
Turdus pilaris
Wacholderdrossel
Wacholderdrosseln fressen Insekten, Würmer und Schnecken, aber auch die namensgebenden Wacholderbeeren. Dadurch bekommt ihr Fleisch angeblich einen leicht bitteren Geschmack, weshalb die Vögel in Deutschland gerne verzehrt wurden. Aber auch heute noch schießen Jäger in Südeuropa zahlreiche Wacholderdrosseln, die vor allem wegen ihrer Größe beliebt sind. In Deutschland sind sie überwiegend im Westen und Süden regelmäßige Brutvögel.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
64.000 - 125.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 59 % (abnehmendl)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
22-27 cm groß
Besonderheit
grauer Kopf und gelber Schnabel
Reise
Kurzstreckenzieher und Standvogel
Funfact
Kommt ein Greifvogel der brütenden Kolonie zu nah, attackieren die Drosseln den Feind und bespritzen ihn mit Kot, sodass er sogar kurzzeitig nicht mehr fliegen kann.
Beschreibung
Aussehen
Wacholderdrosseln sind ungefähr so groß wie Amseln, aber kompakter und durch ihren gelben Schnabel, den grauen Kopf und durch ihre ockergelbe Brust gut von den anderen Drosselarten zu unterscheiden. Die Flügel sind dunkelbraun, und ihre Unterseite ist weiß mit dunklen, dreieckigen Flecken.
Verhalten
Wacholderdrosseln brüten in tiefen, oft in Stammgabelungen angelegten Napfnestern, in denen die Weibchen fünf bis sechs Eier bebrüten. Anschließend kümmern sich beide Elternteile um die Versorgung der Jungvögel.

Lebensraum
Sie kommt in lichten Laub- und Mischwäldern, in großen Parks und Gärten, in Feldgehölzen oder Alleen vor. Dort brütet sie gerne in kleinen Kolonien. Ihre Nahrung sucht sie auf dem Zug bevorzugt auf Weiden und Wiesen.
Gefährdung
Sie sind nicht gefährdet.
Nahrung
Am Boden suchen Wacholderdrosseln nach Würmern, Schnecken und Insekten. Vor allem im Spätsommer, Herbst und Winter bilden Beeren die Hauptnahrung der bunten Vögel.
Stimme/Laute
Der Ruf ist ein auffälliges, schackerndes „tschäck“, was oft einige Male wiederholt wird. Der Gesang besteht aus schwätzenden Elementen mit kurzen Pausen.
Zugverhalten
Wacholderdrosseln sind überwiegend Kurzstreckenzieher. Sie überwintern in Süd- und Mitteleuropa und sind daher ganzjährig bei uns zu entdecken, im Winter vor allem als Überwinterer aus Nordeuropa.
Beobachtungstipps
Mit Ausnahme von Schleswig-Holstein und dem Norden von Niedersachsen sind Wacholderdrosseln als Brutvogel flächendeckend verbreitet, wobei sie überall nicht häufig sind. Am besten nehmen Sie ein Fernglas mit und achten auf „meckernde“ Vogelkolonien in den Kronen hoher Bäume und in Sträuchern. Rastende Trupps auf dem Zug kann man im Offenland überall beobachten.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Pflanze heimische, beerentragende Sträucher an. Dann hast du im Herbst und Winter die besten Chancen, die bunten Drosseln in Ihren Garten zu locken. Gärtnere insektenfreundlich, damit auch die Nahrungsgrundlage der Wacholderdrosseln und vieler anderer Vögel zur Brutzeit gesichert ist.









