Vielfalt in schwarz, grau und braun
Rabenvögel im Vergleich

Die Rabenkrähe
Die Rabenkrähe ist eine reinschwarze Krähe und westeuropäische Zwillingsart der Nebelkrähe. Früher wurden beide Arten als „Aaskrähe“ zusammengefasst, DNA-Analysen zeigen aber, das es sich um eigenständige Arten handelt. Die Verbreitungsgrenze geht mitten durch Deutschland, in einer Überschneidungszone treten vereinzelt auch Hybride aus beiden Arten auf.Sie sind auch in Dörfern und Städten weit verbreitet.

Die Nebelkrähe
Hellgraue Krähe mit schwarzen Flügeln und schwarzem Kopf. Die Nebelkrähe als Zwillingsart der Rabenkrähe. Früher wurden beide Arten als „Aaskrähe“ zusammengefasst, DNA-Analysen zeigen aber, das es sich um eigenständige Arten handelt. Sie brütet vor allem in den östlichen Bundesländern und in Schleswig-Holstein. Ihre Verbreitungsgrenze verläuft ungefähr entlang der Elbe, in einer Überschneidungszone treten vereinzelt auch Hybride aus beiden Arten auf. Im Winter kommen Nebelkrähen als Zugvögel aus Osteuropa in geringer Zahl auch im Westen vor. Sie sind auch in Dörfern und Städten weit verbreitet.

Die Saatkrähe
Die Saatkrähe ist etwa so groß wie Raben- und Nebelkrähe, wichtigstes Kennzeichen ist der „nackte“ helle Schnabel. Im Winter Zuzügler aus dem Osten und Norden. Brütet in Kolonien, gerne auch in städtischen Parks und bis in die Innenstädte.

Der Kolkrabe
Der Kolkrabe ist nicht nur unser größter Rabenvogel, sondern unser größter Singvogel überhaupt. Gefieder reinschwarz mit grünlichem bis bläulich-metallischem Glanz, kräftiger Schnabel. Für einen Rabenvogel recht wohlklingende, kehlige Rufe. Im Osten häufiger als im Westen. Kommt auch in bewaldeten Parks vor.

Die Dohle
Die Dohle ist ein dunkelgrauer Vogel mit hellgrauem Nacken und kurzem Schnabel, kleiner als Saat-, Raben- und Nebelkrähe. Höchste Siedlungsdichten in Städten. Höhlenbrüter in Felswänden, alten Bäumen und Gebäuden (Kamine, Kirchtürme), bildet oft kleine Kolonien.
Im Winter ziehen Brutvögel aus Osteuropa und dem Baltikum nach Mitteleuropa. Östliche Tiere teils mit weißem Halsseitenfleck, sogenannte Halsbanddohlen. Oft gemischte Wintergruppen mit Saat-, Raben- und Nebelkrähen.

Die Alpendohle
Größe ähnlich der „normalen“ Dohle, Gefieder aber komplett schwarz. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal: gelber Schnabel. Alpendohlen sind Allesfresser, im Winter besuchen sie auch die Siedlungen. Beobachtungswahrscheinlichkeit außerhalb des Alpenraumes gegen null.

Die Elster
Die Elster ist ein schlanker Rabenvogel mit langem, dünnen Schwanz, dank typischer Schwarz-Weiß-Färbung unverwechselbar. Wegen Bejagung und Ausräumung der Feldflur heute ein ausgesprochener Vogel der Dörfer und Städte, besonders von Ortsrandlagen.

Der Eichelhäher
Rot-beige Grundfärbung, gestrichelter Scheitel, schwarzer Bartstreif und blaue Flügelbugfedern zeichnen den Eichelhäher aus. Keine Verwechslungsgefahr. Waldbewohner, der auch in Parks, größeren Gärten und auf baumreichen Friedhöfen siedelt.
Im Herbst und Winter gelegentlich Masseneinflug von Tieren aus Skandinavien und dem Baltikum. Allesfresser, der sich am Futterhäuschen gerne mit Sämereien und Nüssen aller Art bedient.

Der Tannenhäher
Größe wie Eichelhäher, Gefieder braun mit dichter weißer Fleckung. Nur in den Alpen und Mittelgebirgen (Alb, Schwarzwald, Eifel, Sauerland, Weserbergland, Harz) zu Hause. Vogel der Nadelwälder, bevorzugte Nahrung Kiefern- und Fichtensamen sowie Haselnüsse, auch Beeren und Obst.
Im Winter besucht der Tannenhäher auch Siedlungsbereiche. Ab dem Herbst gelegentlich Invasionseinflüge aus Nordosteuropa und Sibirien.
