
Phylloscopus trochilus
Fitis
Der Fitis gilt als eher rastloser Geselle, den man oft dabei beobachten kann, wie er auf der Suche nach Insekten munter in lichtem Strauchwerk zwischen den Ästen hin- und herhüpft. Dabei ist er aufgrund seiner Größe und seiner Färbung eher unauffällig und dem Zilpzalp auch noch zum Verwechseln ähnlich. Doch wer seinen Gesang kennt und ein bisschen Geduld zeigt, wird den agilen kleinen Laubsänger schnell zu Gesicht bekommen.
Gesang
Aufgenommen von Lars Lachmann
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
740.000 – 1.150.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 52 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von Ende März bis Oktober zu beobachten
Größe
11-12,5 cm groß
Besonderheit
bewegt sich lebendig und rastlos in Baumkronen und im Gebüsch
Reise
Langstreckenzieher
Funfact
Der Fitis mag es gerne schick. Er mausert als einzige europäische Vogelart sein Großgefieder gleich zwei Mal im Jahr.
Beschreibung
Aussehen
Fitis und Zilpzalp sehen sich sehr ähnlich. Beide besitzen eine gräulich-braungrüne Oberseite und einen hellen Brust- und Bauchbereich. Jedoch hat der Fitis einen deutlicheren Augenstreif, eine hellere Bein- und Schnabelfärbung sowie einen klareren Übergang zwischen der gelblichen Brust und dem weißlichen Bauch. Die Merkmale können jedoch variabel sein.

Verhalten
Nach Ankunft in den Brutgebieten versuchen die Männchen, mehrere Brutplätze zu besetzen und durch ihren Gesang auch gleich mehrere Weibchen anzulocken, die für die Nistplatzwahl und den Bau des Nests zuständig sind. Dieses bauen sie meist auf dem Boden, teilweise aber auch knapp darüber auf Gras oder Kräutern.
Lebensraum
Fitise besiedeln trockene bis feuchte Standorte mit ausgeprägter Strauch- und Krautschicht sowie meist einschichtigem Baumbestand. Daher kommen sie in aufgelockerten Wäldern und Gebüschen sowie auf Lichtungen vor.
Gefährdung
Der Fitis ist an sich ungefährdet, aber vor allem Eingriffe durch die Fortwirtschaft und Störungen, die zu Lebensraumverlust und -veränderungen führen, können für einen zunehmenden Bestandsrückgang sorgen. Die Effekte des Klimawandels auf dem Zug kommen noch dazu.
Nahrung
Der Fitis ernährt sich von Insekten und Spinnen, die von Blättern aufgelesen werden. Gelegentlich können im Sommer auch Früchte und Beeren diese Nahrung ergänzen.
Stimme/Laute
Der Gesang des Fitis ist sehr melodisch und besteht aus hellen, abfallenden Tönen und einem Überschlag am Ende, wie etwa „sisisi-WÜJ-WÜJ-WÜJ swi-swi-swi tuui tuui si-si-SWIIJ-sü.“ Sein Ruf „hüid“ ähnelt dem des Zilpzalps, ist aber weicher und eher zweisilbig.
Zugverhalten
Fitise als Langstreckenzieher überwintern in den Feuchtsavannen nördlich des Äquators bis nach Südafrika. Dabei ziehen die mitteleuropäischen Brutvögel über Südeuropa bis ins tropische Westafrika. Die diesjährigen Jungvögel ziehen in der Regel vor den adulten Tieren ab, werden aber auf dem Weg in die Winterquartiere von ihnen eingeholt.
Beobachtungstipps
Ab etwa Ende März kehrt der Fitis aus seinen Wintergebieten zurück und ist wieder flächendeckend in Deutschland zu beobachten. Vor allem in waldreichen Gebieten in fast allen Höhenlagen kommt er vermehrt in Nadelwaldbeständen, Weichholzauen sowie in Erlen- und Birkenbruchwäldern vor. Hier fällt er aufgrund seines rastlosen Verhaltens auf. Denn auf der Jagd nach Insekten hüpft er durch das Geäst oder jagt diese bei günstigem Wetter mithilfe des Rüttelflugs. Während des Zugs hält sich der Fitis gerne im niedrigen Gebüsch in der Nähe von Gewässern auf.
Aktiv werden
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