
Alauda arvensis
Feldlerche
Die Feldlerche hat seit den 1980ern teilweise dramatische Bestandsverluste erlitten, sodass sich ihr Bestand in Deutschland bis heute halbiert hat. Noch ist sie ein typischer Feldvogel und daher recht bekannt. Sie bevorzugt offene Lebensräume mit abwechslungsreicher Vegetation. Ihr Gefieder ist überwiegend braun, und das Männchen besitzt eine kurze, stumpfe Federhaube, die es aufstellen oder anlegen kann.
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Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.200.000 - 1.900.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 51 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
16-18 cm groß
Besonderheit
typischer Feldvogel
Reise
Standvogel und Kurzstreckenzieher
Funfact
Sie sind sehr ausdauernd und können bis zu 15 Minuten lang im Singflug ihre Strophen vortragen. Dabei steigen sie bis zu 100 Metern auf – eine gewaltige Atemleistung.
Beschreibung
Aussehen
Die Oberseite sowie der Kopf sind überwiegend in verschiedenen Brauntönen gestrichelt. Die gestrichelte Brust steht stark im Kontrast zum weißen, ungemusterten Bauch. Das Männchen kann die kurze, stumpfe Federhaube anlegen oder aufstellen. Der Schnabel ist relativ dick und spitz.

Verhalten
Die Feldlerche singt typischerweise im Flug, seltener auch von Bäumen aus. Sie hält sich an Feldern und Wegen auf. Bei Gefahr duckt sie sich zunächst und fliegt dann katapultartig auf.
Lebensraum
Feldlerchen leben meist in offenen Agrarflächen und Wiesen oder auch Heiden. Sie bevorzugen abwechslungsreiche Vegetationen und leben häufig in der Nähe von Brachflächen.
Gefährdung
In Deutschland gilt sie als gefährdet, nachdem sie in den letzten Jahrzehnten teilweise dramatische Bestandsverluste erlitten hat. Intensive Agrarlandschaften lassen Feldlerchen keinen Platz. Um auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen, war sie 1998 und 2019 „Vogel des Jahres“.
Nahrung
Im Sommer stehen vor allem verschiedene Insekten auf ihrem Speiseplan. Im Winter hingegen frisst sie meist Samen von verschiedenen Getreidesorten oder Gräsern und Kräutern.
Stimme/Laute
Feldlerchen singen häufig im Flug. Ihr Gesang ist ein lang anhaltendes, ausdauerndes Flöten, Zirpen und Rollen, das manchmal viele Minuten lang am Stück vorgetragen wird. Teilweise imitieren sie dabei auch andere Vögel, zum Beispiel Limikolen. Rufe sind häufig trockene, rollende Laute wie „prriit“.
Zugverhalten
Sie verbringt häufig die Winter bei uns oder weicht teilweise in den Süden aus.
Beobachtungstipps
Feldlerchen waren früher regelmäßige Brutvögel der Agrarlandschaft. Sie sind jedoch immer seltener geworden. Man kann sie trotzdem noch auf Äckern, Wiesen oder Agrarflächen beobachten. Feldlerchen sind jedoch gut getarnt mit ihrer überwiegend braunen Gefiederfärbung.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Unterstützen Sie Landwirt*innen, die Blühflächen anlegen. Denn dort können Feldlerchen erfolgreich brüten und finden genug Futter für sich und ihren Nachwuchs.
