswig-Holstein. Ihre Verbreitungsgrenze verläuft ungefähr entlang der Elbe, in einer Überschneidungszone treten vereinzelt auch Hybride aus beiden Arten auf. Im Winter kommen Nebelkrähen als Zugvögel aus Osteuropa in geringer Zahl auch im Westen vor. Sie sind auch in Dörfern und Städten weit verbreitet. 

Nebelkrähe© Foto: Christoph Moning

Die Saatkrähe

Die Saatkrähe ist etwa so groß wie Raben- und Nebelkrähe, wichtigstes Kennzeichen ist der „nackte“ helle Schnabel. Im Winter Zuzügler aus dem Osten und Norden. Brütet in Kolonien, gerne auch in städtischen Parks und bis in die Innenstädte.

Saatkrähen sind selten allein unterwegs© Foto: NABU Rinteln/Kathy Büscher

Der Kolkrabe

Der Kolkrabe ist nicht nur unser größter Rabenvogel, sondern unser größter Singvogel überhaupt. Gefieder reinschwarz mit grünlichem bis bläulich-metallischem Glanz, kräftiger Schnabel. Für einen Rabenvogel recht wohlklingende, kehlige Rufe. Im Osten häufiger als im Westen. Kommt auch in bewaldeten Parks vor.

Kolkraben© Foto: Mathias Schäf

Die Dohle

Die Dohle ist ein dunkelgrauer Vogel mit hellgrauem Nacken und kurzem Schnabel, kleiner als Saat-, Raben- und Nebelkrähe. Höchste Siedlungsdichten in Städten. Höhlenbrüter in Felswänden, alten Bäumen und Gebäuden (Kamine, Kirchtürme), bildet oft kleine Kolonien. 

Im Winter ziehen Brutvögel aus Osteuropa und dem Baltikum nach Mitteleuropa. Östliche Tiere teils mit weißem Halsseitenfleck, sogenannte Halsbanddohlen. Oft gemischte Wintergruppen mit Saat-, Raben- und Nebelkrähen.

Dohle© Foto: Frank Derer

Die Alpendohle

Größe ähnlich der „normalen“ Dohle, Gefieder aber komplett schwarz. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal: gelber Schnabel. Alpendohlen sind Allesfresser, im Winter besuchen sie auch die Siedlungen. Beobachtungswahrscheinlichkeit außerhalb des Alpenraumes gegen null.

Alpendohle© Foto: Frank Derer

Die Elster

Die Elster ist ein schlanker Rabenvogel mit langem, dünnen Schwanz, dank typischer Schwarz-Weiß-Färbung unverwechselbar. Wegen Bejagung und Ausräumung der Feldflur heute ein ausgesprochener Vogel der Dörfer und Städte, besonders von Ortsrandlagen.

Elster© Foto: Mathias Schäf

Der Eichelhäher

Rot-beige Grundfärbung, gestrichelter Scheitel, schwarzer Bartstreif und blaue Flügelbugfedern zeichnen den Eichelhäher aus. Keine Verwechslungsgefahr. Waldbewohner, der auch in Parks, größeren Gärten und auf baumreichen Friedhöfen siedelt.

Im Herbst und Winter gelegentlich Masseneinflug von Tieren aus Skandinavien und dem Baltikum. Allesfresser, der sich am Futterhäuschen gerne mit Sämereien und Nüssen aller Art bedient.

Eichelhäher© Foto: Mathias Schäf

Der Tannenhäher

Größe wie Eichelhäher, Gefieder braun mit dichter weißer Fleckung. Nur in den Alpen und Mittelgebirgen (Alb, Schwarzwald, Eifel, Sauerland, Weserbergland, Harz) zu Hause. Vogel der Nadelwälder, bevorzugte Nahrung Kiefern- und Fichtensamen sowie Haselnüsse, auch Beeren und Obst.

Im Winter besucht der Tannenhäher auch Siedlungsbereiche. Ab dem Herbst gelegentlich Invasionseinflüge aus Nordosteuropa und Sibirien.

Tannenhäher© Foto: Mathias Schäf