Rohrdommel läuft durch den Schnee.
Rohrdommel© Foto: Christoph Moning

Botaurus stellaris

Rohrdommel

Die Rohrdommel lebt in Wassernähe, versteckt in großen Schilf- und Röhrichtbeständen. In Westdeutschland ist sie weitgehend verschwunden, im Osten gibt es noch einige hundert Brutpaare, allerdings mit abnehmender Tendenz. Dank ihres braun gemusterten Gefieders ist die Rohrdommel im Schilf bestens getarnt. Sie ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Während der Balz gibt das Männchen einen dumpfen Ton von sich, der an ein Nebelhorn erinnert und in bis zu fünf Kilometern Entfernung zu hören ist.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

800 - 850 Brutpaare

Bestands­trend

- 14 %

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

69-81 cm groß

Besonderheit

bei Gefahr in Pfahlstellung

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Den Ruf der Rohrdommel kann man imitieren, wenn man schräg in eine Flasche bläst.

Rohrdommeln sind hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktive Vögel.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Das Gefieder des etwa reihergroßen Vogels ist überwiegend gelbbraun mit einem schwarz-braunen Muster und bietet somit die perfekte Tarnung im Schilf. Scheitel und Hinterkopf sind schwarz. Im Flug sind die breiten Flügel erkennbar. Insgesamt ist die Gestalt der Rohrdommel sehr kompakt.

Rohrdommeln ernähren sich vor allem von Fischen.© Foto: Paul Gläser

Verhalten

Sie ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Langsam pirschend lauert sie ihrer Beute auf und schlägt dann plötzlich und blitzschnell zu. Ihr Nest baut sie aus Schilf über dem Wasserspiegel. Bei Gefahr nimmt sie die Pfahlstellung ein, in der sie Kopf und Hals kerzengerade nach oben streckt und sich sogar mit dem Schilf im Wind wiegt.

Lebensraum

Die Rohrdommel lebt in ausgedehnten Schilf- oder Röhrichtbeständen am Wasser. In Deutschland kommt sie vor allem im Nordosten vor.

Gefährdung

Die Population der Rohrdommel gilt in Deutschland als gefährdet. Hauptgrund sind der Verlust großer und ungestörter Röhrichte, etwa durch Austrocknung.

Nahrung

Auf dem Speiseplan der Rohrdommel stehen vor allem Fische, Frösche und Wasserinsekten. Seltener werden auch Reptilien und Kleinsäuger erbeutet.

Stimme/Laute

Während der Balz stößt das Männchen ein nebelhornartiges, dumpfes „whuuump“ aus. Im Flug gibt die Rohrdommel tiefe, krächzende Töne von sich, die an ein Fuchsbellen erinnern.

Zugverhalten

Die Rohrdommel ist ein Standvogel und Kurzstreckenzieher. Bei Vereisung weicht sie nach Süden aus.

Beobachtungstipps

Als heimlicher Schilfbewohner ist es äußerst schwierig, die Rohrdommel zu beobachten. In ihrer Pfahlstellung ist sie zudem noch besser im Schilf getarnt. Die nebelhornartigen Balzlaute des Männchens kann man jedoch aus weiter Entfernung noch hören.

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Was kann ich tun?

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Vogelporträt: Rohrdommel - NABU