
Pica pica
Elster
Elstern haben schon lange den Ruf als diebische Langfinger, jedoch völlig unbegründet. Es kann schon einmal vorkommen, dass die neugierigen Vögel Drähte zum Nestbau verwenden. Das gezielte Stehlen von glitzernden Gegenständen konnte ihnen aber nicht nachgewiesen werden. Auch ihr Ruf, für den Rückgang kleiner Singvögel verantwortlich zu sein, ist unbegründet. Zwar fressen Elstern auch mal Vogeleier, doch in zu geringem Ausmaß, um wirklich für den Rückgang der Singvogelbestände verantwortlich zu sein.
Gesang
Aufgenommen von Lars Lachmann
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Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
410 000–610 000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 12 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
40-51 cm groß, davon etwa 20-30 cm Schwanz
Besonderheit
schwarz-weißer Rabenvogel
Funfact
Zu den üblichen Balzritualen von Elstern zählen Gefiederkraulen, Schnäbeln und Balzfüttern. Die Paare bleiben oft lebenslang zusammen.
Beschreibung
Aussehen
Elstern sind etwas kleiner als Krähen, im Gegensatz zu diesen aber schwarz-weiß gefärbt, und haben einen langen Schwanz. Unter bestimmten Lichtbedingungen glänzt ihr schwarzes Gefieder metallisch blau oder grün. Im Flug sind der lange Schwanz sowie die weißen Handflügel besonders auffällig. Elstern sind unverwechselbar.
Verhalten
Elstern sind sehr intelligente und neugierige Tiere. Sie verstecken ihre Nahrung für kurze Zeit in kleinen Löchern im Boden und müssen sich die Stelle genau einprägen, um sie später wiederzufinden. Gelegentlich jagen sie auch anderen Vögeln ihre Beute ab. Ihre auffälligen Nester bauen sie in Bäumen mit einem Dach aus Zweigen.
Lebensraum
Ursprünglich kamen Elstern vor allem in der offenen Agrarlandschaft vor. Mit der Ausräumung der Feldflur und dem einhergehenden Rückgang kurzrasiger Weiden, die zur Nahrungssuche dienen, verlagern sie ihre Lebensräume vermehrt in die Siedlungsbereiche. Dort trifft man sie beispielsweise in Gärten, Hinterhöfen oder Parks an.
Gefährdung
Elstern sind nicht gefährdet. Früher wurden sie stark bejagt, was zu einem Bestandseinbruch führte. Auch die Ausräumung der Kulturlandschaft macht ihnen zu schaffen. Jedoch konnten sich die Bestände wieder erholen, indem die Elstern verstärkt in die Siedlungsbereiche eingewandert sind. Insgesamt ist ihr Bestand seit 20 Jahren stabil.
Nahrung
Was ihre Nahrung angeht, sind Elstern nicht sehr wählerisch. Sie fressen Regenwürmer, kleine Wirbeltiere, Vogeleier, Beeren, Sämereien, und Früchte. Im Winter helfen ihnen auch Abfälle oder Aas über die Runden.
Stimme/Laute
Das typische Meckern der Elster ist vielen bekannt. Sie ruft sehr hart „tscha-k“ oder auch „tschaah-tscha“. Ihr Gesang ist nur selten zu hören.
Zugverhalten
Elstern sind Standvögel. Im Winter kann man jedoch größere Gruppen in der Nähe ihrer Schlafplätze beobachten.
Beobachtungstipps
Die intelligenten Tiere merken sehr schnell, wenn sie beobachtet werden, und verhalten sich dann auffällig unauffällig. Man trifft sie vor allem in Gartenanlagen mit vielen Laubbäumen und kurzrasigen Flächen an. Dort suchen sie oftmals auf dem Boden nach Nahrung oder lassen ihr typisches Meckern von der Baumkrone ertönen. Im Winter kann es auch vorkommen, dass sie das Vogelfutterhäuschen aufsuchen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Akzeptiere den Lauf der Natur. Dass Elstern und andere Rabenvögel Eier und Jungvögel fressen, gehört zur natürlichen Nahrungskette. Der Rückgang vieler Singvögel hat damit nichts zu tun.








