Graugans auf dem Wasser.
Graugans© Foto: Christoph Moning

Anser anser

Graugans

Die typischste Gans auf unseren Feldern und Wiesen ist die Graugans. Auch in Parks und an Teichen fühlt sie sich heutzutage wohl. Wenn sie in teilweise großen Gruppen über uns hinweg fliegt, hört man sie auch gut an ihren lauten, langgezogenen Rufen. Sichtet sie einen Spaziergänger, kann man hören, wie eine Gans den ganzen Trupp warnt, und dann wird man von allen Vögeln skeptisch beobachtet. Sie ist die häufigste Gans in Europa und der Vorfahr unserer Hausgänse.

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

54.000 – 77.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 345 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von März bis August zu beobachten, teils ganzjährig

Größe

74-84 cm groß, Flügelspannweite 149-168 cm

Besonderheit

silbergraue Flügeldecken

Reise

Teilzieher, zunehmend Standvogel, überwintert in Süd- und Westeuropa

Funfact

Bei Graugänsen gibt es auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften zwischen Männchen.

Grauganspaare könne für eine lange Zeit zusammen bleiben.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Graugans ist sehr kompakt und eine der größeren Gänse bei uns. Ihr Körper ist grau und braun, Hals und Kopf sind etwas heller. Der kräftige Schnabel ist orange bis rosa. Die Beine sind mattrosa. Im Flug ist die breite weiße Binde am aufgefächerten Schwanz zu erkennen. Die Unterflügel sind zweifarbig hellgrau und dunkelbraun.

Graugänse haben einen starken orange bis rosa farbigen Schnabel.© Foto: Kathy Büscher, NABU Rinteln

Verhalten

Graugänse sind tag- und nachtaktiv. Sie fliegen in Trupps in typischer V-Formation. Sie leben in großen Schwärmen und sind nur zur Brutzeit paarweise unterwegs. Paare bleiben meist für lange Zeit oder sogar lebenslang zusammen.

Lebensraum

Sie ist bei uns in fast allen Feuchtgebieten anzutreffen, am Parkteich, auf Flüssen, an der Küste oder an großen Seen. Gerne hält sie sich auf Wiesen, Viehweiden und Stoppelfeldern auf.

Gefährdung

Graugänse sind nicht gefährdet.

Nahrung

Überwiegend ernähren sich Graugänse weidend von Gräsern, Wurzeln und Kräutern. Im Herbst und Winter suchen sie auch auf Mais- und Getreidefeldern nach Futter.

Stimme/Laute

Der Ruf der Graugans ist dreisilbig und betont auf der ersten langgezogenen Silbe „kiJAA-ga-ga“. Das Repertoire umfasst aber auch knurrende, zischende und trompetende Laute. Auch ein tiefes „ahnk-ang-ang“ kann man hören.

Zugverhalten

Graugänse bleiben immer häufiger das ganze Jahr über bei uns. Wird es zu kalt, ziehen sie gen Süd- und Westeuropa.

Beobachtungstipps

Bei großen Vogeltrupps, die in V-Formation fliegen und nicht zu überhören sind, kann es sich gut um Graugänse handeln.

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Was kann ich tun?

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Vogelporträt: Graugans - NABU