Blässgans läuft über eine Wiese.
Blässgans© Foto: Christoph Moning

Anser albifrons

Blässgans

Die Blässgans aus dem hohen Norden ist nur als Rastvogel vor allem im Herbst und im Winter bei uns zu Gast. Sie ist dann auf dem Durchzug oder bleibt in milden Wintern auch bei uns im Norden Deutschlands. Man sieht sie meistens in langen Ketten am Himmel ziehen oder in Gruppen auf Wiesen und Feldern fressen.

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

540.000 Individuen

Bestands­trend

+39 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von September bis März zu beobachten

Größe

64-78 cm groß, Flügelspannweite 130-160 cm

Besonderheit

sehr ruffreudig, breit gefleckte Brust

Reise

Kurz- bis Mittelstreckenzieher, überwintert in West-, Mittel- und Südosteuropa

Funfact

Die älteste beringte wilde Blässgans war 25 Jahre alt.

Blässgänse im Flug© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Die Blässgans ist mittelgroß, mit orangefarbenen Beinen. Am Schnabelansatz hat sie eine weiße Blässe bis zur Stirn, am Bauch eine dunkle Bänderung oder Flecken. Die Blässe entsteht im ersten Winterkleid. Der Schnabel ist mattrosa, später auch rosaorange. Am Rücken ist das Gefieder einfarbig braungrau.

Verhalten

Bei uns ist die Blässgans häufig in anderen Gänsetrupps anzutreffen. In ihrer Heimat hält sie sich eine Weile in Kleingruppen auf, bis ein Paar ein Brutrevier besetzt. Während der Mauser sind die Altvögel – wie auch ihre Jungen noch – flugunfähig. In dieser Zeit halten sie sich in großen Gruppen auf dem Wasser auf.

Trupp von Blässgänsen© Foto: Hartmut Mletzko

Lebensraum

Sie brütet in der nordrussischen Tundra und auf Grönland. Bei uns bevorzugt sie die Küstennähe und Winterfelder auch in größeren Flussniederungen.

Gefährdung

Die Blässgans ist bei uns nicht gefährdet. Im Brutgebiet wird sie jedoch zum Teil massiv bejagt, und der Klimawandel könnte ihr Verbreitungsgebiet verändern.

Nahrung

Blässgänse ernähren sich von Seggen und Gräsern, bevorzugt Süßgräser und Schachtelhalme. Bei uns fressen sie gerne Meeressalde und Sämereien.

Stimme/Laute

Die ruffreudige Blässgans klingt höher und lachender als die Graugans. Ihr Ruf ist in etwa „kjü-jü“ oder „kjo-jo“, meist zweisilbig.

Zugverhalten

Im Winter zieht die Blässgans von ihrem Brutgebiet in der nördlichen Tundra oder Grönland nach Mittel-, West- und Südosteuropa. Sie bleibt teilweise im Norden Deutschlands.

Beobachtungstipps

Achten Sie bei einer Gruppe Graugänse auf kleinere Exemplare mit Blässe und gebänderter Brust. Es könnte sich um Blässgänse handeln.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

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Blässgans | NABU