Kohlmeise auf einem dünnen Baumstamm.
Kohlmeise auf einem Baumstumpf© Foto: Frank Derer

Parus major

Kohlmeise

Die Kohlmeise ist einer der häufigsten Gäste in unseren Gärten. Sie ist die größte Meisenart Europas und wirkt deutlich plumper neben der Blaumeise, die ebenfalls häufig im Garten anzutreffenden ist. Mit dem schwarz-weißen Kopf, der gelben Brust und dem auffälligen schwarzen Bauchstreifen ist sie eigentlich unverwechselbar. Im Winter kommt sie gerne zum Futterhaus und zeigt sich selten scheu. Als Höhlenbrüter baut sie ihr Nest eigentlich in Baumhöhlen oder Felsspalten, nimmt aber auch gerne Nistkästen an.

Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

6.000.000 - 7.450.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 28 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

13,5-15 cm groß

Besonderheit

größte Meisenart Europas

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Meisen bauen ihr Nest zwar meist in Baumhöhlen, nicht selten nutzen sie aber auch Briefkästen.

Kohlmeisen ernähren sich im Sommer gern von Insekten und deren Larven.© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Die Kohlmeise ist vergleichsweise groß und wirkt leicht plump. Der Kopf ist glänzend schwarz mit einem weißen Wangenfeld. Die Unterseite ist leuchtend gelb und wird von einem schwarzen Längsstreifen unterbrochen. Ihr Mantel ist moosgrün, und über den blaugrauen Flügeln befindet sich eine weiße Binde. Am ähnlichsten sieht ihr die Blaumeise.

Nicht zu verwechseln mit:

Blaumeise

Cyanistes caeruleus

Blaumeise

Ein häufiger Gartengast: Die Blaumeise bevorzugt alte Bäume und besucht regelmäßig Futterplätze. Dort sorgt sie mitunter für kleine Rangeleien.

Jetzt lesen
Gerade im Winter besucht die Kohlmeise gerne Futterhäuser© Foto: Frank Derer

Verhalten

Die Kohlmeise ist sehr zutraulich und kann häufig im Winter am Futterhaus beobachtet werden. Sie brütet eigentlich in Baumhöhlen, nutzt aber in Siedlungsgegenden allerlei Alternativen und nimmt auch häufig Nistkästen an. Das Nest polstert sie mit weichen Materialien wie Tierhaaren oder Moos aus.

Lebensraum

Kohlmeisen sind weit verbreitet. Sie leben an baum- und gehölzreichen Orten wie Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten.

Gefährdung

Die Kohlmeise ist nicht gefährdet.

Nahrung

Im Sommer besteht die Nahrung hauptsächlich aus Insekten und deren Larven, Spinnen, Schmetterlingsraupen und Blattläusen. Im Winter fressen sie mehrheitlich Samen.

Stimme/Laute

Der Gesang des Männchens besteht aus verschiedenen monotonen Strophentypen, wobei „zi zi bäh“ eines der markantesten Motive ist. Die Rufe ähneln denen von anderen Meisenarten und klingen zum Beispiel wie „zi tuhi“.

Zugverhalten

Kohlmeisen zählen hauptsächlich zu den Standvögeln und verbringen das ganze Jahr in Deutschland. Jungvögel wandern teilweise im Herbst in südliche Regionen.

Beobachtungstipps

Die Kohlmeise kann man häufig das ganze Jahr über im Garten, in Parks und in Wäldern beobachten. Sie besucht gerne Futterhäuser, gerade im Winter ist sie dort ein häufiger Gast. Dort bieten Samen und Kerne gerade im Winter die perfekte Nahrungsergänzung.

Tipps zur Vogelfütterung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Um der Kohlmeise genügend Nistmöglichkeiten zu bieten, können Sie im Garten etwas Unordnung schaffen und zum Beispiel morsche Baumstämme nicht direkt entfernen. Außerdem helfen Sie ihr, indem Sie im Frühjahr Nistmaterial zur Verfügung stellen: ob Moos, Haare oder andere wollige Naturfasern – das alles hilft der Kohlmeise, ein weiches Nest zu bauen. Sie nehmen häufig auch Nistkästen an. 

Tipps für den Vogelgarten

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Wir rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

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