Kanadagans auf dem Wasser.
Kanadagans© Foto: Mathias Schäf

Branta canadensis

Kanadagans

Die Kanadagans ist eine der wenigen Neozoen, die sich in Deutschland sehr erfolgreich eingebürgert haben. Ursprünglich ist sie im Norden Amerikas beheimatet. Mittlerweile ist sie bei uns nach der Graugans die zweithäufigste Art. Die bei uns größte Gans ist im Flug und auf dem Boden sehr ruffreudig. Sie wurde wohl – zum Teil versehentlich, teils vorsätzlich – in die Freiheit entlassen und vergrößert ihre Zahl kontinuierlich.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

6.000 - 8.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 225 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

80-105 cm groß, Flügelspannweite 155-180 cm

Besonderheit

große, kontrastreiche Gans

Funfact

Wenn Kanadagänse selber keinen Bruterfolg hatten, entführen sie auch schon mal den Nachwuchs von Artgenossen.

Die Kanadagans stammt ursprünglich aus Nordamerika.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Kanadagans ist eine große, schwanenähnliche Gans. Der lange Hals und der Kopf sind schwarz. Ein weißes Kehlband zieht sich seitlich bis hinter die Augen. Der Körper ist gräulich braun, die Brust hell. Die Schwanzfedern sind dunkel, beim Flug ist ein weißes Band zu erkennen. Die Unterart parvipes ist deutlich kleiner, der Schnabel kürzer.

Der Kopf und der lange Hals der Kanadagans sind schwarz.© Foto: NABU/CEWE/Eric Gessmann

Verhalten

Beim Fressen von Unterwasserpflanzen schwimmen sie flach auf dem Wasser, Hals und Kopf ganz untergetaucht. Zur Paarungs- und Brutzeit sind sie paarweise anzutreffen, ansonsten in großen Gruppen. Die Ganter verteidigen Weibchen und Nachwuchs aggressiv gegen andere Kanadagänse. Sie bleiben oft bis ins zweite Lebensjahr im Familienverband zusammen.

Lebensraum

Der Lebensraum der Kanadagans erstreckt sich von allen Gewässertypen, Flussmündungen, feuchten Grünflächen, Wiesen und Parks bis hin zu Sumpfland. Ursprünglich aus Nordamerika stammend ist sie bei uns heute heimisch.

Gefährdung

Kanadagänse sind nicht gefährdet.

Nahrung

Kanadagänse ernähren sich von Gräsern, Wasser- und Unterwasserpflanzen.

Stimme/Laute

Kanadagänse sind sehr stimmfreudig. Das laute zweisilbige „a-honk“ wird auf der zweiten Silbe etwas schriller. Sie lassen außerdem ein tutendes, nasales „rak rak rak“ oder „rak ruk ruk“ ertönen.

Zugverhalten

Kanadagänse bleiben das ganze Jahr über bei uns. Nördlichere Populationen überwintern bei uns häufig im Norden.

Beobachtungstipps

Kanadagänse verpaaren sich auch gerne mit anderen Gänsearten wie zum Beispiel Graugänsen. Dadurch entstehen oft interessante Hybriden. Wenn Sie sich also einmal nicht sicher sind, welche Gans Sie vor sich haben, achten Sie auf die hervorstechendsten Merkmale.

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Vogelporträt: Kanadagans - NABU